Thursday,26. January 2012

*... aber den Appetit nicht verloren (Teil 2)

Protestsuppe
Protestsuppe
© courtesy of Markthalle IX
Hatte ich gestern beim 'Wir haben es satt!'- Demo-Rückblick erwähnt, dass es zum Aufwärmen Protestsuppe gab und dass Rapunzel Schokolade und Nüsse verschenkt hat?

Nein? Also, für die Protestsuppe wurde ausschließlich Gemüse verwendet, das nach geschriebenen und ungeschriebenen Normen vernichtet worden wären, aber 100% genusstauglich war.
Eine fröhliche Crew von Freiwilligen hat am Vorabend der Demo in der Markthalle IX unter Anleitung von Demo-Koch Wam Kat und musikalisch beflügelt von DJ decent und DJ Fog Puma knubbeliges und krummes Gemüse geschnippelt was das Zeug hält.
Leider war bei der Demo die Genehmigung für eine lange Tafel zum gemeinsam Essen verweigert worden. So wurde die Protestsuppe denn dezentral an verschiedenen Ständen ausgeteilt und wärmte ordentlich auf.

Erwähnenswert ist noch, dass unter den 'Wir haben es satt!'-Demonstranten eine große Anzahl Bäuerinnen und Bauern waren, denen die deutsche und EU-Agrarpolitik ebenfalls mächtig stinkt....
Soviel als kurzer Nachtrag zur Demo selbst.


Wie angekündigt, habe ich mir Gedanken gemacht, welche im Alltag gut umzusetzende Ratschläge ich uns geben kann, um als Verbraucher die industrielle Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion nicht zu unterstützen.
Einiges hängt vom Geldbeutel ab, Anderes ist durchaus mit kleinem Einkommen machbar. Es sind lediglich Vorschläge, die zum Nachdenken, bewussterem Einkaufen und eigenen Ideen anregen sollen.

Lasst mich bitte auch Eure Ideen und Vorschläge aus Verbrauchersicht wissen.

keine vorbearbeiteten Lebensmittel konsumieren

Fertiggerichte und anderweitig verarbeitete Lebensmittel enthalten meist Eier aus Käfighaltung, in den USA neuerdings auch Zellulose (!) als Ballaststoff, massig Zucker und reihenweise Es, die darin nichts zu suchen haben. Am gesündesten (oft genau so schnell) und wohlschmeckendsten ist selbst Gemachtes (Mittagessen, Marmeladen, etc.).

sofern erreichbar, Fleisch lieber beim Metzger kaufen

Das Fleisch beim Metzger stammt nicht zwangsläufig aus artgerechter Haltung, aber kann zumindest bis zum Hersteller zurückverfolgt werden. Es stammt in der Regel auch nicht aus den Konzernen, die Supermärkte und Discounter beliefern, erhält also kleinere Höfe und den Handwerksberuf. Idealerweise kommt das Fleisch von einem kleinen Schlachthof, die ebenfalls in ihrer Existenz bedroht sind.

je nach Geldbeutel regelmäßig oder gelegentlich auf dem Markt bzw. im Hofladen einkaufen

Das macht nicht nur Riesen-Spaß, sondern man kauft ehrliche Produkte zu ehrlichen Preisen und unterstützt die Bauern und Produzenten aus der Region, die auf dem Markt ihre Ware anbieten.

saisonal und regional kaufen

Wer nicht auf dem Markt einkaufen kann, der kann auch im Supermarkt weise Entscheidungen treffen. Obst und Gemüse, die gerade Saison haben (und damit die besten Wachstumsbedingungen versus unter Plastikplanen bei Kunstlicht) den weit gereisten Produkten vorziehen. Probieren Sie Gemüse aus, die gerade wieder aus der Versenkung auftauchen und tragen damit zu wachsender Nachfrage nach eben diesen vergessenen Sorten bei.

Essensreste einfrieren statt entsorgen

Wenn nach dem Kochen etwas übrig bleibt, am nächsten Tag als Resteessen (ggf. mit anderen Zutaten kombinieren) verspeisen oder einfrieren. Bei Ebbe in der Vorratskammer oder im Portemonaie freut man sich über derartige TK-Fundstücke umso mehr...

unpopuläre Fleischschnitte, Knochen und unzerteiltes Geflügel kaufen

Wenn nicht mehr nur Hühnerbrust und Filetstücke gefragt werden, sondern Tiere vollständig (samt Innereien) verwertet werden können, ist in ethischer und kulinarischer Hinsicht viel gewonnen. Außerdem werden dann ein paar weniger Fleischreste nach Afrika verschifft, die Welthunger nicht stillen sondern anfeuern (s.o.)...
Außerdem lassen sich aus den Knochen und anderweitig nicht benötigten Fleischabschnitten Fonds kochen, die an dieser Stelle den Kauf von Fertigprodukten überflüssig machen und mit Sicherheit besser schmecken.

