Sonntag, 7. Februar 2010

*Butter bei die Fische im muret la barba

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Neulich hatte Martina vom Berliner Foodblog ‚Butter bei die Fische‘ Kontakt sowohl mit mir, als auch mit Katharina vom Kochbuch-Blog ‚Valentina's Kochbuch‘ aufgenommen. Was lag also näher, als ein Treffen zu dritt. Trotz anfänglicher Planungsschwierigkeiten, finanzieller Engpässe, spiegelglatter Gehwege, unpässlicher Kinder und Ehemänner fanden wir drei gestern in gemütlicher Runde zusammen.

Katharina hatte sich mächtig in's Zeug gelegt, um einen spannenden Treffpunkt in Berlin Mitte auszuloten und organisierte einen Dreiertisch im muret la barba. Das muret la barba ist eine herrlich unprätentiöse Weinbar und -handlung für italienische Weine. Das Ambiente ist schlicht, die Wände weiß. Gemütlichkeit verströmen das hölzerne Mobilar, die hölzernen, gut befüllten Weinregale an den Wänden, die Fensterplätze, der Tresen, die vielen Leute und zahlreiche Weinflaschen und Gläser auf den Tischen. Auch die Reihe nackter Glühlampen passt gut in's Bild.

Aus der Vielzahl ausgestellter Weine kann man auswählen. Kennt man sich nicht aus, gibt es keine hochgezogenen Augenbrauen, sondern eine freundliche Empfehlung. Dann bekommt man eine neue Flasche (Weißwein im Kühler) an den Tisch gebracht, darf probieren und wenn's gefällt, bleibt die Flasche da. Bezahlt wird nach Verbrauch. Das ist herrlich unkompliziert. Man sitzt, schwatzt, schenkt nach, wenn einem danach ist. Kein Warten auf Kellner, keine Durststrecken und keine Unterbrechungen des Gesprächsfadens. Fand ich sehr angenehm. Und das Beste, die Preise sind absolut fair. Ich komme wieder...

So genossen wir Drei einen entspannten Abend, lernten uns neu, bzw. besser kennen, palaverten über Foodblogs im Allgemeinen und unsere Projekte im Besonderen.
In Martinas ebenfalls recht jungem Blog gibt es ca. alle 14 Tage neue vegetarische (und ansprechend fotografierte) Köstlichkeiten.
Bei Katharina liegt der Schwerpunkt hingegen auf der Rezension von Kochbüchern. Sympatische, kompetente und ausführliche Buchbesprechungen von ihr persönlich bzw. ihrem Autorenteam. Alle Bücher werden auf Herz und Nieren geprüft, sprich getestet inwieweit die angegebenen Rezepte hinhauen, wie schwer oder einfach sie nachzukochen sind, etc. Als Schmankerl veröffentlicht Katharina (mit Einverständnis der Verlage) auch jeweils ein Rezept zum Appetit holen. Schon lange einer meiner Lieblingsblogs...

Mittwoch, 3. Februar 2010

*gestreifter Schwarzer Rettich

© multikulinarisch.de
Trotz seiner düsteren Farbe, hatte mich ein schwarzer Rettich neulich zum Spontan-Kauf motiviert. Dann war es allerdings erst mal vorbei mit der Spontanität. Ich wusste nämlich nicht, wie ich ihn zubereiten sollte. Langweilig in einen Salat raspeln schied von vornherein aus. Also in andere Foodblogs geschaut. Aber auch dort wollte mir von den wenigen gefundenen Rezepten keines so recht zusagen. Inzwischen zeigte der Gemüsefach-Bewohner bereits erste Unmuts-Anzeichen in Form abnehmender Oberflächenspannung (auch Runzeln genannt).

