Diesen Monat gab es gleich 2 Blogevents mit Champignons zum Thema. Da ich kein ausgesprochener Champignon-Fan bin, hatte ich nun die Qual der Wahl, an welchem Event ich mich beteilige.
Die Entscheidung abgenommen hat mir letztendlich das
'Einfach kochen'-Kochbuch von Ralf Zacherl, in dem ich auf ein ansprechendes Spaghetti/Champignon-Rezept stieß. Da es sich um ein Kochbuch- und kein Blogrezept handelt, ist es automatisch für den
‚Fremdkochen‘-Event disqualifiziert und nimmt demzufolge am
Champignon-Event vom Gärtnerblog teil.
Ich habe für dieses Gericht die würzigeren braunen Champignons verwendet.
Die gesäuberten Pilze (300g) wurden in Scheiben zerschnitten, derweil ein Bund Schnittlauch und eine Zwiebel ebenfalls zerkleinert.
Die Würfel der Zwiebelhälfte wurden in heißem Olivenöl angedünstet und die Pilze ganz kurz mit durch die Pfanne geschwenkt. Abgelöscht wurde mit Sojasoße (2-3 EL). Statt der im Originalrezept verwendeten Sahne habe ich 2 EL saure Sahne und etwas Milch untergerührt und kurz aufgekocht Das Ganze wurde noch mit Salz und Pfeffer abgerundet und zum Schluss mit den Schnittlauchröllchen drapiert.
Dazu sollte es laut Rezept Spaghetti-Rösti geben. Hierfür musste ein Gemisch aus den restlichen Zwiebelwürfeln, je einem halben Bund Basilikum und Petersilie (geschreddert) und 100g gewürfeltem, gekochtem Schinken (hab ich durch Roastbeef ersetzt, da Herr S. kein Schweinefleisch mag) und 2 verquirlten Eiern hergestellt werden. Dieses wird normalerweise mit den zuvor säuberlich klein geschnittenen (vorgekochten) Spaghettis vermengt und löffelweise zu Röstis gebraten.
Puuuh, für solchen Schmus hatte ich keine Zeit... Mein Mann saß mir bereits Gabel schwingend im Nacken und bei portionsweiser Zubereitung wären wir beide verhungert. Stattdessen habe ich der Kräuter-Schinken-Ei-Masse 2 weitere Eier untergequirlt und auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech mit den clevererweise
NICHT geschnittenen Spaghettis vermengt. Das geht am besten mit beiden Händen, aber Frau sollte ihre Ringe nachzählen, bevor sie das Blech dem Ofen anvertraut.
Das Blech positionierte ich direkt unter dem Grill (Grill war an). Die angenehmen Röstaromen, die mir alsbald in die Nase stiegen stammten allerdings nicht von Spaghetti und Co., sondern vom Backpapier, welches langsam eine ungesund braune Farbe annahm. Ein Zipfelchen Papier schloss aus Versehen direkte Bekanntschaft mit dem Grillrost, woraufhin es spontan entflammte und mit topflappenbewehrter Hand ausgeschlagen wurde. Nix passiert!
Die Nudeln verklebten dank der gestockten Eimasse. Mittels eines gewöhnlichen 'Berliner Weiße'-Glases konnte ich nun elegant Taler ausstechen und die leckere Pilzsoße drumrum schichten.
Mein persönliches Fazit: Beide Elemente waren lecker (von der Pilzsoße waren Herr S. und ich restlos begeistert und traurig, dass ich nicht mehr davon produziert hatte). Aber ich würde beim nächsten Mal wohl eher Asia-Nudeln oder Reis mit den Champis kombinieren...