Suchen : Das Kochbuch der verpönten Küche
Das Kochbuch der verpönten Küche
von: Wolfram Siebeck Wolfram Siebeck
März 15, 2008
 

generell weniger Fleisch konsumieren

Wir haben unseren Fleischkonsum (zumindest beim Mittagstisch) stark eingeschränkt und vermissen nichts.
Klar muss man wissen, dass und vor allem WIE, ein Mittagessen auch ohne Fleisch schmackhaft und sättigend zubereitet werden kann. Und zwar ohne gefürchtete Grünkernburger und Dinkelkekse. ;-)

Ein Vorbild in Sachen konsequentem partiellen Fleischverzichts ist Bloggerin Ulrike von Küchenlatein, die jeden Donnerstag fleischlos kocht und bloggt. Ebenso findet man Ideen und Rezepte für fleischlose Gerichte in den meisten Foodblogs, die ihre vegetarischen Gerichte entweder als solche kennzeichnen oder in einer eigenen Rubrik zusammenfassen. Eine kleine Auswahl:
Küchenlatein: vegetarischer Donnerstag
Küchentanz - vegetarisch
Fool for food - vegetarisch
Chili & Ciabatta - vegetarisch
Cosycooking - vegetarisch
Foodfreak - vegetarisch
Barbaras Spielwiese - vegetarisch
Einfach Guad - vegetarisch

zum weiter stöbern:
Foodblogs (deutsch u. engl.)

Ausnahmslos fleischlose und köstliche Gerichte gibt es im vegetarischen Blog 'Mestolo' und weniger, aber ebenso tolle im fleisch- und fischlosen Blog 'Butter bei die Fische':
Mestolo.com
Butter bei die Fische

Wer noch Platz auf dem Kücheregal kann auch zu einem dieser empfehlenswerten vegetarischen Kochbücher greifen:

deutsch:
Bücher : Alles Gemüse! 135 Rezepte ohne Fleisch

Alles Gemüse! 135 Rezepte ohne Fleisch
von: Simon Hopkinson Simon Hopkinson
März 12, 2010
 
Bücher : Alte Gemüsesorten - neu gekocht: Topinambur, Petersilienwurzeln, Steckrüben, Haferwurzeln, Spaghettikürbis, Rote Beete, Schwarzwurzel
Alte Gemüsesorten - neu gekocht: Topinambur, Petersilienwurzeln, Steckrüben, Haferwurzeln, Spaghettikürbis, Rote Beete, Schwarzwurzel
von: Keda Black Keda Black, Akiko Ida Akiko Ida
August 09, 2011
 
Bücher : Genussvoll vegetarisch. mediterran-orientalisch-raffiniert
Genussvoll vegetarisch. mediterran-orientalisch-raffiniert
von: Yotam Ottolenghi Yotam Ottolenghi
Januar 24, 2011
 


englisch:
Suchen : River Cottage Everyday Veg
River Cottage Everyday Veg
von: Hugh Fearnley-Whittingstall Hugh Fearnley-Whittingstall
Oktober 01, 2011
 

Bio

Leider ist bio nicht gleich bio. Wegen der wachsenden Popularität und Nachfrage werden Biolebensmittel inzwischen oft im Ausland und häufig in Monokultur angebaut.
Es gibt verschiedene Gütesiegel, die Auskunft über Regionalität, Standards der Tierhaltung (z.B. artgerechte Haltung und Fütterung) und erlaubter Inhaltsstoffe geben.
Liste der Bio- und Umweltsiegel (für Details, jeweiliges Logo anklicken)

beim Kauf von Fisch auf MSC-Siegel achten

Auch Fische haben's nicht leicht. Überfischung, Raubbau-Fangmethoden, teils grauslige Bedingungen in Aqua-Kulturen, etc.
Das MSC-Siegel zertifiziert Fisch aus umweltschonender und bestandssichernder Fischerei.
Info zum MSC-Siegel

Plastikverpackungen meiden

Nicht nur aus gesundheitlichen Aspekten, sondern auch der Umwelt zuliebe, Getränke, Öl und sonstige Lebensmittel in Plastikverpackungen im Regal stehen lassen (sofern Alternativen zu haben sind). Plastik ist unverrottbar und bereitet bereits massive Umweltprobleme.
Plastikmüll im Meer

Mir ist übrigens völlig unbegreiflich, wieso dem grassierenden Trend zur Plastikverpackung kein Riegel vorgeschoben wird. Dosenpfand ging doch auch... Hallo Politiker, jemand zu Hause????


[Ergänzung v. 27.01.2012]
Folgende, gestern vergessene Punkte sind ebenfalls sinnvoll und leicht umzusetzen:

Brötchen und Brot beim (echten) Bäcker kaufen

Deutschland war mal berühmt für seine Brote. Dieses positive Image ist zwar in Teilen noch vorhanden, aber bar jeder Realität.
Brote und Brötchen kommen hierzulande in Massen als Fabrikware in Supermärkte und sogenannte Backshops. Wenigstens dürfen sich per Gesetz die Blender nicht länger als 'Bäckerei' definieren. Denn gebacken wird dort nicht, allerhöchstens aufgebacken.
Der Kauf beim Bäcker erhält das Handwerk.

Aber auch beim Bäcker ist nicht mehr alles Gold was glänzt, bzw. Brot, was danach aussieht. Naja, Brot ist es schon, aber kein handwerklich mit Sauerteig oder Hefe geführter Teig, sondern oftmals mit Fertigmischungen (inclusive fragwürdiger Inhaltsstoffe) aufgeblasener Teig.
Leider wird gutes Brot derzeit von den Medien zu Luxus stilisiert, sollte aber die Norm sein. Deshalb fragen Sie beim Bäcker ruhig nach, ob das Roggenbrot mit Sauerteig bzw. das Weizenbrot mit Hefe gebacken wurde. Derlei Nachfragen können (trotz Preisdruck der Konkurrenz) evtl. Bäcker motivieren, sich auf die Qualitäten ihres Handwerks zurück zu besinnen.