Also pflückte ich gestern den schwarzen Rettich aus dem Kühlschrank und entfernte die Schale (geht gut mit dem Kartoffelschäler). Unten drunter sah der Rettich wesentlich freundlicher aus, fast weiß. Ich hatte gelesen, dass der Schwarze Rettich durchgeschnitten eine sehr schöne Musterung aufweist. Allerdings blieb diese meinen Augen verborgen, da ich nicht aufgeschnitten, sondern den Rettich (ungefähr bis zur Hälfte) weiter mit dem Kartoffelschäler bearbeitet habe.
So erhielt ich eine Hand voll weißer, dünner Späne.
Diese habe ich in einer Wok-Pfanne in wenig Öl (ich hatte nur Distelöl, aber Sesamöl wäre vermutl. passender) angebraten. Als sich eine braune Färbung der Ränder zeigte, habe ich einen gestrichenen Teelöffel Erdnussbutter eingerührt und 2 Spritzer Fischsoße drangegeben (kein extra Salz). Da die Rettich-Streifen recht fettig wirkten, wurden sie kurz auf einem Küchentuch zwischengeparkt.

Die Rettich-Streifen gab es bei uns als Beilage zu Lachs und Reis. Die Kombination aus milder Schärfe und Süße plus herzhaftem Ausgleich durch die Fischsoße hat mir gut geschmeckt. Dem Mittagskocher weniger, aber er mag auch keine Erdnussbutter...
Die Streifen vom Schwarzen Rettich eignen sich auch zum Knabbern. Hatte einige übrig und über Nacht auf einem Küchentuch liegen. Schmeckten auch als kaltes Naschwerk sehr gut.

Nochmal zum Mitschreiben für die Einkaufsliste:

1 Schwarzer Rettich
Sesamöl (od. neutrales Speiseöl)
2 gestrichene Teelöffel Erdnussbutter
4 Spritzer Fischsoße

Resümee: ausbaufähig!

Montag, 1. Februar 2010

*Schmalzbrot, oder was davon noch übrig ist

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Obwohl ich mir schmerzlich bewusst bin, dass ich mal wieder was Spannendes kochen und an dieser Stelle veröffent-
lichen sollte, ist es doch vorerst wieder ein Brot geworden.
Der Sauerteig ist schuld. Verlangt er doch alle 3 Wochen meine Aufmerksamkeit. Und wenn ich schon mal beim Auffrischen bin, setze ich vorsichtshalber auch immer eine Fuhre für ein eventuelles Brot mit an. Naja, und wenn dann schon mal der Sauerteig für ein eventuelles Brot bereit steht, wird es dann meistens auch Eines...

Natürlich wollte ich gern was Neues ausprobieren. Immer diese Neugier...
Mangels Amaretto muss das vielgepriesene Amarettobrot noch etwas auf's nachbacken warten, aber Schmalz hatte ich da und das musste aufgebraucht werden. Also entschied ich mich kurzerhand für das von Ulrike (Küchenlatein) vorgebackene Schmalzkrusten-Brot. Statt Schweineschmalz habe ich Gänseschmalz verbacken. Auch hatte ich kein Weizenmehl 812 auf Lager. Aber dank Brotback-Mentorin und Mischungskreuz konnte ich mir die alternativen Mengen für Weizenmehl Type 550 und 1050 ausrechnen.

Parallel zum Sauerteig habe ich am Vortag den Weizen-Vorteig angesetzt. Dieser wurde schön fluffig und auch der Brotteig als Ganzes verhielt sich vorbildlich (zu anfang). Er löste sich beim Kneten von der Schüssel und ging im Gärkörbchen ordentlich in die Höhe. Nur rauskommen wollte er nicht mehr...

Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich leider kein Milchpulver auftreiben konnte und somit ohne gearbeitet hatte. Ich nehme an, dass der Teig deshalb einen Ticken zu anhänglich war. Ich habe ihn dann mechanisch aus dem Gärkörbchen geklaubt und mit geölten Händen wieder in Brotform gebracht. Dann bemehlt, eingeschnitten und gebacken. Den Umständen entsprechend, ist ein an den Seiten aufgeplatztes, aber extrem köstliches Brot heraus gekommen. Es ward schneller gegessen, als ich es fotografieren und verbloggen konnte.
Deshalb gibt es hier und heute die Reste...

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Donnerstag,28. Januar 2010

*Internationaler Genusskalender. Wohin geht die Reise?

Internationaler kulinarisch-vinophiler Kalender
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Seit gestern habe ich auf der multikulinarisch-Fanpage eine Diskussion laufen zum Thema Internationaler Genusskalender. Dieser wird ja sehr bald unter eine eigene Domain ziehen, um zum zentralen Anlaufplatz für Genuss-Anbieter und -Suchende aus aller Welt zu werden.

