Friday,18. June 2010
*Sauerampfer-Weißnich's

Sauerampfer-Bällchen als Suppeneinlage
© [multikulinarisches]
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sprechung durchstöberte haben sie mich angegrinst. Knusprig-braune, sauerampfer-
lastige Mini-
Teigbomben. Im Buch nannten sie sich 'Gnocchi von Kräutern, Pinienkernen, Walnüssen und Käse, in Salbei und Butter geschwenkt', eine Kreation frei nach Giuseppe Lamma, einem Bologneser Koch des 17. Jahrhunderts.
Zuerst war ich ob des Namens verunsichert. Persönlich ohne jegliche Gnocchi-Erfahrung, meinte ich gelesen zu haben, dass Gnocchis mehr oder weniger mit Kartoffeln zubereitet würden. Im Rezept kam allerdings keine einzige Kartoffel vor. Wikipedia hat mich inzwischen eines Besseren belehrt. Trotz allem hatte ich Definitionsprobleme für meine persönliche Adaption besagten Rezeptes. Die Gnocchi von Kräutern, Pinienkernen, Walnüssen und Käse kamen nämlich, wie der Name nahelegt, mit Unmengen Nüssen und Käse und damit sehr schwer daher. Ich wollte es definitiv leichter haben und habe das Rezept nach Gusto abgewandelt. Eine eindeutige Namensgebung wurde damit umso schwieriger. Also taufte ich die Bällchen kurzerhand Sauerampfer-Weißnich's.
Ich habe meine Bällchen als Suppeneinlage in einem improvisierten Möhren-Lachs-Eintopf (aus der Kochbrühe der Bällchen) verwendet. Der Vollständigkeit halber verblogge ich die Suppe mit, empfehle aber, lieber einen richtigen Gemüse-Eintopf mit Fond zu kochen. Fisch kann, muss aber nicht... Genausogut eignen sich die Sauerampfer-Weißnich's für Eintöpfe mit Suppenfleisch. Dann aber definitiv den Fisch weglassen...
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