Oder man versucht sich selbst mit Brot backen. Da es sich um ein Handwerk handelt, beherrscht man es i.d.R. nicht sofort, aber mit gutem Sauerteig und Hilfestellung z.B. der Brotbackenden Foodblogger, kann man es zu ganz ansehhnlichen und schmackhaften Broten bringen.

meine bescheidenen Versuche:
multikulinarisches - Brot

die Profis:
Plötzblog
Chili & Ciabata - Brot & Brötchen
Kochtopf - Brot & Brötchen
Schnuppschnüssihr Manzfred - Brot & Brötchen
Küchenlatein - Brot

keine Eier aus Bodenhaltung kaufen

Die Eier aus wirklich guter Haltung finden sich nur auf dem Markt (von kleinen Höfen) oder im Hofladen. Danach würde ich die Bioeier einsortieren und dann mit Abstrichen Eier aus Freilandhaltung. Was ich aber generell meide, sind Eier aus Bodenhaltung.
Nach einer Sendung mit Björn Freitag, der bezüglich Eier-Qualität und Haltungsformen recherchiert hatte, fühlte ich mich in dieser intuitiven Entscheidung bestätigt.
Bodenhaltung heißt auf mehrere Etagen (eine Art Regal) gepfropftes Geflügel. Die Hühner können sich zwar theoretisch frei bewegen und umher flattern, aber Platz dafür ist nicht wirklich. Außerdem sehen sie keinen einzigen Strahl Tageslicht. Noch nicht mal durch Fenster oder so. Also Finger weg... ;-)


Upps, das war ja jetzt ein ganzer Verhaltenskodex... Aber bei so einem wichtigen Thema darf man einfach nicht die Klappe halten oder wegschauen. In diesem Sinne, guten Appetit!

Wednesday,25. January 2012

*Wir haben es satt... (Teil 1)

© Viktor Peschel (1a-photoshop.de)
Immer noch. Bereits im vergangenen Jahr gab es anlässlich der Grünen Woche eine Demonst-
ration
unter dem Motto 'Wir haben es satt!' in Berlin.


Damals hatte man die Ange-
legenheit wohl unterschätzt und ca. 20.000 friedlich und fröhlich dahinziehende Demonstranten legten für eine gute Weile Auto- und Straßenbahnverkehr u.a. in der Friedrichstraße lahm. Dieser lange Marsch von der Rückseite des Hauptbahnhofes bis vor's Brandenburger Tour war natürlich gute Publicity, da dieser Teil der Stadt (auch im Winter) von vielen Touristen und Passanten bevölkert wird.

Diesmal (vergangenen Samstag) mussten wir uns auf die Überquerung der ultra-kurzen Distanz zum Bundeskanzleramt beschränken. Ich kann aber nicht mit Sicherheit sagen, ob dies ein Politikum, oder Entscheidung der Organisatoren war...

Am Ende war es auch gut so. Denn das schon den ganzen Januar hindurch ätzende Wetter, zog am Samstag alle Register von Kälte bis Schneeregen. Trotz Nässe und Kälte kamen 23.000 Menschen aus ganz Deutschland zusammen, um mit ihrer Anwesenheit, Plakaten und lautstarken Unterstützung der Redner, die einzig vernünftige Form von Landwirtschaft zu fordern. Eine Landwirtschaft mit Respekt und Verantwortung für Mensch, Tier und Umwelt.

Sehr treffend wurde auf der Kundgebung gesagt, dass in Entscheiderpositionen in Agrarverbänden und Politik Menschen ohne Vision sitzen. Der Hunger in der Welt wird als Deckmäntelchen für Gewinnmaximierung und Exportzuwachs in's Feld geführt. Dass aber z.B. die hierzulande verschmähten und nach Afrika exportierten Hühnchenteile dank Subventionierung dermaßen billig sind, dass die einheimischen Hühnerfarmer ihre Produkte nicht mehr verkauft bekommen, wird in der Hunger-Diskussion selbstverständlich verschwiegen.
Ebenso das Thema Landgrabbing, also Aufkauf riesiger Flächen Land in z.B. Äthiopien, wo Pflanzen für Biosprit oder Viehfutter in Monokultur angebaut werden und einheimischen Farmern die Möglichkeit, eigenes Land zu besitzen genommen wird. Wie sollen afrikanische Kleinbauern auch Preise für Land aufbringen können, die Konzerne aus der 1. Welt locker hinblättern?

Neben den oben genannten Themen waren auch
  • Genfood
  • Massentierhaltung, artfremde, teils genmanipulierte Futtermittel und die nicht nur für die Tiere katastrophalen Folgen (man denke nur an E.Coli, Antbiotika-Rückstände und resistente Keime)
  • die Nachfolgekosten im Gesundheitswesen, die die scheinbar so effektive und kostengünstige Landwirtschaft Lügen strafen
  • die Regulierung von Lebensmitteln und damit einhergehende massive Verschwendung (ca. 50% der Ernten werden vernichtet) und
  • Saatgut-Souveränität
auf der Tagesordnung.

Und wie auf der Demo zu Recht skandiert wurde: Solange dem Wunsch des Volkes nach Gentechnik-freier und repektabler Landwirtschaft nicht Rechnung getragen wird kommen wir wieder. Jahr für Jahr. Ich auch.

Während ich letztes Jahr noch alleine zu 'Wir haben es satt!' gegangen war, waren wir diesmal schon zu acht. Bei solchen Zuwachsraten kann man uns irgendwann nicht mehr einfach ignorieren... ;-)
Allen, die diese Zeilen lesen und nicht in Berlin wohnen: Fürchtet Euch nicht!

