Donnerstag, 2. September 2010

*Rote-Bete-Aufstrich

Rote-Bete-Aufstrich
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Beim Berliner Food-Blogger-Treffen hatte jeder nach Möglichkeit was Feines mitgebracht. Ich war zeitlich ziemlich unter Druck und überlegte, was ich auf die Schnelle Leckeres zaubern könnte. Zum Glück fiel mir ein ungesund-pink-aussehender Brotaufstrich ein, den seinerzeit mal eine Freundin zu einem Potluck beigesteuert hatte. Dieser war so köstlich und zugleich umwerfend einfach, dass ich mir das Rezept geben lassen hatte. Dieses schmorte jahrelang in meinem Rezeptordner und war hocherfreut, für das Honigpicknick erkoren worden zu sein.

Der süsslich-scharfe Geschmack passte, genau wie alle anderen Mitbringsel optisch und geschmacklich zum Thema Berliner Honig (Gastgeber) und mundete (trotz Knoblauchlastigkeit) so ziemlich Allen.

Ich schäme mich fast, das Rezept so wieder zu geben, wie es ist, da eines Foodblogers geradezu unwürdig:
Rote Bete aus dem Glas (1), gesalzene Erdnüsse aus der Dose (1) und 4EL nicht-selbst-gemachte Mayonaise (da wir sonst nie welche essen). Dazu jede Menge Knoblauch (1-5 Zehen nach Geschmack). Das alles klein geschnitten und püriert. Das war es auch schon.

Bevor Ihr Steine werft, flüchte ich für paar Tage in die Berge. Bin dringend urlaubsreif! Damit ihr mich aber nicht zu sehr vermisst, wird gelegentlich ein vorgeschriebener Artikel gepostet. Kommentare kann ich aber erst ab Mitte September wieder beantworten. Bis dahin, Berg heil!

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Montag,30. August 2010

*Berliner Foodblogger-Picknick

berlinerHonig
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Bei meinem ersten Besuch bei Annette und Jemi, den Akteueren der Berliner Bärengold GmbH, hatten wir nicht nur deren Berliner Honig gekostet, sondern auch über Möglichkeiten gesprochen, wie sie ihr schmack-
haftes Produkt bekannter machen könnten.
Annette und Jemi, beide social-media-affin und Netzwerker strotzen vor guten Ideen. So entwickelte sich der Plan, die Berliner Foodszene (zum einen durch mein Netzwerk und Blogartikel), zum anderen aber durch persönliche Begegnung über das flüssige Gold von der Spree in Kenntniss zu setzen. Bei der hohen Konzentration Food-Blogger in Berlin, war ein get-together sowieso schon lange überfällig und der Entschluss, diese zu einem Honig-Picknick zu laden, schnell gefasst....

Samstag war der für das BerlinerHonig-Picknick anvisierte Termin. Im Vorfeld hatten die meisten angeschriebenen Foodies lebhaftes Interesse bekundet, aber aus verschiedenen Gründen dann teilweise doch absagen müssen. Auch das Wetter spielte leider nicht so mit, wie es für ein Sommer-Picknick angebracht gewesen wäre, sondern bescherte einen Wechsel aus Sonne, Wind und Regen.
Zum Glück stellten die Wetter-Kapriolen aber kein k.o.-Kriterium für unser Picknick dar. Jemi und Annette luden kurzerhand in ihren großen, hellen Büroraum, wo sie für uns eine schöne Tafel aufgebaut hatten. Neben BerlinerHonig in 2 Variationen erwarteten uns Schlemmereien in Form diverser Käse, Schinken und Obst, dazu Weißbrot, Begrüßungs-Sekt, Honig-Limetten-Limonade und erfrischender Weißwein.