Da nicht all Jene, die eine Meinung zum Kalender haben, auf Facebook mitdiskutieren können, folge ich Claudias Tipp (vom Blog Holy Fruit Salad) und wiederhole die Frage an dieser Stelle.


*******************

Nun arbeite ich seit Monaten an einem spannenden Service für Gastronomen, Produzenten, Winzer, Weinhandlungen, Verlage, also all Jene, die gelegentlich oder regelmäßig kulinarische oder vinophile Veranstaltungen anbieten. Die Rede ist vom Internationalen kulinarisch-vinophilen Kalender oder kurz: Internationaler Genusskalender.

Ich habe den Kalender u.a. mit individueller Filterfunktionalität und Exportmöglichkeit ausgerüstet und das Ganze zweisprachig ausgebaut. Schon bald gibt es das Ganze zentral unter eigener Domain.
Denkbar wären Abonnement-Möglichkeiten für Termine einer bestimmten Gruppe oder Kategorie. Auch Export als XML statt (wie im Moment als iframe) wäre machbar. Aber nur, wenn sich die Mühe auch lohnt.

Bisher ist die Nutzung des Kalenders für Anbieter kostenfrei. Für alle bereits Angemeldeten wird dies definitiv auch dauerhaft so bleiben. Ansonsten steht die Kostenfrage hier mit zur Diskussion.

Geplant ist, zusätzlich zum kostenfreien selbständigen Eintragen von Events, auch einen kostenpflichtigen Service anzubieten, um Events eintragen zu lassen (z.B. bei Zeitknappheit).
Ebenfalls in Vorbereitung ist die Möglichkeit, zeitgleich mehrere Events eintragen zu können (ebenfalls kostenpflichtig). Auch wird es Werbeplätze im Umfeld des Kalenders geben, um das Projekt zu re-finanzieren.

Leider ist die Resonanz trotz aller Bemühungen und Werbetrommeln bisher sehr verhalten. Um herauszubekommen, was ich ggf. besser machen kann, um den Genusskalender zu einer zentralen Schnittstelle für Genuss-Anbieter und -suchende werden zu lassen, stelle ich folgende Hypothese und bitte um ehrliche Einschätzung:

Der Kalender ist für mich nicht attraktiv...
  1. wegen zu geringer Beteiligung
  2. weil es ein kostenfreier Service ist und das dann wohl nichts wert ist
  3. weil die Eintragsmodalitäten immer noch zu kompliziert scheinen
  4. weil für mich ein kostenpflichtiger Service, bei dem ich meine Termine eintragen lassen kann, sinnvoller wäre, denn Zeit ist für mich wichtiger als Geld
  5. solange der Kalender nicht an zentraler Stelle unter eigener Domain steht
  6. weil kein Bedarf besteht, meine Events zusätzlich zu publizieren
  7. weil ich lieber andere Services nutze und kein zusätzlicher Bedarf besteht, den Kalender zu nutzen
  8. weil das Projekt noch immer zu unbekannt ist
  9. weil er mir schlicht nicht gefällt
  10. weil ich wichtige Funktionen vermisse (welche?)
  11. weil mich etwas stört (was?)
  12. weil ich den Kalender noch gar nicht kenne


Vielleicht gibt es auch noch ganz andere Gründe. Bitte nennen. Nur zu...

**********************

Punkt 12 kann übrigens sofort Abhilfe geleistet werden. Wie ein exportierter Minikalender aussehen kann (hängt von den gewählten Filtereinstellungen ab) sieht man im rechten Balken. Zur derzeitigen Residenz des kulinarisch-vinophilen Kalenders gelangt man hier:

Internationaler kulinarisch-vinophiler Kalender

Ich freue mich über zahlreiche, ehrliche Antworten und danke schon mal vorab für Eure Mühe...


Dienstag,26. Januar 2010

*Grüne Woche und Berliner Tafel?!

Das ist übrigens nicht mein Herr Schatz...
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Wie kann es angehen, die Grüne Woche - wo neue kulinarische Produkte und lukullische Dauerbrenner miteinander wetteifern und zahlreichen Besuchern viel Geld wert sind - und die Berliner Tafel - wo weniger spektakuläre, aber nahrhafte Lebensmittel für Menschen mit sehr wenig Geld abgegeben werden - in einem Atemzug zu nennen?