Aus vielen Regionen Deutschlands fahren Sonderbusse direkt zur Demo und auf der Website gibt es eine Börse für Mitfahrgelegenheiten. Also, sattelt die Hühner und seid 2013 auch dabei wenn es wieder heißt

Wir haben es satt!




Wer den Film 'Food Inc. - Was wir wirklich essen' noch nicht in Kino oder TV gesehen hat, kann auf Youtube den gestückelten Film anschauen: Teil1

Links:
Wir haben es satt!
www.keine-gentechnik.de

Im 2. Teil (kommt morgen) mache ich mir Gedanken zu Lösungsansätzen für den Privatgebrauch. Bleibt dran!


Wednesday,18. January 2012

*Nüsse für Mutti

würzige Cocktail-Nüsse als Party-Snack
© multikulinarisch[es]
Auf Wunsch einer einzelnen Mutti poste ich heute das Rezept für die würzigen Nüsse von Silvester.

Eigentlich bin ich seit Tagen bis Oberkante Unterlippe in Datenbanken vergraben, um die Performance des kulinarischen Stadtplans 'Berlin Food Info' zu optimieren und das Eintragen neuer Schlemmeradressen zu erleichtern.
Eigentlich möchte ich jetzt auch gar nicht unterbrechen, um zu bloggen, aber wer kann einer Mutti schon widerstehen??? ;-)

Die würzigen Nüsse habe ich nach dem Kochbuch für Feste von Cynthia Barcomi gemacht.

Das Buch habe ich seinerzeit als Gastgeschenk bei der Buchvorstellungsparty erhalten. Es ist ein ansprechend bebildertes Kochbuch für, vor allem amerikanische, Gelegenheiten zum Feiern und Schlemmen.
Nach einleitenden Worten zur Planung und kulinarischen Ausgestaltung von Partys (ob ein romantisches Dinner zu zweit oder Thanksgiving mit der ganzen buckligen Verwandtschaft), verrät Cynthia, was in der Küche zum Gelingen der Vorbereitungen gebraucht wird.
Danach folgen jeweils 2 - 3 Rezepte für Buffet (Brunch, Geburtstag, Silvester), Für 2 (Verführung, Sonntagsfrühstück, Hochzeitstag), Für 4 (Schwiegermutterbesuch, Zwei mal Zwei), Für 6+ (Seder, Ostern), Feiern mit Kindern (Muttertag, Vatertag), Draußen feiern (Grillen, Picknick) und Thanksgiving & Weihnachten (Truthahn & Co., Weihnachtsessen).

Dein Kochbuch - das unbekannte Wesen Bisher war ich außer über's Blättern mit diesem schönen Buch nicht weit gekommen. Wahrscheinlich feiere ich zu selten. Allzuviel Grund zum Feiern gab's aber auch nicht...
Zum Jahresabschluss 2011 nun endlich der Durchbruch in dieser Kochbuchbeziehung in Form der nachgemachten Cocktailnüsse.
Lekka und schon wieder ein klarer Fall für DKduW: Dein Kochbuch - das unbekannte Wesen.


Spicy Cocktail Nuts


mit kreolischer Würzmischung aufgepeppte beliebige Nussmischung als Party-Knabberei

Quelle: Buch Kochbuch für Feste



Zutaten (ergibt 1 Blech)

kreolische Würzmischung:
1 EL Paprika
1 EL Salz
1 EL Knoblauchpulver (ich: 2 Knoblauchzehen zerdrückt)
1/2 EL schwarzer Pfeffer
1/2 EL Zwiebelpulver (ich 1/2 Zwiebel fein geschnitten)
1/2 EL Cayennepfeffer
1/2 EL getrockneter Oregano
1/2 EL getrockneter Thymian

Marinade:
1 großes Eiweiß
1 TL Wasser
560g gemischte Nüsse und Kerne (z.B. Pinienkerne, Haselnuss, Sonnenblumenkerne, Mandeln; ich: Haselnüsse, Mandeln, Cashewkerne, Erdnüsse)
2 EL kreolische Gewürzmischung
1/2 TL Cayennepfeffer
1/4 TL Salz
100g Zucker


Zubereitung:

Für die kreolische Würzmischung alle Zutaen im Mörser zerreiben und vermischen.
Den Backofen auf 120°C vorheizen.
Eiweiß und Wasser mit einer Gabel kräftig verschlagen, bis es schaumig wird. Die Nüsse dazugeben und rundherum benetzen.
2 EL der Gewürzmischung, sowie die restlichen Gewürze und den Zucker unterrühren. Die Nüsse sollen rundherum benetzt sein.
Die Nüsse auf einem Backblech verteilen und 45 Minuten backen. Sie sollten trocken, aber nicht zu intensiv gefärbt sein.
Alle Viertelstunden etwas umrühren.
Die marinierten Nüsse auf dem Backblech abkühlen lassen. Die Klebrigkeit verliert sich beim Abkühlen.
Trocken aufbewahren oder zeitnah vernaschen, da die Marinade sonst wieder Feuchtigkeit aufnimmt und klebrig wird.

schöne Alternative zu Convinience-Produkten und unwiderstehlich


Suchen : Kochbuch für Feste: Große und kleine besondere Anlässe
Kochbuch für Feste: Große und kleine besondere Anlässe
von: Cynthia Barcomi Cynthia Barcomi
September 29, 2008
 


Wednesday,11. January 2012

*Mohnkartoffeln auf Krankenbett

Mohn-Kartoffelecken
Mohn-Kartoffelecken
© multikulinarisch[es]
...äh auf Salatbett, wollte ich sagen.