Berliner Foodblogger-Picknick
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Ergänzt um die mitgebrachten Köstlichkeiten, als da waren selbst gebackenes Brot, Pflaumen-Tarte, Bienenstich und mein Rote-Bete-Aufstrich, hatten wir einen wunderbar reich gedeckten Tisch an welchem Platz nahmen:

- Annette und Jemi (BerlinerHonig)
- MrRios nebst Dame von ährelich gesagt
- Karin von Genießerzeit
- Suzie von FoodieinBerlin
- Anne alias Kekstester
- und ich

Virtuell kenne ich ja allerhand Leute, aber diese dann persönlich zu treffen ist jedes Mal auf's Neue spannend und erfrischend! Wir verkosteten Honig mit Brot, Honig mit Brot und Butter, Honig mit Käse, Honig mit Schinken und Honig mit Apfel. Alles toll!

Annette und Jemi hatten neben aufschlussreichen Infos zum Thema Bienenhaltung, Honig-Produktion und Bienen im Allgemeinen, ein Mini-Bienenvolk zur Ansicht mitgebracht. Es war interessant, die Tiere (sicher hinter Glas) auf ihrer Honigwabe herumwuseln zu sehen, die Königin mittendrin... Vielen Dank Euch Beiden für Eure liebe Gastfreundschaft und Mühe!

Berliner Foodblogger-Picknick
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Die Zeit verging wie im Flug und wir sind schon auf's Neue verabredet. Wenn es klappt treffen wir uns regelmäßig, reihum bei wechselnden Gastgebern. Hoffentlich können dann auch die anderen Berliner Food- und Genuss-Blogger mit von der Partie sein. Ich freu mich drauf!

Übrigens, kommt berlinerHonig jetzt auch im Bundespräsidialamt auf den Teller. Freut mich, wenn ich dazu ein klein wenig beitragen konnte! Wer berliner Honig noch nicht kennt, möge hier nachlesen, kann aber auch direkt im Shop stöbern und bestellen....

weitere Fotos (Facebook)
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Freitag,27. August 2010

*Eingerührt: Darf ich vorstellen, TVINO

Vorhang auf für eines der innovativsten und unterhaltsamsten Videoformate zum Thema Wein. Stephanie Döring, gute Seele hinter den Kulissen von TVINO erzählt, was es damit auf sich hat:

...........................

zur Einstimmung:

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Wein ist das spannendste, vielseitigste und faszinierendste Getränk der Welt. Gar nicht spannend jedoch ist die Art und Weise, wie gerne mit dem Thema Wein umgegangen wird. Da habt ihr die Wahl zwischen albern-folkloristisch, belehrend-wichtig und quasi-wissenschaftlich. In jedem Fall geht es stets ziemlich bierernst zu. Und total uninspiriert. Doch das muss nicht sein!

Seit August 2009 zeigen wir mit unserem Internetportal TVINO.de, wie es bei Wein auch abgehen kann. Nämlich unkonventionell, absolut locker und obendrein humorvoll-unterhaltsam. Und das, ohne auf Qualität und Anspruch zu verzichten. Auf TVINO.de präsentieren wir alle Facetten der Weinwelt in packenden Videos – hautnah, lebendig und schnörkellos.

Wir befreien Wein von der Aura des Unnahbaren und machen ihn für jeden begreifbar. Einsteiger, Liebhaber, Profis... mit TVINO.de sprechen wir alle an und verzichten dabei konsequent auf jede Art von Belehrung. Aber wir verschweigen auch nicht, was sich wirklich lohnt, ins Glas zu gießen. Denn Wein soll Spaß bringen und nichts anderes.

Auf TVINO.de servieren wir die ganze Weinwelt, unplugged, authentisch, firlefanzlos. Das ist unser Verständnis von intelligentem Vinotainment, einem Begriff, den wir mit TVINO.de maßgeblich geprägt haben. Weinlegenden, Entdeckungen, Geheimtipps... kein Wein ist vor uns sicher. Regelmäßig holen wir zudem illustre Gäste vor die TVINO-Kamera, die keinesfalls nur aus der Weinszene kommen. Da hat sich schon mancher als Weingenießer geoutet, von dem man dies kaum gedacht hätte.

