Dienstag, 9. März 2010

*Eingerührt: Olivenöl-Rennen auf der BioFach

Wie in jedem Jahr, fand auch im Februar 2010 die BioFach, eine Messe für Bio-Produkte und fairen Handel statt.

Olivenöl-Bar
Richard Wolny an der Olivenöl-Bar


Richard Wolny, Kreativchef einer Agentur, ist ein Suchender auf der Fährte des authentischen Geschmacks. Erfahrungen aus Weinhandel und Weinmarketing brachten ihn zum Komplementärgenuss – dem Olivenöl. Aus der Bekanntschaft zum Gründer der BioFach wurde das Projekt Olivenöl-Bar geboren, das Richard Wolny nun für die NürnbergMesse betreut. Beim „Olivenöl-Preis der Fachbesucher“ können alle Besucher der BioFach in einer Blindverkostung ihr Geschmacksurteil abgeben. Die Ergebnisse werden dann noch auf der laufenden Messe mittels Urkundenverleihung bekannt gegeben. Olivenöl-Bar und -Preis sind inzwischen eine anerkannte Plattform für den Austausch zwischen Fachleuten, Produzenten und dem Handel. In seiner neutralen Funktion als Organisator steuert Richard Wolny den Dialog und vermittelt den Kontakt zu namhaften Olivenöl-Experten im In- und Ausland.

Falls Interesse an dem einen oder anderen der hier aufgeführten Öle besteht, lassen Sie es mich bitte wissen. Ich leite das gern weiter...

Im Anschluss Richard's Bericht und die Olivenöl-Hitparade:

.................................................

In der dritten Auflage überzeugte der Olivenöl-Preis des Fachpublikums der BioFach durch ein dichtes Feld. Die Teilnahme von 75 Olivenölen bewies das weiterhin starke Interesse an der Auszeichnung, die in dieser Art nur von der BioFach für Bio-Olivenöle angeboten wird.

In 13 Verkostungsdurchgängen an der Olivenöl-Bar stellten sich die Fachbesucher der sensorischen Herausforderung.
Die Besucher mussten blind Geruch, Geschmack und Gesamteindruck der Olivenöl-Proben beurteilen. Alles auf einer Skala von 1 bis 10. Ähnlich wie bei einem Paneltest. Alle Öle wurden gleich oft verkostet, daraus wurde das Mittel gezogen. So kam es zu einem Ranking vom 1. Platz bis zum 75. Platz. Am Ende des Wettbewerbes standen die TOP 10 und weitere 20 BioFach-Empfehlungen fest. Das hohe Niveau der von den Ausstellern der BioFach 2010 eingereichten Olivenöle spiegelte sich auch in der nationalen Verteilung der Besten wider. So waren alle bedeutenden Olivenölproduzenten des Mittelmeerraumes unter den Prämierten vertreten. Von Portugal und Spanien über Italien bis Griechenland.

Die durchgehend hohe Qualität der 75 Einreichungen führte zu einem ständigen Wechsel im Spitzenfeld. Um Aussteller und Besucher auf dem aktuellen Stand zu halten, wurden nach jedem Verkostungsdurchgang die Punkte ausgewertet und die TOP 10 der Liste im Echtzeit-Ranking auf Monitoren präsentiert.

Die Preisverleihung während der Messe, bot den Siegern zudem eine optimale Möglichkeit, das Ergebnis noch auf der Messe zu kommunizieren.

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Donnerstag, 4. März 2010

*Zitronen-Tarte nach D.L. nach P.C.

Zitronen-Tarte
© multikulinarisch.es
Letzten Samstag hatte sich Besuch angekündigt. Da ich kein geübter Kuchenbäcker bin und somit nicht mal eben ein köstliches Gebäck aus dem Ärmel schüttele, hatte ich mich durch Foodblogs gewühlt, um ein geeignetes, idiotensicheres Rezept für unsere Kaffeetafel zu finden.