Ganz einfach! Weil die Berliner Tafel bereits zum 13. Mal bei der Grünen Woche zugegen war, um am Abend jedes Ausstellungstages von Stand zu Stand zu gehen und mit 70 bis 80 Ehrenamtlichen insgesamt 10 Tonnen Lebensmittel einzusammeln.

Nachdem wir durch unseren Freund und Ex-Nachbarn von dieser Aktion hörten, mussten wir nicht lange überlegen (obwohl wir von den aktuellen Einkommensverhältnissen her, wohl eher zur Zielgruppe als zur Unterstützergruppe der Tafel gehören).
Am Samstag hatten mein Herr Schatz und ich dann bei klirrenden Minusgraden die Hühner gesattelt und sind durch ganz Berlin gedüst, um zu helfen (und natürlich auch aus Neugier auf meiner Seite).
Treffpunkt für die Teams war eine Viertelstunde vor Ausstellungsschluss im Nord- bzw. Südeingang der Messe. Dann wurden wir in Teams aufgeteilt, mit blauen Plastikwesten als Mitarbeiter der Tafel kenntlich gemacht und mit Wagen in die Hallen geschickt. Nun weiß ich nicht, wieviele weitere Teams andere Hallen durchstreiften, aber unser Wirkungskreis beschränkte sich (wenn ich das richtig mitbekommen habe) auf 3 Hallen, wofür wir eigentlich zu viele Leute waren. Egal, so fielen wir Blaumänner und -frauen ordentlich in's Auge und konnten für einen guten Zweck Werbung laufen. Außer den für den Tag zusammen packenden Ausstellern streiften nämlich immer noch recht viele Besucher durch die Hallen oder hielten sich an ihrem letzten Glas Wein bzw. Bier fest...

Obwohl es der Abend vor dem letzten Messetag war, für den man sicherlich die meiste Ware noch hätte frischhalten können, bekamen wir an einigen Ständen größere Mengen tiefgefrorene Fischfilets und jede Menge Muscheln gespendet. Dazu gabs Australische Würstchen, Holländische Riesenchampignons und mehrere Säcke Kartoffeln. Welche Köstlichkeiten die anderen Teams ergatterten, entzieht sich meiner Kenntnis.

Es war schön zu sehen, wie von Passanten - bis auf wenige Ausnahmen - positiv auf unsere Präsenz reagiert wurde und wie spendabel die einzelnen Aussteller sich zeigten.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Ausstellerinnen und Ausstellern aus dem In- und Ausland, bei der Messe Berlin für die Zurverfügungstellung eines kostenlosen Standes und die Unterstützung bei der abendlichen Abholung und bei den fleißigen Helferinnen und Helfern für die großartige Unterstützung!

Unser Dank geht auch an die Besucherinnen und Besucher der Messe, die fleißig Geld gespendet haben - insgesamt 6.229,87 EUR + 10 Dollar, die direkt in unsere Arbeit fließen werden.

Quelle: Berliner Tafel e.V.


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Freitag,22. Januar 2010

*keinen Schimmer von Gambero Rosso

© multikulinarisch.de
Vorgestern fand im Hotel de Rome in Berlin die

Präsentation italienischer Spitzenweine - Gambero Rosso Roadshow

- statt und ich war eingeladen.




Da stand ich nun, mit Weinführer und Weinglas bewaffnet in einer hohen Halle mit riesigen Lüstern, umgeben von Fachpublikum, das im Gegensatz zu mir, offensichtlich ganz genau wusste, was es dort tat. Zum Glück waren mir von vorangegangenen Weinpräsenationen die Abläufe nicht fremd, so dass ich mich unauffällig unter die fröhlich verkostende Menge mischen und den einen oder anderen Tropfen probieren konnte. Selbstverständlich mit allem Brimborium, das dazugehört: Schwenken des Weines im Glas, tief in's Glas schnuppern und beim Kosten den Schluck im Mund wälzen, etc.