Tvino Logo 176x62Damit auch unsere Zuschauer etwas von unseren Verkostungen haben, beschränken wir uns bei TVINO.de nicht auf die Präsentation der Weine. Über den eingebundenen innovativen Webshop können sie gleich bequem und schnell nach Hause geordert werden. Diese hochpraktische Möglichkeit hat uns den Preis „Onlineshop des Jahres 2009“ eingebracht und an die Spitze der Trendsetter-Weinseiten im weltweiten Netz katapultiert. Obendrein erfreut sich unser Portal einer ständig wachsenden Fangemeinde, die sich auf www.tvino.de und auf www.facebook.com/tvino.de tummelt. Come and join!


Meine 3 Lieblings-Videos sind:
  • Ein Jahr TVINO mit Stragast Smudo
  • Stoppt die Hochmoselbrücke
  • Start der Robert Lembke Triologie

zu den Lieblingsvideos

Und falls ihr vorab auf Neues von TVINO.de neugierig seid, abonniert am besten den wöchentlichen kostenlosen Newsletter. Das schadet in keinem Fall, denn über ihn kommt ihr sogar in den Genuss spezieller Angebote und Sonderpreise, die es nur exklusiv für Newsletter-Abonnenten gibt – und die nicht auf TVINO.de zu finden sind!

Newsletter-Anmeldung.


Viel echten Weinspaß auf TVINO.de wünscht euch
Stephanie Döring

PS: Und hier gibt es mehr Infos
zu Hendrik Thoma.
sowie einen Blick hinter die Kulissen
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Dienstag,24. August 2010

*Brombeergulasch

Garten-Koch-EventBeim Garten-Kochevent war in diesem Monat nach Rezepten mit Brombeeren verlangt worden. Zum Glück hatte ich vor Anbruch der Regenzeit schon Brombeeren gepflückt und eingefroren. Während die Früchtchen am Strauch wunderbar schwarz glänzten, waren sie auf den 2. Blick doch noch leicht rotstichig und entsprechend säuerlich. Die perfekte Einlage für meinen geplanten Brombeergulasch...

Ich habe mir angewöhnt, Rindergulasch fruchtig mit Tamarindenmark abzuschmecken. Diesmal wurde die säuerliche Fruchtnote stattdessen durch Brombeeren beigesteuert. Sehr lecker auch in Kombination mit den kleinen Pfefferkörnern.

Warum ich Spiralnudeln zu Gulasch liebe, weiß ich selber nicht mehr so genau. Könnte sein, dass wir das zu Hause ab und an so gegessen hatten, oder ist doch die Schulspeisung schuld???

Zutaten:

700g Rindergulasch
Brombeeren (etwa 3 Hände voll)
etwas Rotwein
1 Zwiebel
1 Lorbeerblatt
1 TL Senf
1 TL Tomatenmark
2 TL Honig (z.B. Berliner Honig)
etwas Sahne
1 TL kleine schwarze Pfefferkörner
2 Pimentkörner
1 Zweig Zitronenverbene
Salz
Öl (z.B. Rapsöl)
500 g Spiralnudeln

Brombeergulasch
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Zubereitung:

Etwas Öl in einen zum Anbrate geeigneten Topf geben, die Zwiebel in Ringe schneiden und im Öl anbraten. Rindfleischwürfel, schwarzen Pfeffer (ganz), die Pimentkörner, sowie das Lorbeerblatt zugeben und kräftig anbraten. Wenn das Fleisch etwas Farbe bekommt und bevor der angebrutzelte Bodensatz zu dunkel wird, mit Rotwein ablöschen und etwas mit Wasser auffüllen. Das Fleisch sollte weitestgehend von Flüssigkeit bedeckt sein. Jetzt salzen, Senf, Tomatenmark und 1 Hand voll Brombeeren zugeben.
Das Ganze köcheln lassen bis der neue Herd kommt. Oh sorry! Das war nur bei uns der Fall. Ich habe den Gulasch mit Kochplatte angefangen und mit Ceran fertig gestellt. Ansonsten halt bei niedriger Stufe kochen, bis das Fleisch zart wird.

Kurz vor Ende der Garzeit die Nudeln aufsetzen und den Zweig Zitronenverbene, sowie die restlichen Brombeeren (ggf. paar für Deko zurückbehalten) zum Gulasch geben. Mit 1 bis 2 TL Honig und dem Schluck Sahne (optional) am Ende nach Gusto fein-tunen. Vor dem Servieren den Zitronenverbene-Zweig (und falls auffindbar) die beiden Pimentkörner entfernen. Mit den restlichen Brombeeren dekorieren...

