Sunday,18. December 2011

*verkekst

Schokokeks
Schokokekse
© multikulinarisch[es]
Nach einem drögen Wochenende, einer Beerdigung und seit 2 Wochen anhaltender bleierner Müdigkeit, fehlt mir leider die Inspiration und Freude, heute was Schönes für Euch zu verfassen. Vielleicht liegts auch einfach nur am fehlenden Schnee. :-|

Ganz grußlos wollte ich mich denn dann aber doch nicht in's neue Jahr schleichen. Deshalb verabreiche ich Euch Schokokekse und mir eine kurze Blogpause. Eventuell gibt es in der Zwischenzeit noch einen Gastbeitrag zum 2. Slow-Food-Nachmarkt in Berlin.

Im neuen Jahr geht es dann mit Elan, neuen Plänen, spannenden Begegnungen und Rezepten an dieser Stelle weiter. Auch stehen Weichenstellungen an. 2012 wird also spannend. Ich freue mich, wenn ihr trotz der immer größer werdenden Fülle an Foodblogs (siehe Foodblog-Sammlung) auch weiterhin gelegentlich bei multikulinarisches vorbei schaut.

Ich wünsche uns allen eine friedliche und schmackhafte Weihnacht, sowie allen Einsamen, eine offene Tür und allen Hilfsbedürftigen, eine helfende Hand...


Das Rezept für die Schokokekse hatte ich einer Edeka-Zeitschrift entnommen. So formvollendet, wie auf dem Foto sind meine Kekse leider nicht geworden, da ich einen wichtigen Schritt - das im Kühlschrank fest werden lassen - glatt überlesen hatte. Da meine Kekse zu klebrig zum Formen waren, kleckste ich sie auf's Backpapier und musste auch etwas länger, als im Rezept angegeben backen. Sind deshalb etwas zu trocken geworden. Ich werde die Kekse nächstes Jahr nochmal machen. Dann aber richtig!

Alternativ könnt ihr Euch auch an die erprobt-geliebten Crincle-Cookies vom 'Foodfreak' oder die wesentlich formschöneren Schoko-Schnee-Kugeln von 'Schöner Tag noch' halten.



Rezeptüberschrift


Schokoladen-Mandelkekse nach einem EDEKA-Rezept
Quelle: EDEKA-Heft (abgewandelt)


Zutaten (für 1 Backblech):

350g Butter
50g Butter
3 Eier
100g Zartbitterschokolade (ich: 250g Schoki 80% u. 100g Vollmilch)
3 EL Milch
120g Mehl
1 TL Backpulver
100g gemahlene Mandeln
je 50g Zucker und Puderzucker


Zubereitung:

Die Schokolade zusammen mit der Butter schmelzen (kleinste Stufe od. im Wasserbad). Eier und Zucker 5 Minuten mit dem Mixer aufschlagen. Die Eier unter die Schokolade heben und der Reihe nach Milch, Mehl + Backpulver und Mandeln unterrühren.
Im Kühlschrank fest werden lassen.
Inzwischen den Backofen auf 190°C vorheizen.
Einen Teller mit Puderzucker und einen mit Zucker bereit stellen.
Aus dem Teig Kugeln formen (ca. 4 cm Durchmesser) und nacheinander in Zucker, dann Puderzucker wälzen.
Die Kugeln auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen und 8 Minuten bei 190°C backen.

bis bald!


Tuesday,13. December 2011

*Teltower Rübchen für Erwachsene

Teltower Rübchen
Teltower Rübchen mit Kaffee-Karamell
Creative Commons License flickr.com/multikulinaria
Teltower Rübchen sind (dr)in.

In der Arche des Geschmacks werden in ihrer Existenz bedrohte regionale Lebensmittel, Nutztier- und Nutzpflanzen-
arten vor dem Vergessen und dem unwieder-
bringlichem Verschwinden gerettet.
Diese internationale Initiative von Slow Food verhalf u.a. auch den Teltower Rübchen zu deren Come-back.

Die Teltower Rübchen sind nicht - wie gern behauptet - DDR-Früchtchen, denn auch für die kollektiv-sozialistische Landwirtschaft war der Anbau der kleinen Rüben wirtschaftlich uninteressant. Ihr Überleben verdanken die äußerst schmackhaften Teltower Rübchen ausschließlich Hobbygärtnern, welche das Gemüse fortlaufend kultivierten (weitere Infos siehe unten).

