Sellerie erinnert an C'est la vie. Diesmal nicht nur wegen der Klangsprache, sondern weil mein Knollensellerie-Beitrag zum
Blogevent im
Gärtner-Blog etwas in die Hose gegangen ist. Da es an Wochentagen zwischen Computer und Tastatur mit der Kocherei recht schnell gehen muss, hatte ich eines meiner Lieblingsrezepte leicht abgewandelt. War keine so brilliante Idee, aber im Endeffekt doch lecker genug, um am Event teilnehmen zu dürfen - hoffe ich zumindest sehr
Zum besseren Verständnis: Bei dieser Art Kochevents ruft ein Food-Blogger dazu auf, zu einem vorgegebenen Thema etwas auf dem Herd zu zaubern. Manchmal herrschen verschärfte Umstände (wie zum Beispiel beim Fremdkochen - hier muss ein Rezept aus einem Foodblog als Vorlage für eigene Variationen dienen). Beim Sellerie-Event konnte ich dem Geschick allerdings freien Lauf lassen...
Laut Originalrezept aus dem Kochbuch ‚333 mal Minutengerichte‘ vom ‚Für Sie‘-Verlag werden Selleriescheiben in Brühe gegart und anschließend mit einer Panade aus 1) Mehl 2) Sojasoße & Ei im Verhältnis 1EL:1Stk und 3) Sesam versehen und in Öl gebraten.
Ich hatte wie folgt abgekürzt:
Knollensellerie erstmal schälen und schneiden - logisch, aber nicht ganz einfach... Habe mich gefragt, ob ich besser den
Messerschleifkurs bei
Goldhahn & Sampson besuchen sollte. Ich habe den Koloss dann aber doch in Würfel geschnitten bekommen.
Dann habe ich das Gemüse um Scheiben geschälter, roher Kartoffeln ergänzt, beides angebrutzelt und mit einer Hand voll Sesamsamen bestreut. Zum Ablöschen habe ich einen kleinen Schuss Sherry Fino zugegeben, sowie Sojasoße und einen Schluck Wasser. Mit Deckel musste das Ganze dann noch ein wenig garen. So richtig hat das Ganze seine Aromen erst beim Reste-essen am Folgetag entfaltet und war dann nicht nur akzeptabel, sondern regelrecht lecker...
Trotzdem werde ich mir beim nächsten Mal doch die Mühe mit dem Vorkochen und der Panade machen. Der Gaumenschmaus entschädigt letztendlich für den Mehraufwand...