Brombeergulasch
Brombeergulasch
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Freitag,20. August 2010

*Mundraub

courtesy of Mundraub.org
Der Link geisterte bereits mehrfach durch's Web. Ich finde die Idee von mundraub.org wunderbar und möchte es - passend zur Obstsaison - deshalb hier ebenfalls kurz vorstellen.

mundraub.org ist eine Initiative, um vorhandene Nahrungsmittelressourcen besser zu nutzen. Warum weit gereistes Obst im Supermarkt kaufen, wenn es zwei Straßen weiter unbeachtet an den Bäumen hängt? In ganz Deutschland gibt es irre viele Streuobstwiesen, Obstbaumalleen oder - wie bei uns - mit Obstbäumen bepflanzte Siedlungen. Häufig handelt es sich dabei sogar um alte, wertvolle Sorten. Diese Früchte nicht mehr Vergessen und Verrottung preis zu geben ist Ziel der Initiative mundraub.org.

Unter dem Motto 'Freies Obst für Freie Bürger' können Personen, denen Standorte von frei verfügbarem Obst oder Beeren bekannt sind (bitte nicht Nachbars Garten!), den genauen Standort via GoogleMaps in die mundraub-Karte eintragen. Dazu ein paar beschreibende Worte, um welches Obst es sich handelt und wie es zu finden ist, AGBs akzeptieren und fertig...
Im Selbstversuch ebend bin ich über Obstsorten Numero eins und zwei nicht hinaus gekommen. Server-Fehler. Das kann schon mal passieren, vor allem wenn man von schnellem Wachstum und Riesen-Zuspruch überrascht und regelrecht überrollt wird.

Beim Blick auf die Obstkarte bietet sich schon jetzt - im ersten Jahr des Projektes - ein Meer aus bunten Fähnchen. Jede Farbe (mit passendem Symbol) steht für eine der Obst-, Beeren-, Nuss- bzw. Kräutersorten. Im Menü rechts kann man sich wahlweise die Standorte für Kräuter, Nüsse, Obst und Beeren anzeigen lassen. Zudem gibt es einen Liste für Akteure. Dort werden Einrichtungen angezeigt, die mit derlei natürlichen Ressourcen arbeiten und sich über einen (unterstützenden) Besuch freuen.

Quelle: Screenshot Mundraub.org


Neben der Erfassung (und Bekanntmachung) von herrenlosem Obst wird auch angestrebt, Obst aus ungenutzen Gärten pflücken zu dürfen. Hierfür bemühen sich Mitarbeiter und Helfer um die Freigabe durch die privaten Eigentümer.
Übrigens beschränkt sich mundraub.org nicht auf Deutschland. Theoretisch könnten dank Weltkarte auch Obstbäume im Kaukasus oder in Südafrika eingetragen werden. In Finnland habe ich bereits ein Fähnchen gesichtet...

Auch sieht es so aus, als wären die gesetzten Positions-Fähnchen von Jedermann frei verschiebbar. So habe ich vorhin beim Schieben der Karte aus Versehen ein Fähnchen verrückt. Hoffe, dass sich dort nun keine Pflück-Odysee-Dramen anbahnen. Man stelle sich vor, das Fähnchen ist jetzt vielleicht mitten in einem Industriegebiet o.ä. gelandet...
Einen minimalen Verbesserungsvorschlag hätte ich zudem noch: Gibt es an ein-und-demselben Standort mehrere Obstsorten, ist es etwas lästig, diese einzeln eintragen zu müssen. Vielleicht könnte man eine Mehrfachauswahl für das Obstsortenformular einrichten.

mundraub.org lebt von privatem Engegement. Alle Aktiven sind ehrenamtlich tätig und verdienen unseren Respekt und auch Unterstützung. Helft mit, mundraub.org zu einem Erfolg werden zu lassen. Das Mitmach-Potential erschöpft sich nicht beim Obstbaumfund-Eintragen. Es gibt eine Reihe weiterer Möglichkeiten, das Projekt praktisch zu unterstützen.

