Tuesday, 8. February 2011
*waagerechtes Minepari-Gelee

Auch geschmacklich ein wunderbar ausgeklügelter Ballanceakt: quietschsaure Mineolas mit herben Spirituosen-Aromen kombiniert, aufgezuckert und mit Vanille gekrönt. Der Knüller!
Wovon schwärme ich hier eigentlich? Von Minepari-Gelee, einer Nachbildung von Nickys Manderol Jelly. Nicky verwendet in ihrer Eigenkreation Mandarinen und Aperol. Daher der charmante Name.
Petra von Chili & Ciabatta setzt in ihrer Geleeversion auf Mineolas statt Mandarinen.
Das hatte ich auch vor. Mineolas gibt es z.Zt. ausnahmsweise auch in unserem Stadtrandsupermarkt und locken mit praller Farbenpracht.
Bei der Spirituose gestaltete sich die Entscheidung etwas schwieriger. Als ich Petras Rezeptvariante las, dachte ich noch, dass man Aperol wohl ggf. mit Campari ersetzen könnte. Beim prüfenden Blick auf's Originalrezept bestätigte sich meine Vermutung. Nicky schlägt Camapri als Alternativ-Spirituose vor.
Da mein Herr Schatz und ich Campari gern mögen (Aperol hatten wir noch nicht probiert) und uns einen Spirituosen-Fehlkauf nicht leisten können, wurde kurzerhand Campari gekauft und das Gelee Minepari getauft.
Minepari bzw. Manderol-Gelee ist ratz fatz gemacht. Mit Geschmacks- und gute-Laune-Garantie (wegen der erfrischenden Farben). Nur Gelinggarantie kann ich keine geben. Mein Gelee ist trotz etwas verlängerter Kochzeit und Gelierprobe (habe ich wohl nicht richtig interpretiert) etwas zu flüssig geblieben. Vielleicht braucht's auch einfach noch ein bissl Zeit (erst am Sonntag gemacht).
Ihr kriegt das bestimmt besser hin. Es lohnt sich!

Mineolas © multikulinarisch[es]
Zutaten:
700 ml Saft (gefiltert) von Mineolas (ca. 1,7 kg Früchte)
120 ml Campari (oder Aperol)
820 g Gelierzucker 1:1
1 Vanilleschote
Vorbereitung:
Einmachgläser und Deckel 10 Minuten auskochen.
Zubereitung:
Die Mineolas halbieren und Saft auspressen. Den Saft durch ein feines Sieb geben. Dabei auch die Flüssigkeit aus der zurückbleibenden Fruchtmasse mit einem Löffel ausdrücken.
Eine Vanilleschote längs aufschneiden und Inhalt zum Saft in einen großen Topf geben. Campari (bzw. Aperol) und Gelierzucker zugeben und Zucker auflösen.
Die Flüssigkeit zum Kochen bringen und unter häufigem Rühren 5 Minuten (bei Bedarf länger) kochen, bis Gelierprobe funktioniert. Bei der Gelierprobe träufelt man etwas vom Geliergut auf ein kaltes Tellerchen. Die Masse sollte innerhalb 2 Sekunden gelieren.
Die kochend heiße Flüssigkeit mit einem Trichter in die unmittelbar zuvor ausgekochten Gläser geben und fest verschließen. Gläser 10 Minuten auf den Kopf stellen und dann herumdrehen. Gelee dunkel lagern.