Zur Zeit grassiert unter den Foodbloggern ja ein Kakaoschnecken-Backfieber, von welchem ich aber weitestgehend verschont blieb. Außer in Schokolade mag ich Kakao nicht so wirklich...
Eine andere Inspiration war von Nöten! In meinen Favoriten wurde ich fündig. Hatte ich doch dort neulich Zorras Tarte au citron gespeichert. Zorra war nach Bolli die Zweite, die sich an dieser offensichtlich etwas heiklen Angelegenheit versucht hatte. Ein weiteres irgendwann mal 'für später' gespeichertes Rezept, war David Lebovitz' Variation einer Tarte au citron. Damit war der Appetit endgültig angeregt und die Marschrichtung festgelegt. Eine Zitronen-Tarte würde es werden.

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Montag, 1. März 2010

*Freitag war Tafelzeit

Das schöne beim Netzwerken ist, dass man immer wieder auf neue Menschen mit interessanten Stories bzw. Ideen trifft. Letztens bei Blog trifft Gastro machte ich Bekanntschaft mit Britta Pietschmann von Tafelzeit. Tafelzeit ist ein relativ junges Online-Portal, initiiert zu dem Zweck, dass genuss-affine Großstädter trotz Großstadt-Dschungel zum Kochen und/oder Schlemmen zueinander finden. Auf diese Idee gebracht hat Tafelzeit-Gründer Jörg Grube seine Tochter, als diese sich mit Freundinnen verabredete, um Promi-Dinner nachzuspielen.

Seit November vergangenen Jahres sind Portal und Mitarbeiter vorerst in den Städten Hamburg, Köln und Berlin aktiv dabei, ein Schlemmer-Netzwerk aufzubauen. Privatleute können über das Tafelzeit-Portal zu eigenen Koch-Events einladen. Egal ob Candlelight-Dinner, Frühstück oder Pizza-Party. Alles was schmeckt, gesellig ist und Spaß macht... Die vom Gastgeber kalkulierten Preise (+ kleiner Obolus zur Finanzierung des Projektes) werden über die Portalsoftware abgerechnet, so dass er/sie sich darum nicht kümmern muss. Interessenten für die jeweilige Runde melden sich über Tafelzeit.de an und der/die Gastgeber(in) können frei entscheiden, wen sie letztendlich am heimischen Tisch sitzen haben möchten.
Nette Idee, wenn auch nicht ganz neu. Das seit einigen Jahren von der CMA betriebene, florierende Portal 'alleine-kochen-ist-doof.de' ist allerdings - wie die gesamte CMA offenbar in Auflösung begriffen.
Bei Recherchen bin ich noch auf ein weiteres ähnliches deutschsprachiges Projekt gestoßen, welches aber bei weitem nicht so einladend und professionell daher kommt wie 'Tafelzeit.de'. Britta meinte, andere, ähnliche Projekte seien meist auch weniger allgemein gehalten, sondern beispielsweise speziell nur für Singles oder Neu-Zugezogene oder, oder...

Alleinstellungsmerkmal bei Tafelzeit dürfte auch sein, dass nicht nur privat gekocht und gegessen wird, sondern einmal monatlich zu besonderen Events geladen wird. Wie am Freitag in Berlin. Exklusiv für Tafelzeit. Im fiedrich.

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Montag,22. Februar 2010

*Forelli, Forella, Forelle...

Katharina (valentinas-kochbuch.de) hat angefangen. Auf Twitter. Mit einer harmlosen Nachricht, dass Sie Forelle zum Mittag macht.

Forellen braten
© multikulinarisch.es


Da ich ebenfalls 2 Exemplare in petto hatte und keinen Plan, wie ich diese zubereiten soll (mein erstes Mal), fragte ich arglos nach, wie Katharina gedenkt, Ihre Forelle zu kochen. Flugs schaltete sich Petra von foodfreak.de dazu und offerierte ein wahrlich verführerisches Rezept mit Thymian und lorbeerisierter Zitrone. Inzwischen tropfte auch Katharina von esskultur.at dermaßen der Zahn, dass sie loseilte und beim Händler ihres Vertrauens eine Riesen-Forelle erstand. Nichtdestotrotz, dass Katharina I Ihre Forelle mit Sauce Hollondaise verspeiste und Katharina II die klassische Variante (wie in diesem Rezept) vorzog, entschied ich mich für die Thymian-Variante von Petra (nach einem Rezept von Jamie Oliver).
Claudia vom Blog Holy Fruitsalad brachte mir am selben Nachmittag von ihrer Fensterbank noch Thymian und Lorbeerlaub mit, so dass einem spontan-fröhlichen Forellen-Braten nix mehr im Wege stand.