Der WDR hat sich in der Sendung 'Freies Obst für Freie Bürger' gestern mit einer Familie auf den Weg gemacht, um via mundraub.org herrenlose Obsschätze in ihrer Umgebung zu bergen. Dank großen Medieninteresses ist mundraub.org und Mundraub-Obst quasi in aller Munde. Weiter so!

Zusammenfassung:

Website: mundraub.org
Blog: Mundraub-Blog
Service:
  • übersichtliche (kategorisierte) Auflistung verschiedener herrenloser Frucht-, Beeren-, Nuss- und Kräuterstandorte via Maps

Plus: einfache Handhabung; keine Anmeldung erforderlich
Minus: für ein-und-denselben Standort können keine gesammelten Einträge (mehrere Obssorten auf einmal) erfolgen


mundraub auf Facebook

Donnerstag,19. August 2010

*Blechreiz

© multikulinarisch[es]
'Red kein Blech', ist ein in die Jahre gekommener Spruch und bedeutet soviel wie 'Erzähl keinen Quatsch'. Wenn dieser Tage aber alle Nase lang die Rede vom Blech ist, ist dies ganz und gar kein Quatsch sondern köstliche Mundpropaganda...

Ein an anderer Stelle verschmähtes Zucchini-vom-Blech-Rezept hat nämlich erfolgreich die Blog-Charts gestürmt (z.B. hier, hier, hier und hier) und durchweg gute Noten bekommen. Auch ich bin dem Blechreiz vergangene Woche erlegen und kann nur sagen, es lohnt sich!


Zutaten (für 2- 4 Personen):

3-4 Zucchini oder 1 Riesen-Zucchini
Salz
Pfeffer
Oregano,
Thymian,
Zitronenthymian,
Bohnenkraut,
Rosmarin
1 Knoblauchzehe
Parmesan
Sahne
Butterflöckchen


Zubereitung:

Die Kräuter (möglichst frisch aus dem Garten) abspülen, Blätter abzupfen, Rosmarinnadeln zerkleinern und vermengen.
Zucchini (wenn keine eigene Ernte oder kein Bio) waschen und schälen. Kleinere Exemplare in dünne Scheiben schneiden. Riesen-Zucchini längs halbieren, Kerne entfernen und dann in dünne Scheiben schneiden. Die Scheiben ziegelartig (überlappend) auf ein gebuttertes Backblech schichten. Salzen, pfeffern und Kräuter darüber streuen.
Die Knoblauchzehe fein würfeln und ebenfalls über die Zucchini streuseln. Zum Schluss wenig Sahne angießen und etwas Parmesan (oder Sbrinz oder Greyerzerkäse wie bei lamiacucina) reiben und diesen auf den Zucchinischeiben verteilen. Dann einige Butterflöckchen aufsetzen und das Blech bei 200°C ca. 40 Minuten in den Ofen geben, bis der Käse zerläuft und einen bräunlichen Farbton annimmt. Die Zucchini sind dann durchgegart und eine köstliche Symbiose mit den Kräutern eingegangen.

Das ganze als Beilage oder als Hauptgericht servieren. Bei uns gab es Pellkartoffeln dazu. Da die Zucchini recht würzig waren (habe wohl zuviel Kräuter gepflückt), harmonierten Sie vortrefflich mit den neutralen Kartoffeln. Ich habe ein halbes Blech verdrückt. Naja, nicht das Blech. Ihr wisst schon...
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Montag,16. August 2010

*Kochen für Menschen mit Demenz

Kochen für Menschen mit Demenz
© courtesy of J.Rebbe
Es lag schon lange auf meinem Schreibtisch. Harter Tobak. Wurde deshalb immer wieder von schnelleren, bunteren, leichter abzuhandelnden Themen überholt... Das Buch 'Kochen für Menschen mit Demenz'.

Neulich hatte ich den kulinarischen Horizont der aufstrebenden Intelligenz beleuchtet. Heute nun Betrachtungen zur kulinarischen Erlebniswelt für Menschen mit abnehmenden geistigen Kräften...