Erstmalig gekostet hatte ich diese schrumpeligen Rübchen bei den Geschmackstagen 2009 in Potsdam. Was ihnen an Attraktivität abgeht, wird durch konzentrierten, markanten Geschmack wett gemacht. Kein Vergleich mit den hübschen, aber geschmacksneutralen Mairübchen.

Als mir kürzlich Teltower Rübchen über den Weg liefen, brauchte es daher keinerlei Überzeugungsarbeit, aber einen gewissen Rechercheaufwand, wie diese am besten zuzubereiten seien.

In 99% der gefundenen Rezepte wurden die Teltower Rübchen karamellisiert. Dann musste das wohl so sein.
Habe ich auch gemacht. Um aber den Zucker vor meinem figurbetonten Herrn Schatz und Mittagskocher zu kaschieren und dem Ganzen mehr Pepp zu verleihen, habe ich noch Kaffee in's Rezept geschmuggelt. Der Hammer!

Ob Wildreis die beste Wahl war, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Möglichwerweise hätten Kartoffeln oder Kroketten noch besser gepasst. Die Soße ist sicherlich verbesserungswürdig. Ich sollte mir vielleicht das Kosmos-Soßen-Buch zu Weihnachten wünschen. Soßen kann ich nämlich wirklich nicht richtig... :-|


Rezeptüberschrift


Teltower Rübchen werden karamellisiert und mit Kaffee verfeinert.
Quelle: Eigenkreation


Zutaten (für 2 Personen):

500g Teltower Rübchen
1,5 EL Zucker
1 gehäufter TL Kaffee (gemahlen)
ca. 50g + 50g Butter
ca. 200g Wildreis
Mehl
1 Ei
Salz

Zubereitung:

Den Wildreis spülen und mit der doppelten Menge Wasser und Zugabe von etwas Salz kochen. Wenn das Wasser verkocht ist, bei geschlossenem Deckel noch 10 Minuten ziehen lassen.
Die Rübchen waschen und schälen bzw. gründlich abbürsten.
Die größeren Rübchen längs halbieren. Teltower Rübchen in Salzwasser bissfest garen.
Durch ein Sieb abgießen und das Kochwasser auffangen.
Die Butter mit dem Zucker in einem breiten, flachen Topf zerlassen und den Kaffee, sowie die abgetropften Teltower Rübchen hinein geben. Die Rübchen schütteln oder sanft verrühren, so dass alle rundherum mit Karamell überzogen sind.
Mehl und Butter in einer Pfanne verrühren, mit der Kochflüssigkeit der Rübchen ablöschen und kräftig verrühren. Nach dem Abkühlen ein Ei unterrühren.

Kaffee schmeichelt nicht nur im Becher, sondern auch am Rübchen...


Teltower Rübchen-Info
bei Slow Food
im Blog Kulinarische Zeitreise

Friday, 9. December 2011

*Campus Cooking

© Campus Cooking (Telekom)
Ab und an gehen mein Herr Schatz und Mittagskocher und ich zur Uni. Dort stillen wir allerdings keinen Wissens- sondern Kaffeedurst. Vor Lehmanns Buchhandlung in weichem Sessel geparkt, lässt es sich im Adlershofer Unigelände gemütlich chillen und brainstormen.

Beim letzten Besuch wurde ich auf ein ausliegendes Heft namens 'Campus Cooking' aufmerksam. Darin erfuhr ich von 2 coolen Köchen (Stefan Wiertz - Campus Cooking-Routinier und neu dabei Kevin von Holt), die hochmotiviert im Wintersemester 2011/12 an 10 deutschen Unis leere Mensateller füllen und auch zum selber kochen animieren.

Letzteres durch besagtes Heftchen. Campus Cooking enthält eine Hand voll jugendgemäß artikulierter Rezepte, von besserer Tomatendosensuppe über Salat im Parmesannest und Lila Laune Kartoffelsalat bis hin zu Eindruck-schindender Rinderroulade auf geschmortem Birnenrotkohl mit Kartoffelschnee. Und hinterher Pfannkuchen.

Jedes Rezept ist mit einem QR-Code versehen, so dass der mobil surfende Koch, seinen Einkaufszettel durch einlesen des Codes in's Smartphone laden kann.

Außer Rezepten gibt es im Campus Cooking-Booklet noch elementare Gewürz-Kunde, Erhellendes über den Zusammenhang von Nahrung und Leistungsfähigkeit des Gehirns, sowie praktische Ratschläge, wie man an die Einmachgurken kommt, wenn der Deckel mal klemmt. Ehrlich! Naja, nicht zu bierernst halt...