Forelle mit Thymian
© multikulinarisch.es


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Freitag,19. Februar 2010

*Cocktail zum Dessert

© multikulinarisch.es
Im Laufe der Woche hatte ich bereits in 2 Etappen von Blog trifft Gastro 2010 berichtet (3 Gänge Blog trifft Gastro und Blog trifft Gastro 2.Gang).
Als Nachtisch gibt es noch die Teilnehmerliste und Links, sowie den dritten und letzten Gang, einen eigens an diesem Tag kreierten Cocktail...

Der Cocktail:

In Absprache mit Helmut von Mixology hatte ich eine Flasche selbst gemachten Quittenlikörs mitgebracht. Dieser stammt aus der Ernte vom letzten Jahr und schmeckt ganz köstlich. Schön fruchtig, ziemlich süß mit einem herben Akzent. Aber wann trinkt man schon mal Likör???
Also kam ich auf die Flitzidee, von den anwesenden Bartendern Cocktails kreieren zu lassen, sofern die Herren der Zunft mitspielen. Sie spielten mit...


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Dienstag,16. Februar 2010

*Blog trifft Gastro - 2.Gang

Gestern hatte ich berichtet, wie wir Teilnehmer von Blog trifft Gastro das Circus Hotel inclusive Restaurant Fabisch und das Amano-Hotel inclusive Hotelbar besucht hatten. Hier folgt nun der 2.Gang unseres Besichtigungstour-Menüs

... Anschließend schlitterten wir am ‚muret la barba‘ vorbei zum ‚dos pallilos‘. Das dos pallilos ist das zum Hotel caser camper gehörige Restaurant. Hier gibt es Häppchen nach koreanischem und japanischem Vorbild vom Feinsten. Witzig ist die lange Essenstheke im Schaufenster. Beäugt von Passanten (denen man allerdings den Rücken zukehrt) beäugt man selbst widerum die Köche-Crew in der offenen Küche. Netterweise hat man uns hier mit einem kleinen dim sum-Menü verwöhnt. Vielen Dank dafür!

dos pallilos Berlin
dos pallilos Berlin
© multikulinarisch.de
dim sum im dos pallilos Berlin
dim sum im dos pallilos Berlin
© multikulinarisch.de


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Montag,15. Februar 2010

*3 Gänge 'Blog trifft Gastro'

Gastroblogger im dos pallilos
Gastroblogger im dos pallilos
© multikulinarisch.es
Helmut Adam vom Barmagazin Mixology hatte für das diesjährige 'Blog trifft Gastro'-Treffen nach Berlin geladen. (siehe hier). Knapp 20 Leute waren der Einladung an die Spree gefolgt und versammelten sich am Samstag ab 11 Uhr im Restaurant Fabisch (im Circus Hotel) am Rosenthaler Platz. Einige extern Angereiste genossen schon zuvor das sehr zu empfehlende Frühstück im Cafe Fleury...

Im Fabisch hatten wir einen großen Tisch im Wintergarten und Letzteren exklusiv nur für uns. Bei leckerem Milchkaffee bzw. 2.Frühstück begann das Kennenlernen (einige Gesichter waren mir zwar vertraut, aber bisher nur vom Avatar oder Fotos) und erste Diskussionen (so zum Beispiel zum Thema Bio in der Landwirtschaft und im Weinanbau).

Nachdem in letzter Minute auch M.B. vom Wahllokal eingeflogen kam, konnte der offizielle Teil beginnen. Barmanager Jared Goldman vom Circus-Hotel, den es vor vielen Jahren als Backpacker vom konservativen Missouri nach Berlin verschlagen hatte, war noch etwas müde und referrierte deshalb auf englisch. Soweit ich das mitbekommen habe, waren wir alle munter genug, um gut zu verstehen...

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Freitag,12. Februar 2010

*Last call: 'Blog trifft Gastro' in Berlin

Blog trifft Gastro 2010
Collage Creative Commons License
Quelle: flickr/J. sLessard u. Siebuhr
Heute eine kurze Ansage...