Nur leider kenne ich mich noch nicht einmal ansatzweise mit italienischen Weinen aus. Um diesem Notstand ein Ende zu bereiten, hatte ich mich zu einem der am Verkostungstag angebotenen Seminare angemeldet. Zum Glück musste ich mich nicht alleine den 20 in Reih und Glied wartenden Gläsern stellen. Zu meiner Überraschung und Freude traf ich nämlich nicht nur M. Pleitgen (Weinakademie Berlin) und Martin Zwick (BerlinKitchen) bei der Gambero Rosso Roadshow an, sondern auch Katharina vom Blog Valentinas-Kochbuch, die ebenfalls zum Wein-Seminar angemeldet war. Zudem entdeckte ich Stuart Pigott (sympatischer & exzentrischer Weinautor), den ich bei der Wein hilft-Auktion erstmalig live erlebte...

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Dienstag,19. Januar 2010

*auch ohne Wahl in's Wahllokal

© courtesy of Wahllokal
Vor 2 Jahren traf ich bei der pasta-divina-
Jubiläums-
feier auf eine Dame, die mir bis dahin nur virtuell aus meinem XING-
Netzwerk
bekannt war. Manuela Boeden. Sie und Ihr Geschäftspartner Bertram Dudschus träumten einen gastronomischen Traum und waren dabei, alle Hebel in Bewegung zu setzen, um diesen Realität werden zu lassen.
Und was soll ich sagen, es hat funktioniert. Und wie!

Ende 2009 eröffnete in der Berliner Friedrichstraße (nr. 122) das 'Wahllokal' mit spannenden Konzept - nouvelle Kantine:
Für Früh- und Spätaufsteher gibt es Ganztagesfrühstück. Mittags (12-15 Uhr) flotte Kantine für anspruchsvolle Business-Esser. Geschäftsleute können dank offener Küche beim günstigen Business-Lunch den Köchen auf die Finger schauen oder zusätzliche Probierhäppchen ergattern.
Abends (19-24 Uhr) vollzieht sich die Verwandlung in ein gemütliches Gourmetrestaurant. Dann gibt es Menü à la Carte (auch Einzelgerichte daraus) oder ein Überraschungsmenü zum Festpreis.

Die Speisen und das Wohl der Gäste stehen übrigens zu jeder Tageszeit im Vordergrund. Die Mittagstisch-Abrechnung erfolgt z.B. dank Speicherkarte NACH dem Essen beim Auschecken, so dass nix in Kassenschlangen kalt zu werden braucht...

Hinzu kommt, dass nicht nur bei den Lebensmitteln und deren Zubereitung, sowie beim Service auf höchste Qualität geachtet wird, sondern das gesamte Lokal ökologisch-sinnvoll geplant und mit Naturmaterialien realisiert wurde.
Unverputzte Wände, gerade Linien und viel Blech erzeugen einen industrial chic, der durch das tolle Beleuchtungskonzept, wenige Farbflächen und dezente Designelemente, sowie das warme Holz von Empore und Tischplatten regelrecht behaglich wirkt.

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Dienstag,12. Januar 2010

*TV-Köche fahren Bahn

Robert Etmans und Andreas C. Studer
© multikulinarisch.de
Gestern war ich bei einer für mich besonders spannenden Veranstaltung. Sollte ich dort doch nicht nur virtuellen Bekannten in Persona begegnen, sondern auch eine Reihe aus dem Fernsehen bekannter Sterneköche leibhaftig erleben.

Auf der Pressekonferenz der Deutschen Bahn mit dem Titel 'TV-Köche tischen auf', stellte die Deutsche Bahn ihr kulinarisches Programm für die kommenden 12 Monate zugunsten der Aktion 'Menschen für Menschen' in Zusammenarbeit mit 'Spitzenköche für Afrika' vor.

Die Initiative 'Spitzenköche für Afrika' wurde vom Delikatessengroßhändler Ralf Bos, gemeinsam mit seinen Partnern und Kunden aus der Spitzengastronomie und Hotellerie, sowie Eckart Witzigmann zugunsten von Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe in's Leben gerufen. Auslöser war eine Wette bei 'Wetten dass', dass Gastronomen innerhalb eines Jahres die für den Bau einer Schule in Äthiopien benötigten 250.000 Euro erkochen würden. Die Aktion wurde auch nach Erfüllung der Wette kontinuierlich und erfolgreich fortgeführt.
Ab Februar 2010 erweitert sich der Kreis der unterstützenden gastronomischen Betriebe um einen prominenten Partner - die Deutsche Bahn AG. Mit an Bord sind 12 TV-Köche, welche im monatlichen Turnus jeweils 3 Gerichte für den Speiseplan der DB-Bordrestaurants kreieren. Mit dieser großangelegten Jahresaktion 'TV-Köche tischen auf' unterstützt die Deutsche Bahn das Bildungsprojekt der Stiftung 'Menschen für Menschen', indem pro Mahlzeit 50 cent (ohne Abzüge) gespendet werden. Ziel ist ein Gutschein in Höhe von etwa 250.000 Euro für einen Schulneubau in Äthiopien.

