Tuesday,21. February 2012

*so schnell kann's gehen...

Rest vom Rucola-Pesto
Rucola-Pesto
© multikulinarisch[es]
Heute ergrünt, morgen ergraut... Bildlich gesprochen. Rucola-Pesto hat eine sehr geringe Halbwertszeit. Bei uns war es in Null-Komma-Nichts Geschichte (siehe Foto).

Rucola-Pesto bringt mitten im Winter Farbe und Frische auf den Teller. Es ist schnell gemacht, hat eine feine Schärfe und wir haben es zu Spaghettis verputzt.

Das Rezept hatte Claus Schlemmer mir netterweise auf Facebook mitgeteilt und ich habe es stehenden Fußes nachgemacht.
Ich hatte nur wenig Öl im Haus, habe deshalb, und auch weil ich Öliges schlecht vetrage, auf das heiße Ölbad verzichtet und stattdessen den Rucola kurz in großem Topf in wenig Öl angebraten. Bei dieser Gelegenheit habe ich den Rest des Knoblauchöls vom Knoblauch konfieren verwendet.



Rucola-Pesto


ein frisches, satt-grünes Pesto aus Rucola und Walnuss mit milder Schärfe
Quelle: (abgewandelt) Blog 'Nur das Gute Zeugs'


Zutaten (für 1 Glas a 400 ml):

200g Rucola
70g Parmesan
70g Walnusskerne
1 Knoblauchzehe
1 unbehandelte Zitrone
50 ml Öl (ich: Knoblauchöl)
Salz

Zubereitung:

Von der unbehandelten, gewaschenen Zitrone die Schale abreiben.
Walnusskerne fein hacken.
Parmesan fein reiben.
Den Rucola waschen und gut trocknen. Dann in heißem Öl kurz anbraten (bzw. in größerer Menge Öl kurz frittieren). Der Rucola darf seine frische grüne Farbe nicht verlieren.
Den abgetropften Rucola mit den restlichen Zutaten im Mixer pürieren und mit Öl auffüllen. Ich habe das Pesto im Glas lediglich mit Öl bedeckt.

Ein leckeres Pesto, das aber nicht lange (vor)hält... ;-)



Monday,13. February 2012

*Sauerkrautsuppe

Sauerkraut-Suppe
Sauerkrautsuppe
© multikulinarisch[es]
Sachen gibts, die gibt's gar nicht. Zum Beispiel Sauerkrautsuppe.

Dachte ich zumindest. Doch ich wurde bei Küchenlatein's Sauerkraut-
suppe mit Bratapfel
eines Besseren belehrt. Obwohl nicht der große Sauerkrautfan, eigentlich mochte ich's nur gern in gebratenem Aggregatzustand, war mein Interesse geweckt.
Nachdem ich meinen Herrn Schatz und Mittagskocher überzeugen konnte, dass kein Hungertod zu befürchten sei, gab auch er grünes Licht. Also Sauerkrautsuppe!

Ich habe die Suppe nach Rezept gekocht, aber bei den Äpfeln abgewandelt. Im Gegensatz zu anderem Obst, bin ich bei Äpfeln am Mittagessen eher zurückhaltend. Wobei, damals mit Aubergine war's fein...

Ich habe meinen Apfel nicht gestückelt, sondern gerieben und, der sauren Suppe wegen, leicht karamellisiert. Würde ich wieder so machen. Den Mittagskocher hat die Sauerkrautsuppe zwar nicht vollends überzeugt, aber mir hat sie gut geschmeckt.

Nur hat mit der vorgegebenen Garzeit für die Kartoffeln etwas nicht funktioniert. Möglicherweise wegen des Weins brauchten die Kartoffeln noch einmal über eine Dreiviertelstunde, um einigermaßen weich zu werden. Im Endeffekt waren sie außen prellig mit weichem Kern... Sollte ich die Suppe mal wieder machen, würde ich die Kartoffelstückchen gleich mit kochen bzw. in separatem Topf.

Der verwendete Majoran ist in meinem Haushalt so ziemlich das einzige Kräutlein, dass sich klaglos überwintern lässt. Als Balkonbewohner (außer im Winter) darf er natürlich demzufolge auch am Balkonbewohner-Blogevent teilnehmen.


Sauerkraut-Suppe


Suppe mit Sauerkraut und karamellisierten Apfelspänen
Quelle: Blog Küchenlatein (abgewandelt)
Rezept: Magazin 'Meine Landküche'


Zutaten (2 - 3 Personen):

500g Sauerkraut
400g Kartoffeln
1 Zwiebel
1 Apfel (ich: Boskop)
2 EL Mandelstifte
700 ml Gemüsebrühe (ich: Bio-Brühwürfel)
150 ml Weißwein
2 EL Öl
1 EL Mehl
1 TL Paprikapulver (edelsüß)
1 TL Kümmel
2 Stängel Majoran (frisch)
30g Butter
2 TL Rohrzucker
Salz
Pfeffer


Zubereitung:

Zwiebel schälen, halbieren und anschließend in Ringe schneiden. In heißem Öl die Zwiebel anbraten und Mehl, sowie Paprika darüber stäuben.
Mit Brühe ablöschen und auffüllen. Sauerkraut, Kümmel und Wein zugeben und alles gut verrühren.
Salzen, pfeffern und sachte 45 Minuten köcheln lassen (ich: abgedeckt).