Alters- oder krankheitsbedingte Demenz ist ein Thema, welchem Betroffene und Pflegende häufig ratlos gegenüber stehen.
Um zumindest im Bereich Essen und Trinken Hilfestellung zu leisten, wurde dieses Buch geschrieben. Das Büchlein 'Kochen für Menschen mit Demenz' erschien als Paperback im Selbstverlag. Die Autoren sind Claudia Menebröcker, Expertin für geriatrische Ernährungstherapie und Jörn Rebbe, diätetisch geschulter Koch. Sie vermitteln Einblicke, Ratschläge und Rezeptvorschläge, um diese schwierige Lebenssituation für alle Beteiligten zu erleichtern.

Im ersten Teil des Buches werden bei Demenzkranken häufig beobachtete organische und psychische Einschränkungen beschrieben. Thema sind unter Anderem Probleme wie:
  • veränderte Wahrnehmung (Geschmack und Lebenswelt)
  • gestörte Appetitregulation
  • erhöhter Energiebedarf
  • Schluckstörungen
  • Verlust erlernter Fertigkeiten
Dazu gibt es im Buch Vorschläge, wie Abläufe rund um die Nahrungsaufnahme, sowie die Mahlzeiten selbst stressfreier und für den Demenzkranken angenehmer gestaltet werden können. Es wird erörtert, wie - mit oftmals erstaunlich einfachen Mitteln - die verschiedenen Sinne angeregt und diverse Einschränkungen überwunden werden können.

Weiterhin werden Ess- und Trinkhilfen von WGP Produktdesign vorgestellt. Das weitestgehend normal aussehende Geschirr und Besteck bietet dank geringfügiger Modifikationen ein hohes Maß an Selbständigkeit und Normalität für den Patienten.

Im Rezeptteil des Buches 'Kochen für Menschen mit Demenz' werden vielfältige herzhafte Gerichte und Dessert vorgestellt, die auf die Bedürfnisse des Pflegebedürftigen zugeschnitten, aber trotzdem visuell und geschmacklich ansprechend sind. Zum Beispiel muss die - je nach Einschränkung oftmals unerlässliche - Pürierung des Essens nicht zwangsläufig in hässlichem Einheitsbrei auf dem Teller resultieren. Dank natürlicher Farbstoffe, formgebender Elemente und Geliermittel kann Sauerbraten als Mousse, Fisch als Klösschen und Hähnchen als Timbale das Auge erfreuen und den Gaumen kitzeln.

Die Rezepte sind in folgende Bereiche eingeteilt:
  • Zwischendurch und unterwegs (Kuchen, Snacks und Mixgetränke)
  • Alles aus einem Topf (Suppen und Eintöpfe)
  • Pikante Klassiker (Fisch, Fleisch und Beilagen)
  • Süße Sattmacher und
  • Feine Desserts
Außerdem wird mittels Symbolen verdeutlicht, welche Gerichte bei Schluckstörungen geeignet sind und welche ohne Besteck essbar sind.

Und zwischendurch immer wieder berührende Momentaufnahmen - Portraits von demenzkranken Menschen, mit liebevollen Gedanken und Beobachtungen unterlegt...

Dieses einfühlsame Koch- und Ratgeberbuch wurde 2009 mit dem Gourmand World Cookbook Award in der Kategorie "Ernährung und Gesundheit" ausgezeichnet.

Suchen : Kochen für Menschen mit Demenz
Kochen für Menschen mit Demenz
von: Claudia Menebröcker Claudia Menebröcker, Jörn Rebbe Jörn Rebbe, Annette Gross Annette Gross
Januar 12, 2010
 

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Donnerstag,12. August 2010

*kulinarische Balkonbewohner

Man soll ja mit gutem Beispiel voran gehen. Deshalb tue ich das jetzt mal und nehme als Erste (und hoffentlich nicht Einzige) an meinem Blogevent Kräuter-Peepshow teil.
Ich hatte darum gebeten, dass Food-Blogger in einem Blogbeitrag ihre essbaren Balkon- Fensterbank- bzw. Gartenbewohner vorstellen und Rezepte verlinken, die sie irgendwann mal mit den gleichnamigen Kräutern, Früchtchen und Stauden gekocht, für gut befunden und verbloggt hatten .