Uns hatte eine fiese Erkältung erwischt, die den Betrieb hier eine Woche lahm legte und noch immer etwas einschränkt (deshalb derzeit fast ausschließ-
lich Rezepte in der Pipeline, sorry).

Man stelle sich vor. Der Mittagskocher und ich zeitgleich darnieder liegend, groggy, schniefend, hustend. An Einkauf nicht zu denken. Zum Glück war der Kühlschrank noch gut bestückt und Appetit vorhanden.

Da fielen mir die Mohnkartoffeln ein, die ich in meinem Kochbuch 'Die Berliner und die Brandenburgische Meisterküche' gesehen hatte. Die perfekte Schonkost! Aufwandslose Zubereitung, herrlich im Geschmack, knusprig und in Kombination mit einem frischen Salat die reinste Wiederbelebung.

Statt des im Rezept eingesetzten Kopfsalates habe ich den vorrätigen Feldsalat genommen. Würde ich unbedingt wieder so machen.

Das Kochbuch 'Die Berliner und die Brandenburgische Meisterküche' entstammt der Reihe "Deutsche Meisterküchen" vom Matthaes-Verlag. Es ist ein Buch mit kochmütz-beflaggter Quadriga und 407 Rezepten Berliner und Brandenburger meisterlicher Gastronomen.

Dein Kochbuch - das unbekannte Wesen Ich habe das Buch schon paar Jahre, mag es gern und blättere in letzter Zeit häufiger darin, um Nachkochbares zu eruieren. Nun habe ich erstmalig daraus gekocht.
Für die meisten Rezepte fehlte es zuvor übrigens nicht an Motivation sondern am Zugang zu anspruchsvollen Zutaten oder ich war immer gerade in der falschen Saison unterwegs. Für die Mohnkartoffeln brauchte ich aber nur in den Küchenschrank zu greifen. Perfekt!
Damit kann dieses Rezept auch an Foodfreaks Blogevent 'Dein Kochbuch - das unbekannte Wesen' teilnehmen.


Mohn-Kartoffelecken


mit würzigem Mohn überzogene, knusprige Kartoffelecken auf frischem Feldsalat
Quelle: Buch Die Berliner und die Brandenburgische Meisterküche
Rezept: René Rinneberg; Hoeneckes Altes Wirtshaus; Königs Wusterhausen


Zutaten (für 2 - 3 Personen):
Mohnkartoffeln:
800g festkochende Kartoffeln
30g Butterschmalz
5g Salz
5g frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
5g Rosenpaprika (ich: Paprika edelsüß)
1 Prise Muskat
30g Mohn

Salat:
1 Pkg. Feldsalat
5 Kirschtomaten
1 kleine Zwiebel
Speiseöl
Balsamico-Essig
Salz


Zubereitung:

Aus geputztem Feldsalat, halbierten Kirschtomaten, fein gewürfelter Zwiebel, Essig und Öl einen Salat anmachen. Idealerweise mit leicht säuerliche Note.
Die Kartoffeln mit Schale kochen. (ca 20 Minuten), anschließend abgießen, pellen und abkühlen lassen.
Dann die Kartoffeln in Ecken schneiden (je nach Größe vierteln, sechsteln oder achteln).
Butterschmalz in einer Pfanne zerlassen und die Kartoffelecken zusammen mit Salz, Pfeffer, Paprika, Muskat und Mohn goldgelb braten.
Die Mohn-Kartoffelecken jeweils auf einem Salatbett anrichten.

Perfekt. Nicht nur für Kranke!


Suchen : Meisterküche, 10 Bde., Die Berliner und die brandenburgische Meisterküche
Meisterküche, 10 Bde., Die Berliner und die brandenburgische Meisterküche
von: Josef Thaller Josef Thaller
1996
 


Friday, 6. January 2012

*Silvester-Happen mit Physikproblemen

Thymian-Gougères
Thymian-Gougeres
© multikulinarisch[es]
Das neue Jahr fing für uns zwar nicht ganz so gut an (wegen Krankheit), aber dafür verabschiedeten wir das alte anständig.
Mit Freunden, Wunderkerzen, Zitronenbowle, karamellisierten Tomaten, würzigen Nüssen und Thymian-Gougères.


Die Tomaten wollte ich wie bei Arthurs Tochter Kocht beschrieben machen.
Als Ex-Chemikerin verwunderte mich allerdings, dass der in wässriger Lösung befindliche Zucker in irgendeiner Form karamellisieren sollte. Nun wollte ich aber das ursprüngliche Rezept aus dem massigen Buch 'Tomate' aus dem Rolf Heyne-Verlag nicht komplett in Frage stellen, kollidierte aber wie zu erwarten mit den physikalischen Gesetzen...

Zuerst wurde der Zucker in jeder Menge Wasser aufgelöst, dann ewig auf kleiner Hitze eingekocht und sollte dabei hellbraun karamellisieren. Aber außer sich auf Grund des verdampfenden Wassers zu einem klaren Sirup aufzukonzentrieren und anschließend fröhlich wieder in Reinform auszuflocken, passierte nix Nennenswertes.
Ich habe dann den Zucker bei größerer Hitze geschmolzen. Dabei karamellisiert er, wie es sich gehört. Dann habe ich einen winzigen Schluck Wasser an's Karamell gegeben und die Partytomaten darin geschwenkt. Anschließend wurden die Minitomaten mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer bestreut. Interessant!
Unverdünnt karamellisiert haben die Tomaten sogar noch raffinierter geschmeckt, aber wegen der Menge Tomaten musste ich das Karamell etwas strecken. Also alles in allem für mich persönlich nicht ausgereift genug, um an dieser Stelle ein Rezept zu posten...