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Freitag, 8. Januar 2010

*Der Knollenmann

Topinambur-Produkte
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Im Herbst hatte ich seit längerem mal wieder Topinambur in die Hände bekommen und zu Topinambur-
suppe mit karamel-
lisiertem Knoblauch
verkocht. Da mir bis zu diesem Zeitpunkt außer Geschmack und Aussehen wenig über diese Knollen bekannt war, hatte ich recherchiert und stieß auf einen Herrn der Knolle: Georg Lindl von Lindl's erlebte Natur - der Topinambur Manufaktur.

Natürlich ist er nicht der Einzige, der Ansehen und Verfügbarkeit von Topinambur in deutschen Landen Aufwind gibt, (gerade ebend habe ich z.B. einen Bauern im Spreewald entdeckt, der online erdfrische Gemüse verkauft), aber bei der Topinambur Manufaktur Lindl dreht sich der ganze Betrieb AUSSCHLIEßLICH um Topinambur, was doch eher ungewöhnlich ist...

Die Manufaktur gibt es seit Herbst 2008. Bewirtschaftet wird der Betrieb von Herrn Lindl und seiner Frau.

Nachdem wir den Traum vom Leben auf dem Land verwirklicht hatten und uns einen Bauernhof mit 4 ha gekauft haben war die Frage, was wir ökologisch und ökonomisch sinnvoll machen können.
Da ich Umweltpädagoge und Landschaftsarchitekt bin, habe ich eine ganze Menge Ideen was nicht geht und was wir nicht wollen, außerdem haben wir uns gesagt, dass es auf 700 m Höhe im Allgäu auch noch was anderes als Milchviehhaltung geben muss.
Unser Ziel ist es, alles was es aus Topinambur gibt (und was uns sinnvoll erscheint, denn es gibt auch viel Mist) anzubieten.


Das Topinambur stammt aus kontrolliert biologischem Anbau. Die Produktpalette reicht von frischen Topinamburknollen und Pflanzknollen über Topinambur-Würfel, -Flocken, -Saftpulver, -Granulat, -Toffees, -Kautabletten, -Sirup, -Schnaps, -Likör bis hin zu Topinamburmehl. Auch Heimtiernahrung ist im Angebot...

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Montag, 4. Januar 2010

*Leinsamenbrot

Leinsamenbrot
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Bereits im letzten Jahr gebacken, möchte ich das im
2. Anlauf gelungene Leinsamenbrot aus Petras Brotkasten gern noch vorstellen.

Beim ersten Versuch hatte ich mich an das Originalrezept mit recht langen Gehzeiten gehalten. Als Brotback-Novize war mir nicht bewusst, dass die Gehzeiten mit am Vortag angesetztem, zimmerwarmen Sauerteig wesentlich kürzer sein müssen.
Nachdem also meine Brotback-Tutorin Küchenlatein für mein erstes Leinsamenbrot 'Tod durch zu langes Gehen' diagnostizierte, habe ich mich beim 2. Versuch etwas an den Gehzeiten des Jagstaler Bierbrotes orientiert. Wegen der größeren Teigmenge (durch die Leinsaat) brauchte der Teig zwar länger, als beim Bierbrot, aber lange nicht so lange, wie im Originalrezept angegeben. Ich gebe deshalb die in meinem Fall verwendeten Zeiten an.

Im Unterschied zum ersten Brot, dass zwar flach, aber wunderbar herzhaft war, gefiel mir das Zweite im Geschmack nicht ganz so gut. Dieses Mal hatte ich Molke statt Buttermilch verwendet. Würde ich demzufolge nicht nochmal so machen...

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