Ziel des Aufrufes ist es, eine leicht auffindbare, spannende und umfangreiche Übersicht samt Rezeptsammlung zu üblichen und unüblichen Balkonbewohnern zusammen zu stellen. Also kramt doch bitte nochmal auf Euren Balkonen, in Gedächtnissen und Blogs...


Meine derzeitigen Balkonbewohner samt (ehemals) gekochter Rezepte sind:

*SalbeiSalbei

Nudeln mit Salbei, Tomate und Suchtpotential

*ThymianThymian

Entenbrust plus rote Johannisbeersoße mit Pfifferlingen u. Thymiankartoffeln
Schmorgurken süß-sauer mit Schwarzaugenbohnen
Forelle mit Thymian und Zitrone


*ZitronenthymianZitron.thymian

nix im Blog

*MinzeMinze

Huhn mit Minze
Großer Gelber und kleine Grüne (Chicoree meets Erbse)
beschwipster Couscous mit Erbsen und Johannisbeeren

*RosmarinRosmarin

regelmäßig in des Mittagskochers Nudelsoßen, aber nix im Blog

*LavendelLavendel

mal mit Möhrengemüse gekocht, aber nicht verbloggt

*ZitronenmelisseZitronenmelisse

Großer Gelber und kleine Grüne (Chicoree meets Erbse)

*ZitronenverbeneZitronenverbene

noch nie verwendet

*LiebstöckelLiebstöckel

oft im Quark mit Liebstöckel, Pistazien, Zwiebel u. Leinöl a la Mittagskocher (noch nicht verbloggt)

*YsopYsop

scharfe, schnelle Nudeln mit Ysop

Da gibt es eindeutig Nachholebedarf in Punkto Rosmarin, Lavendel, Zitronenthymian, Zitronenverbene und Liebstöckel... Auch die Anderen sollten öfter in Topf und Pfanne landen... Vielleicht nach Euren Rezepten? Ich lass mich überraschen!
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Freitag, 6. August 2010

*Wer mag C. Rach? Hände hoch!

Ich mag ihn. Den Herrn Rach.

Als ich vorhin bei Twitter verlautbaren ließ, dass ich den Herrn Rach ganz gern mag, weil er gut mit anderen Menschen umzugehen weiß und Vorfreude auf sein neues Sendeformat äußerte, erntete ich virtuelles Stirnrunzeln von 2 meiner Blogger-Kolleginnen. Sie stimmten offensichtlich mit meinen Sympathiebekundungen nicht überein.

Auf meine interessierte Frage warum denn nicht, war die eine Antwort zu lang für 140 Zeichen und die andere multimedial.
Besagte Dame (Namen und Link lasse ich lieber weg) schickte einen Link zu einer Persiflage auf meinen Lieblings-TV-Koch. Die fand selbst ich (obwohl ich den Herrn Rach ja mag, aber das sagte ich bereits) so witzig, dass ich sie gern hier zum Besten geben möchte. Quelle war 'Switch Reloaded' Staffel 4, Folge 9 vom 27.07.2010. Falls jemand keinen Spaß verträgt, bitte Video überspringen...



Nochmal tief Luft holen und nicht vergessen. Ich mag ihn. Den Herrn Rach (den Echten). Ganz ehrlich.

Im neuen Sendeformat geht es ab Herbst übrigens um junges Gemüse. Herr Rach hat sich vorgenommen, in einem Ausbildungsrestaurant , chaotischen Rübchen nicht die selbigen abzuhacken, sondern unter Anderem das Schnippeln Solcher beizubringen. Man darf gespannt sein. Ich freu mich drauf. Wirklich! Wie ich schon sagte. Ich mag ihn. Den Herrn Rach.
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Mittwoch, 4. August 2010

*call-to-action: Kräuter-Peepshow

Salbei
© multikulinarisch[es]
Der Kräuteranbau auf unserem Balkon ging 2010 in's dritte Jahr. (siehe Balkonkräuter vom letzten Jahr). Eine Reihe Kräuter begleiteten uns von Beginn an, Einige wurden ausgemustert und Neue sollten dazu kommen.
Allerdings ließen sich nicht alle hochfliegenden Pläne realisieren. So gibt es auch in diesem Jahr keine Gartenkresse und Portulak (Aussaatzeitpunkt verpasst) und leider auch keinen französichen Estragon (konnte ich nicht auftreiben). Auch mit Basilikum sieht es diesen Sommer trübe aus. Der hat die Aussaatschale nicht überlebt. Genauso wie Zitronengras, aber da bin ich's ja gewohnt...