Dafür waren aber die kürzlich von Petra vorgebackenen Thymian-Gougères grandios. Schön einfach herzustellen, köstlich und bestens zum Snacken während der Silvesternacht geeignet...

Laut Petras Erläuterung handelt es sich bei diesem herzhaften Gebäck um Krapfen, die mit so genanntem Brandteig hergestellt werden. Klingt gefährlicher, als es ist... ;-)
Bäckt man die Krapfen im Voraus, so wie ich am Silvesterabend, verlieren sie mit der Zeit etwas an Volumen und Formschönheit.


Thymian-Gougères


herzhafte Happen aus Brandteig mit Parmesan, Gruyere und Thymian
Quelle: Blog Chili & Ciabatta
Original: Bon Appétit vom Oktober 2011


Zutaten: (für 2 Bleche; insgesamt etwa 50 Brandteigkrapfen):

Teig:
60g Butter
240 ml Wasser
135g Mehl
1/2 TL Salz
1/4 TL Piment d'Espelette (ich: 1/4 TL Räucherpaprika + 1 sehr fein geschnittene scharfe Chilischote)
4 Eier (ich: M)
100g Parmesan
60g Gruyère oder Bergkäse
2 TL Thymian (ich: getrocknet)


Finish
1 Ei
1/2 EL Wasser
4 EL grob geriebener Parmesan


Zubereitung:

Den Käse für den Teig mit einer groben Reibe reiben. Ebenso den Käse für's Finish reiben und beiseite stellen.
1 Ei und Wasser zum Bestreichen der Krapfen verschlagen und beiseite stellen.
Den Backofen auf 200°C vorheizen. 2 Backbleche mit Backpapier belegen.

In einer Schüssel Mehl, Salz, Piment d'Espelette (bzw. die sehr klein geschnittene Chili ohne Kerne plus Räucherpaprika) vermischen.
In einem mittelgroßen Topf das Wasser mit der Butter zum Kochen bringen.
Dann auf einen Schlag die Mehlmischung einkippen und kräftig rühren, bis der Teig vom Topf losgelöst, als Kloß am Rührlöffel hängt und ein Belag am Topfboden zurückbleibt.

Den Teig in eine Schüssel geben, sofort ein Ei unterrühren. Wenn man das von Hand macht, empfielt es sich, den Teig mehrmals mit dem Rührlöffel anzustuken, damit die Oberfläche vergrößert wird, und eine Bindung zwischen Ei und Teig entstehen kann. Ansonsten rührt man sich 'nen Wolf...

Etwas abkühlen lassen, dann nacheinander die restlichen Eier (selbes Verfahren) plus Thymian und Käse einrühren. Der Teig soll schwer reißend vom Löffel fallen.

Die noch leicht warme Masse in einen Dressiersack mit glatter 12 mm Tülle füllen. Ich habe einen Gefrierbeutel verwendet und eine der unteren Ecken aufgeschnitten. Etwa 2 Euro-große Klekse auf das Backpapier drücken.

Die Kleckse mit Ei bestreichen und mit geriebenem Käse bestreuen.

Im vorgeheizten Ofen auf mittlerer Schiene ca. 20 Minuten goldgelb backen (nacheinander), leicht abkühlen lassen und servieren.

Noch ein Hinweis von Petra:
"Man kann die fertigen Gougéres auch abkühlen lassen und bis zu einem Monat einfrieren, dann bei 160°C 10-15 Minuten aufbacken. Oder die ungebackenen Gougères einfrieren, diese unaufgetaut bei 220°C für 20-25 Minuten in den Ofen schieben."

Für diese Krapfen warte ich nicht erst das nächste Neujahr ab...


© multikulinarisch[es]


Bücher : Tomate
Tomate
von: Luzia Ellert Luzia Ellert, Gabriele Halper Gabriele Halper, Elisabeth Ruckser Elisabeth Ruckser
März 12, 2010
 



Sunday,18. December 2011

*verkekst

Schokokeks
Schokokekse
© multikulinarisch[es]
Nach einem drögen Wochenende, einer Beerdigung und seit 2 Wochen anhaltender bleierner Müdigkeit, fehlt mir leider die Inspiration und Freude, heute was Schönes für Euch zu verfassen. Vielleicht liegts auch einfach nur am fehlenden Schnee. :-|

Ganz grußlos wollte ich mich denn dann aber doch nicht in's neue Jahr schleichen. Deshalb verabreiche ich Euch Schokokekse und mir eine kurze Blogpause. Eventuell gibt es in der Zwischenzeit noch einen Gastbeitrag zum 2. Slow-Food-Nachmarkt in Berlin.

Im neuen Jahr geht es dann mit Elan, neuen Plänen, spannenden Begegnungen und Rezepten an dieser Stelle weiter. Auch stehen Weichenstellungen an. 2012 wird also spannend. Ich freue mich, wenn ihr trotz der immer größer werdenden Fülle an Foodblogs (siehe Foodblog-Sammlung) auch weiterhin gelegentlich bei multikulinarisches vorbei schaut.

Ich wünsche uns allen eine friedliche und schmackhafte Weihnacht, sowie allen Einsamen, eine offene Tür und allen Hilfsbedürftigen, eine helfende Hand...