Wer meint, am kommenden Wochenende, drehe sich in Berlin Alles und Jeder um die Berlinale, irrt. Ein Trüppchen Blogger, Winzer, Gastronomen und Bartender macht sich aus den entlegensten Winkeln Deutschlands auf den Weg in die Hauptstadt, nicht etwa um am roten Teppich vergeblich nach Autogrammen zu heischen, sondern um abseits des Berlinale-Trubels miteinander in's Gespräch zu kommen und verschiedene Hotel- und Gastronomiekonzepte kennen zu lernen.

Organisiert wird 'Blog trifft Gastro' in diesem Jahr von Helmut Adam, dem Herausgeber des Bar-Magazines 'Mixology' und Blog gleichen Namens.

Für Blog trifft Gastro 2010 haben wir uns mehrere gastronomische Schwerpunkte einfallen lassen. Zum einen wollen wir unseren Besuchern natürlich Einblick in unsere Barwelt gewähren, zum anderen aber auch einen Querschnitt der pulsierenden Gastroszene der deutschen Hauptstadt präsentieren.
Als Schwerpunkt des Programms gibt es daher eine Führung durch drei verschiedene Hotels, die in jüngster Zeit an der Rosenthaler Strasse eröffneten. Diese Gegend sieht derzeit ein wahres Feuerwerk an Gastronomieeröffnungen und bringt Dynamik in einen Bezirk zurück, der durch die permanente Ansiedlung von Flagship Stores und den damit verbundenen Mietpreiserhöhungen über die Jahre gastronomisch etwas ausgeblutet wurde.
Jedes dieser Hotels hat einen anderen Eigentümer und ein anderes Konzept. Wir werden einen Einblick in die Abläufe bekommen, über Schwierigkeiten, die bei der Eröffnung auftraten und die Gästezielgruppen, die jeweils erreicht werden sollen. Am Abend werden wir ein interessantes Restaurantkonzept besuchen, um auch diesen Aspekt abzudecken.
Den anreisenden Bloggern, unseren publizierenden Kollegen, wollen wir von Mixology natürlich auch einen Einblick in unsere Arbeitsweise geben. Wir zeigen Euch, wo wir arbeiten, wo Mixology entsteht und was wir neben dem Magazin für andere Projekte betreuen. Selbstverständlich gehört auch eine Bar Tour durch flüssige Berliner Hotspots dazu, die den Programmtag abschließen wird.


Falls ich morgen nicht vergesse, ein wichtiges Requisit mitzunehmen, kann ich ggf. thematisch und geschmacklich ein klein wenig in Sachen Cocktails beitragen. Ich bin gespannt und Ihr dürft auf den entsprechenden (Extra-)Blogartikel gespannt sein...

Noch besteht übrigens Gelegenheit, sich in letzter Minute bei 'Blog trifft Gastro' einzuklinken. Bei ernsthaftem Interesse bitte einen Blogkommentar hinterlassen. Dann kann ich mit H.Adam den Kontakt herstellen und dieser per email Eure Anmeldung bestätigen und über die Programmdetails informieren.

Eventankündigung und Teilnehmerliste
Twitterwall und Fotos vom vorjährigen Treffen

Sehen wir uns?

Sonntag, 7. Februar 2010

*Butter bei die Fische im muret la barba

© multikulinarisch.de
Neulich hatte Martina vom Berliner Foodblog ‚Butter bei die Fische‘ Kontakt sowohl mit mir, als auch mit Katharina vom Kochbuch-Blog ‚Valentina's Kochbuch‘ aufgenommen. Was lag also näher, als ein Treffen zu dritt. Trotz anfänglicher Planungsschwierigkeiten, finanzieller Engpässe, spiegelglatter Gehwege, unpässlicher Kinder und Ehemänner fanden wir drei gestern in gemütlicher Runde zusammen.

Katharina hatte sich mächtig in's Zeug gelegt, um einen spannenden Treffpunkt in Berlin Mitte auszuloten und organisierte einen Dreiertisch im muret la barba. Das muret la barba ist eine herrlich unprätentiöse Weinbar und -handlung für italienische Weine. Das Ambiente ist schlicht, die Wände weiß. Gemütlichkeit verströmen das hölzerne Mobilar, die hölzernen, gut befüllten Weinregale an den Wänden, die Fensterplätze, der Tresen, die vielen Leute und zahlreiche Weinflaschen und Gläser auf den Tischen. Auch die Reihe nackter Glühlampen passt gut in's Bild.