Mineolasaft & -gelee © multikulinarisch[es]
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Comments
Mann, das Zeugs sieht ja echt lecker aus.
Schätze - das wird mein nächstes Projekt werden.
Schätze - das wird mein nächstes Projekt werden.
Das freut mich! Hoffentlich wird's bei Dir fester...
Hab in unseren Breiten ebenfalls Mineolas entdeckt.
Hast Du schon probiert, ob das Gelee inzwischen etwas fester geworden ist?
An der Kochzeit kann es eigentlich nicht liegen, das sind meist so ca 4 min.
Es könnte auch an der Fruchtsäure hapern, denn z.B. Kiwis haben einen Stoff in ihrer Fruchtsäure, die Gelatine nicht fest werden lassen.
Na egal, probieren werd ich das Gelee auf jeden Fall. Hoffentlich gibt es die Früchte noch eine Weile.
Hast Du schon probiert, ob das Gelee inzwischen etwas fester geworden ist?
An der Kochzeit kann es eigentlich nicht liegen, das sind meist so ca 4 min.
Es könnte auch an der Fruchtsäure hapern, denn z.B. Kiwis haben einen Stoff in ihrer Fruchtsäure, die Gelatine nicht fest werden lassen.
Na egal, probieren werd ich das Gelee auf jeden Fall. Hoffentlich gibt es die Früchte noch eine Weile.
Ne, ist leider nicht wesentlich fester geworden.
Keine Ahnung, warum...
Tut mir leid, aber mein Gelee ist perfekt geworden.
Das erste Glas ist schon ausgeschleckt, ein anderes verschenkt. Daysie hab ich mit dem Mineolafieber ebenfalls angesteckt.
Hab heute gleich die zweite Ladung gekocht, ist ja wirklich ein leichtes Unterfangen.
Ohne Dich wär ich niiiieeee auf die Idee gekommen, diese Früchte auch nur näher anzusehn - danke für deinen Artikel. Mensch, das Gebräu ist ein echter Genuß!!!
Wenn für Dich was übrig bleiben soll, werd ich wohl noch ne dritte Charge herstellen müssen...
Das erste Glas ist schon ausgeschleckt, ein anderes verschenkt. Daysie hab ich mit dem Mineolafieber ebenfalls angesteckt.
Hab heute gleich die zweite Ladung gekocht, ist ja wirklich ein leichtes Unterfangen.
Ohne Dich wär ich niiiieeee auf die Idee gekommen, diese Früchte auch nur näher anzusehn - danke für deinen Artikel. Mensch, das Gebräu ist ein echter Genuß!!!
Wenn für Dich was übrig bleiben soll, werd ich wohl noch ne dritte Charge herstellen müssen...
Ist doch wunderbar! Kann mir lebhaft vorstellen, dass Du Daisy angesteckt hast. Falls sie das Rezept auch weiter gibt, am besten immer auf den Blog verweisen.
Für uns brauchst Du keine 3.Charge anzusetzen. Kann ja selber noch einen zweiten Anlauf machen. Die Hälfte vom waagerechten Gelee ist schon weg (gegessen, nicht gekleckert)
Für uns brauchst Du keine 3.Charge anzusetzen. Kann ja selber noch einen zweiten Anlauf machen. Die Hälfte vom waagerechten Gelee ist schon weg (gegessen, nicht gekleckert)
Okay, alles super!
Daisy ist schon ganz hippelig auf Deinen Blog, weil ich ihr dauernd von den neuen Rezepten vorschwärme, da will ich ihr unbedingt mal zeigen, wie sie an Deine Artikel rankommt.
Daisy ist schon ganz hippelig auf Deinen Blog, weil ich ihr dauernd von den neuen Rezepten vorschwärme, da will ich ihr unbedingt mal zeigen, wie sie an Deine Artikel rankommt.
Ich hab das Gelee diese Woche auch gemacht (mit Aperol) und kann nur bestätigen: köstlich!
Viele Grüße und schöner Tag noch,
Juliane
Viele Grüße und schöner Tag noch,
Juliane
Hört sich gut an 
Vielleicht sollte ich auch nochmal, so lange es noch Mineolas gibt. Ist ja schön schnell gemacht...
Vielleicht sollte ich auch nochmal, so lange es noch Mineolas gibt. Ist ja schön schnell gemacht...
Ja, unbedingt, Du bereust es sonst!
Würde Dir aber doch dringend zu ner Aperol - Investition raten, der wird im Sommer auf jeden Fall beim Spritzer vernascht, das wird kein Fehlkauf!
Mit Aperol wird das Gelee einfach unwiderstehlich!
Die Bitterstoffe sind irgendwie markanter als beim Campari.
Mein Gelee hat sich schon bis an die Küste verbreitet und in meinem Regal grassiert anscheinend die Schwindsucht.
Würde Dir aber doch dringend zu ner Aperol - Investition raten, der wird im Sommer auf jeden Fall beim Spritzer vernascht, das wird kein Fehlkauf!
Mit Aperol wird das Gelee einfach unwiderstehlich!
Die Bitterstoffe sind irgendwie markanter als beim Campari.
Mein Gelee hat sich schon bis an die Küste verbreitet und in meinem Regal grassiert anscheinend die Schwindsucht.

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