Das Rezept für die Schokokekse hatte ich einer Edeka-Zeitschrift entnommen. So formvollendet, wie auf dem Foto sind meine Kekse leider nicht geworden, da ich einen wichtigen Schritt - das im Kühlschrank fest werden lassen - glatt überlesen hatte. Da meine Kekse zu klebrig zum Formen waren, kleckste ich sie auf's Backpapier und musste auch etwas länger, als im Rezept angegeben backen. Sind deshalb etwas zu trocken geworden. Ich werde die Kekse nächstes Jahr nochmal machen. Dann aber richtig!

Alternativ könnt ihr Euch auch an die erprobt-geliebten Crincle-Cookies vom 'Foodfreak' oder die wesentlich formschöneren Schoko-Schnee-Kugeln von 'Schöner Tag noch' halten.



Rezeptüberschrift


Schokoladen-Mandelkekse nach einem EDEKA-Rezept
Quelle: EDEKA-Heft (abgewandelt)


Zutaten (für 1 Backblech):

350g Butter
50g Butter
3 Eier
100g Zartbitterschokolade (ich: 250g Schoki 80% u. 100g Vollmilch)
3 EL Milch
120g Mehl
1 TL Backpulver
100g gemahlene Mandeln
je 50g Zucker und Puderzucker


Zubereitung:

Die Schokolade zusammen mit der Butter schmelzen (kleinste Stufe od. im Wasserbad). Eier und Zucker 5 Minuten mit dem Mixer aufschlagen. Die Eier unter die Schokolade heben und der Reihe nach Milch, Mehl + Backpulver und Mandeln unterrühren.
Im Kühlschrank fest werden lassen.
Inzwischen den Backofen auf 190°C vorheizen.
Einen Teller mit Puderzucker und einen mit Zucker bereit stellen.
Aus dem Teig Kugeln formen (ca. 4 cm Durchmesser) und nacheinander in Zucker, dann Puderzucker wälzen.
Die Kugeln auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen und 8 Minuten bei 190°C backen.

bis bald!


Tuesday,13. December 2011

*Teltower Rübchen für Erwachsene

Teltower Rübchen
Teltower Rübchen mit Kaffee-Karamell
Creative Commons License flickr.com/multikulinaria
Teltower Rübchen sind (dr)in.

In der Arche des Geschmacks werden in ihrer Existenz bedrohte regionale Lebensmittel, Nutztier- und Nutzpflanzen-
arten vor dem Vergessen und dem unwieder-
bringlichem Verschwinden gerettet.
Diese internationale Initiative von Slow Food verhalf u.a. auch den Teltower Rübchen zu deren Come-back.

Die Teltower Rübchen sind nicht - wie gern behauptet - DDR-Früchtchen, denn auch für die kollektiv-sozialistische Landwirtschaft war der Anbau der kleinen Rüben wirtschaftlich uninteressant. Ihr Überleben verdanken die äußerst schmackhaften Teltower Rübchen ausschließlich Hobbygärtnern, welche das Gemüse fortlaufend kultivierten (weitere Infos siehe unten).

Erstmalig gekostet hatte ich diese schrumpeligen Rübchen bei den Geschmackstagen 2009 in Potsdam. Was ihnen an Attraktivität abgeht, wird durch konzentrierten, markanten Geschmack wett gemacht. Kein Vergleich mit den hübschen, aber geschmacksneutralen Mairübchen.

Als mir kürzlich Teltower Rübchen über den Weg liefen, brauchte es daher keinerlei Überzeugungsarbeit, aber einen gewissen Rechercheaufwand, wie diese am besten zuzubereiten seien.

In 99% der gefundenen Rezepte wurden die Teltower Rübchen karamellisiert. Dann musste das wohl so sein.
Habe ich auch gemacht. Um aber den Zucker vor meinem figurbetonten Herrn Schatz und Mittagskocher zu kaschieren und dem Ganzen mehr Pepp zu verleihen, habe ich noch Kaffee in's Rezept geschmuggelt. Der Hammer!

Ob Wildreis die beste Wahl war, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Möglichwerweise hätten Kartoffeln oder Kroketten noch besser gepasst. Die Soße ist sicherlich verbesserungswürdig. Ich sollte mir vielleicht das Kosmos-Soßen-Buch zu Weihnachten wünschen. Soßen kann ich nämlich wirklich nicht richtig... :-|


Rezeptüberschrift


Teltower Rübchen werden karamellisiert und mit Kaffee verfeinert.
Quelle: Eigenkreation


Zutaten (für 2 Personen):

500g Teltower Rübchen
1,5 EL Zucker
1 gehäufter TL Kaffee (gemahlen)
ca. 50g + 50g Butter
ca. 200g Wildreis
Mehl
1 Ei
Salz

Zubereitung:

Den Wildreis spülen und mit der doppelten Menge Wasser und Zugabe von etwas Salz kochen. Wenn das Wasser verkocht ist, bei geschlossenem Deckel noch 10 Minuten ziehen lassen.
Die Rübchen waschen und schälen bzw. gründlich abbürsten.
Die größeren Rübchen längs halbieren. Teltower Rübchen in Salzwasser bissfest garen.
Durch ein Sieb abgießen und das Kochwasser auffangen.
Die Butter mit dem Zucker in einem breiten, flachen Topf zerlassen und den Kaffee, sowie die abgetropften Teltower Rübchen hinein geben. Die Rübchen schütteln oder sanft verrühren, so dass alle rundherum mit Karamell überzogen sind.
Mehl und Butter in einer Pfanne verrühren, mit der Kochflüssigkeit der Rübchen ablöschen und kräftig verrühren. Nach dem Abkühlen ein Ei unterrühren.