Aus der Vielzahl ausgestellter Weine kann man auswählen. Kennt man sich nicht aus, gibt es keine hochgezogenen Augenbrauen, sondern eine freundliche Empfehlung. Dann bekommt man eine neue Flasche (Weißwein im Kühler) an den Tisch gebracht, darf probieren und wenn's gefällt, bleibt die Flasche da. Bezahlt wird nach Verbrauch. Das ist herrlich unkompliziert. Man sitzt, schwatzt, schenkt nach, wenn einem danach ist. Kein Warten auf Kellner, keine Durststrecken und keine Unterbrechungen des Gesprächsfadens. Fand ich sehr angenehm. Und das Beste, die Preise sind absolut fair. Ich komme wieder...

So genossen wir Drei einen entspannten Abend, lernten uns neu, bzw. besser kennen, palaverten über Foodblogs im Allgemeinen und unsere Projekte im Besonderen.
In Martinas ebenfalls recht jungem Blog gibt es ca. alle 14 Tage neue vegetarische (und ansprechend fotografierte) Köstlichkeiten.
Bei Katharina liegt der Schwerpunkt hingegen auf der Rezension von Kochbüchern. Sympatische, kompetente und ausführliche Buchbesprechungen von ihr persönlich bzw. ihrem Autorenteam. Alle Bücher werden auf Herz und Nieren geprüft, sprich getestet inwieweit die angegebenen Rezepte hinhauen, wie schwer oder einfach sie nachzukochen sind, etc. Als Schmankerl veröffentlicht Katharina (mit Einverständnis der Verlage) auch jeweils ein Rezept zum Appetit holen. Schon lange einer meiner Lieblingsblogs...

Mittwoch, 3. Februar 2010

*gestreifter Schwarzer Rettich

© multikulinarisch.de
Trotz seiner düsteren Farbe, hatte mich ein schwarzer Rettich neulich zum Spontan-Kauf motiviert. Dann war es allerdings erst mal vorbei mit der Spontanität. Ich wusste nämlich nicht, wie ich ihn zubereiten sollte. Langweilig in einen Salat raspeln schied von vornherein aus. Also in andere Foodblogs geschaut. Aber auch dort wollte mir von den wenigen gefundenen Rezepten keines so recht zusagen. Inzwischen zeigte der Gemüsefach-Bewohner bereits erste Unmuts-Anzeichen in Form abnehmender Oberflächenspannung (auch Runzeln genannt).

Also pflückte ich gestern den schwarzen Rettich aus dem Kühlschrank und entfernte die Schale (geht gut mit dem Kartoffelschäler). Unten drunter sah der Rettich wesentlich freundlicher aus, fast weiß. Ich hatte gelesen, dass der Schwarze Rettich durchgeschnitten eine sehr schöne Musterung aufweist. Allerdings blieb diese meinen Augen verborgen, da ich nicht aufgeschnitten, sondern den Rettich (ungefähr bis zur Hälfte) weiter mit dem Kartoffelschäler bearbeitet habe.
So erhielt ich eine Hand voll weißer, dünner Späne.
Diese habe ich in einer Wok-Pfanne in wenig Öl (ich hatte nur Distelöl, aber Sesamöl wäre vermutl. passender) angebraten. Als sich eine braune Färbung der Ränder zeigte, habe ich einen gestrichenen Teelöffel Erdnussbutter eingerührt und 2 Spritzer Fischsoße drangegeben (kein extra Salz). Da die Rettich-Streifen recht fettig wirkten, wurden sie kurz auf einem Küchentuch zwischengeparkt.

Die Rettich-Streifen gab es bei uns als Beilage zu Lachs und Reis. Die Kombination aus milder Schärfe und Süße plus herzhaftem Ausgleich durch die Fischsoße hat mir gut geschmeckt. Dem Mittagskocher weniger, aber er mag auch keine Erdnussbutter...
Die Streifen vom Schwarzen Rettich eignen sich auch zum Knabbern. Hatte einige übrig und über Nacht auf einem Küchentuch liegen. Schmeckten auch als kaltes Naschwerk sehr gut.

Nochmal zum Mitschreiben für die Einkaufsliste:

1 Schwarzer Rettich
Sesamöl (od. neutrales Speiseöl)
2 gestrichene Teelöffel Erdnussbutter
4 Spritzer Fischsoße

Resümee: ausbaufähig!

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