Oregano, Borretsch und Pimpinelle wurden dieses Jahr ausgemustert. Oregano gehört nicht zu meinen Favoriten (und ich habe noch Trocken-Vorrat), Borretsch, ist wegen der langen Wurzel für Topf-Haltung schlecht geeignet und mit Pimpinelle wusste ich koch-technisch nix anzufangen.

Zitronenmelisse
© multikulinarisch[es]
Dafür habe ich aber endlich mal Erfolg mit Zitronenmelisse (dank Riesen-Kübel), die sonst regelmäßig vor sich hin mickerte. Yeah! Auch Minze, Lavendel, Salbei, Thymian, Zitronenthymian, Ysop und Liebstöckel gedeihen mehr oder weniger gut. Im Großen und Ganzen bin ich mit meinem Kräutergarten auf dem Balkon jedenfalls sehr zufrieden. Nur was mache ich jetzt mit all der kulinarischen Pracht????

Neulich, als mich die Zitronenmelisse zu überwuchern drohte, fragte ich per Twitter nach Rezeptideen und wurde prompt von Ulrike (Küchenlatein) mit einem Rezept für Zitronennudeln mit Zitronenmelisse versorgt. Bei Zitronen-Verbene wäre ich übrigens genauso ratlos, wäre nicht gerade gestern ein Rezept mit Zitronenverbene gebloggt worden...

Um diesem saisonalen Rezept-Notstand, der ggf. nicht nur mich persönlich betrifft, abzuhelfen, möchte ich gern einen Fundus an Rezeptideen zu gängigen, aber auch ungewöhnlichen Kräutern und sonstigen Balkon-Bewohnern (Chilis, etc.) zusammen stellen. Deshalb meine Bitte an die Blogger:

Führt doch - wenn Ihr mögt - bei Gelegenheit Eure genießbaren Balkon- , Fensterbank- oder Beet-Bewohner mal vor. Welche (selbst schon ausprobierten und verbloggten) Rezepte könnt Ihr in diesem Zusammenhang empfehlen? (bitte Links der jeweiligen Pflanze zuordnen; bei der Rezeptauswahl nicht so viel wie möglich, sondern so spannend und passend wie möglich...).

[Ergänzung 13.08.2010] Mitmachen können alle, die Küchenzutaten selber anbauen. EGAL ob auf dem Balkon, auf der Fensterbank oder im Garten. Schreibt einfach dazu, wo bei Euch die Zutaten gedeihen. Wählt bitte die Pflanzen aus, die vom Platzbedarf auch auf einem Balkon gewisse Chancen hätten. Obstbäume und Riesenkürbisse sind damit tabu... ;-) Es spielt auch keine Rolle, ob die Pflanzen in der Gärtnerei vorgezogen wurden oder von Euch in mühsamer Kleinarbeit aus Samen aufgepäppelt wurden.

Bitte informiert mich (per e-mail, Trackback oder hier in den Kommentaren) über Euren Beitrag. Ich werde dann die Infos sammeln und eine Übersicht zu unser aller Kräutern und Nutzpflanzen mit den Links zu Euren Blogeinträgen und zugehörigen Rezepten zusammen stellen.

Ein kleines Banner zum Mitnehmen gibt es auch:



Ich würde mich freuen, wenn das eine oder andere Rezept zusammen kommt und ich künftig weiß, wo ich nachschauen kann, wenn ich mal schnell ein bewährtes Rezept für Portulak, Chipotel, etc. benötige. Außerdem bin ich extrem neugierig, was auf Euren Balkonen und Beeten Essbares wächst... ;-)

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