Kaffee schmeichelt nicht nur im Becher, sondern auch am Rübchen...


Teltower Rübchen-Info
bei Slow Food
im Blog Kulinarische Zeitreise

Friday, 9. December 2011

*Campus Cooking

© Campus Cooking (Telekom)
Ab und an gehen mein Herr Schatz und Mittagskocher und ich zur Uni. Dort stillen wir allerdings keinen Wissens- sondern Kaffeedurst. Vor Lehmanns Buchhandlung in weichem Sessel geparkt, lässt es sich im Adlershofer Unigelände gemütlich chillen und brainstormen.

Beim letzten Besuch wurde ich auf ein ausliegendes Heft namens 'Campus Cooking' aufmerksam. Darin erfuhr ich von 2 coolen Köchen (Stefan Wiertz - Campus Cooking-Routinier und neu dabei Kevin von Holt), die hochmotiviert im Wintersemester 2011/12 an 10 deutschen Unis leere Mensateller füllen und auch zum selber kochen animieren.

Letzteres durch besagtes Heftchen. Campus Cooking enthält eine Hand voll jugendgemäß artikulierter Rezepte, von besserer Tomatendosensuppe über Salat im Parmesannest und Lila Laune Kartoffelsalat bis hin zu Eindruck-schindender Rinderroulade auf geschmortem Birnenrotkohl mit Kartoffelschnee. Und hinterher Pfannkuchen.

Jedes Rezept ist mit einem QR-Code versehen, so dass der mobil surfende Koch, seinen Einkaufszettel durch einlesen des Codes in's Smartphone laden kann.

Außer Rezepten gibt es im Campus Cooking-Booklet noch elementare Gewürz-Kunde, Erhellendes über den Zusammenhang von Nahrung und Leistungsfähigkeit des Gehirns, sowie praktische Ratschläge, wie man an die Einmachgurken kommt, wenn der Deckel mal klemmt. Ehrlich! Naja, nicht zu bierernst halt...

Ich kann mir gut vorstellen, dass die coolen Jungs, die unkomplizierte Art der Ansprache und die gut nachkochbaren Rezepte den einen oder anderen Studi aus der Spaghetti-mit-Tomatensoße-Hölle retten können. Ich wünsche gutes Gelingen!
Und wenn die Telekom, die hinter der Aktion und mit leuchtendem T auf jeder 3. Heftseite drauf steht, ein paar Smartphones verkauft, seis drum...


Der Tourenplan:
Mainz 14.11. bis 18.11.2011
Freiburg 14.11. bis 18.11.2011
Chemnitz 21.11. bis 25.11.2011
Bayreuth 21.11. bis 25.11.2011
Marburg 28.11. bis 02.21.2011
Dresden 28.11. bis 02.12.2011
Stuttgart 05.12. bis 09.12.2011
Münster 05.12. bis 09.12.2011
Bochum 12.12. bis 16.12.2011
Passau 12.12. bis 16.12.2011


Campus Cooking Website
Campus Cooking Booklet

Blog abonnierenBlog abonnieren

TranslationTranslation

BRIGITTE-Food-Blog-Award

Projekt unterstützenProjekt unterstützen

aktuellesaktuelles

SpecialsSpecials

Aktuelle EinträgeAktuelle Einträge

Zum reinknien...
Tuesday, December 6 2011

Küchenhelfer
Wednesday, November 30 2011

Staudensellerie vom Blech
Thursday, November 24 2011

Schwarzwurzel im Schinkenkleid
Tuesday, November 22 2011

Berlin Food Info im Trockendock
Friday, November 18 2011

KategorienKategorien

stichwortestichworte

gern gelesengern gelesen

ArchiveArchive

freie food-fotosfreie food-fotos

link-gestöberlink-gestöber

und sonst...und sonst...

| Genussblogs.net - Alle Genussblogs auf einen Blick | Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de | Bloggeramt.de | RSS Verzeichnis | Blog Top Liste - by TopBlogs.de | blogoscoop | frisch gebloggt | Blog Verzeichnis und Webkatalog | Food  Drink & Cooking Blogs - BlogCatalog Blog Directory | Blog Verzeichnis | Half Hour Meals | foodfeed - Ernährung | Küchenblogs | SOCIALUS - News einfach teilen
Add to Technorati Favorites

Powered byPowered by

Serendipity PHP Weblog

Wer, Warum, WiesoWer, Warum, Wieso

Peggy Schatz - kulinarische Netzwerkerin
Hier bloggt Peggy Schatz, kulinarische Netzwerkerin, Kochbuch-Fan und Initiatorin des internat. Gourmetkalenders
kulinarisches Netzwerk & Serviceportal kulinarisches Netzwerk
internationaler Gourmetkalender Gourmetkalender
multikulinarisch bei Facebook Facebook
multikulinarisch bei Google+ Google+
kulinarisches Netzwerk & Kochportal Effilee
multikulinaria bei XING XING
multikulinaria bei SU StumbleUpon

kulinarische Terminekulinarische Termine

Anspruchsvolle Termine aus den Bereichen Gastronomie, Food und Drink können kostenfrei im kulinarischen Kalender veröffentlicht werden.

Facebook-FanpageFacebook-Fanpage

kulinarisches Blog
 
 
 
Ihr Warenkorb:

multikulinarisches

Warenkorb
Suche in