Ich kann mir gut vorstellen, dass die coolen Jungs, die unkomplizierte Art der Ansprache und die gut nachkochbaren Rezepte den einen oder anderen Studi aus der Spaghetti-mit-Tomatensoße-Hölle retten können. Ich wünsche gutes Gelingen!
Und wenn die Telekom, die hinter der Aktion und mit leuchtendem T auf jeder 3. Heftseite drauf steht, ein paar Smartphones verkauft, seis drum...


Der Tourenplan:
Mainz 14.11. bis 18.11.2011
Freiburg 14.11. bis 18.11.2011
Chemnitz 21.11. bis 25.11.2011
Bayreuth 21.11. bis 25.11.2011
Marburg 28.11. bis 02.21.2011
Dresden 28.11. bis 02.12.2011
Stuttgart 05.12. bis 09.12.2011
Münster 05.12. bis 09.12.2011
Bochum 12.12. bis 16.12.2011
Passau 12.12. bis 16.12.2011


Campus Cooking Website
Campus Cooking Booklet

Tuesday, 6. December 2011

*Zum reinknien...

Kartoffel-Karotten-Püree mit Entenbrust
Kartoffel-Karotten-Püree mit Entenbrust
© multikulinarisch[es]
Der Mittagskocher hatte bei einer Bekannten ein Püree aus Kartoffeln, Karotten und etwas Sellerie aufgetischt bekommen. Er fands lecker und hat bei mir Nachschlag bestellt...

Dass Kartoffelpüree in Kombination mit Pastinake ein Traum ist, hatte ich auf der Stromburg beim Herrn Lafer erstmalig geschmeckt.
Die Kombination Kartoffel, Karotte, Sellerie war ebenfalls großartig. Wir konnten Beide gar nicht aufhören zu löffeln...

Dazu haben wir uns eine Entenbrust gegönnt (ohne Gemüsebeilage, weil das Gemüse ja bereits im Püree steckte).
Die Entenbrust hätte ein paar mehr Minuten im Backofen vertragen. Ich weiß, dass Entenbrust innen unbedingt rosa sein soll, aber meine schien mir noch einen Ticken zu roh, deshalb habe ich nach dem Aufschneiden und Ablichten, noch kurz nachgegart...



Kartoffel-Karotten-Püree mit Entenbrust


Ein Püree aus Kartoffeln, Karotten und etwas Knollensellerie. Dazu Entenbrust.
Quelle: Dagmar



Zutaten: (für 3 - 4 Personen)

12 Kartoffeln
7 Karotten
1/4 große Sellerieknolle (bzw. ganz kleine Knolle)
2 Entenbrüste
1 EL Haselnussöl (alternativ: Olivenöl)
Milch
Butter
Salz
Pfeffer
1 Spritzer Granatapfelsirup (optional)



Zubereitung:

Die Kartoffeln und Karotten schälen. Kartoffeln halbieren (größere vierteln) und die Karotten dritteln (kleine halbieren).
Das Stück Sellerie ebenfalls schälen und grob zerteilen.
Das Gemüse gemeinsam in Salzwassser garen, bis es weich genug ist, um püriert zu werden.
Einen Teil der Brühe abgießen und anderweitig verwenden.
Das Gemüse unter Zugabe von etwas Milch mit einem Kartoffelstampfer zu einem sämigen Brei pürieren.
Zum Verfeinern einen Klacks Butter und ein wohlschmeckendes Öl unterrühren.
Bei Bedarf nachsalzen.

Die Entenbrust waschen und trocken tupfen. Die Hautseite rautenförmig einschneiden.
Von beiden Seiten salzen und pfeffern.
Bei kräftiger Hitze auf der Hautseite anbraten, bis ausreichend fett ausgetreten ist. Dann die Hitze etwas herunter regeln und die Entenbrust auf beiden Seiten knusprig braten.
Die fertig gebratene Entenbrust in Alufolie gewickelt im Backofen nachgaren und anschließend noch 5 Minuten ruhen lassen.

Wer mag, kann beim Anrichten einen Spritzer säuerlichen Granatapfelsirup auf das Püree geben.

Das Kartoffel-Karotten-Sellerie-Püree hat Suchtpotential. Nur unter Aufsicht herstellen und einnehmen ;-)

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