Die Kartoffeln schälen und würfeln. Den Majoran abspülen, trocken schütteln und von den Stängeln streifen.
15 Minuten vor Ende der Garzeit, die Kartoffeln in die Brühe geben und mit kochen (oder separat kochen; s.o.).
Den Apfel waschen, schälen, entkernen und grob reiben.
In einer Pfanne die Butter mitdem Rohrzucker zerlassen, bis der Zucker karamellisiert. Die Mandelstifte und die Apfelspäne mit dem Karamell verrühren, so dass alles benetzt wird.

Die karamellisierte Apfel-Mandelmischung entweder auf die Teller geben oder vor dem Servieren direkt in die Suppe einrühren.
Sauerkrautsuppe mit Majoran bestreuen.

mal ganz was Anderes...


Tuesday, 7. February 2012

*Mode zum Anbeißen - Fashion Food

Fashion Food
Fashion Food
© All rights reserved by Pressefotos Museum für Kommunikation Berlin
Mit gewisser Skepsis hatte ich die Ankündigung der Ausstellung 'Fashion Food' gelesen. Das Gespann aus Fotograf Helge Kirchberger und Sternekoch Roland Trettl (Hangar-7 in Salzburg) hatte die bizarre Idee, für ein künstlerisches Projekt ihre Protagonisten in Essbares zu hüllen.

Oktopus als Mäntelchen, Schokolade als Tarnanzug, Zuckerperlen als Diadem, aufgetürmte Eierschalen als Hochsteckfrisur, Schweinenetz als Cape und Königskrabbe als Kopfschmuck .... darf man das denn? Mit Essen spielt man doch nicht, haben wir gelernt.

Als an Fotografie und Delikatessen interessierter Mensch, konnte ich mich den faszinierend in Szene gesetzten Köstlichkeiten denn doch nicht entziehen und besuchte die Ausstellung Fashion Food im Museum für Kommunikation Berlin.
Begleitet haben mich James und Zoë vom überlin Blog. (Achtung für Weiter-Klicker. Anklicken ist heute ausnahmsweise nicht wirklich empfehlenswert (sonst immer), da die Beiden ein scheußliches Foto für ihren Music Monday gepostet haben. Brrr).

Obgleich etwas verwirrend - auch einem Museum für Kommunikation könnte etwas Kommunikationsdesign gut zu Gesicht stehen - verlief der Ausstellungsbesuch dann zumindest ohne schlechtes Gewissen.
Im Interview mit Roland Trettl stand nämlich nachzulesen, dass die eingesetzten Materialien weitestgehend ihrer Bestimmung zugeführt, sprich verspeist wurden.
Als Koch ist es Roland Trettl wichtig, sorgsam mit Essbarem umzugehen. So wurden für das Fotoshooting auch nur lebensmittelechte Hilfsmaterialien verwendet.

Das gemeinsame Fotoprojekt 'Fashion Food' von Helge Kirchberger und Roland Trettl nahm 2007 seinen Anfang. 2008 erschien das Buch 'Fashion Food'. Die Ende Januar zu Ende gegangene Ausstellung in Berlin zeigte überwiegend neuere Arbeiten und fokussierte mehr als bisher auf die Schönheit und Strukturen der Lebensmittel selbst.

Fashion Food
Fashion Food
© All rights reserved by Pressefotos Museum für Kommunikation Berlin


Statt der erwarteten 50 Bilder, fanden wir in einem der Wandelgänge des Museums für Kommunikation lediglich etwa 10 Exponate Fashion Food.
Geniale Aufnahmen! Erst durch Bildunterschrift und genaues Hinsehen erschlossen sich modische Zutaten wie Fischschwänze, Zuckerwatte, Teig, Spaghetti, Radicchio, Chili, Algen, Salat und viele mehr. Weitere ca. 10 Exponate hingen großformatig im Rondell des Museums, so dass man sie von verschiedenen Standpunkten innerhalb des Museums-Runds betrachten konnte. Sehr eindrucksvoll, aber ich fand es etwas schade, da ich bei Fotos gern näher rangehe und Details betrachte.
Und den Rest der Ausstellung haben wir entweder übersehen oder er war nicht da. Wie ich schon sagte, etwas verwirrend das Ganze.

Trotz allem, hat sich der Besuch im Museum für Kommunikation aber gelohnt. Und die überliner zu treffen, sowieso. :-)

Den Ausstellungsbesuch und Bericht darüber nehme ich zum Anlass für eine neue Rubrik. Kulinarisches im Zusammenhang mit Kunst. Ähnlich wie Stevan vom Blog Nutriculinary kulinarische Prosa verbloggt, werde ich die Augen nach künstlerisch Kulinarischem, jenseits von essbaren Kunstwerken auf 3-Sterne-Tellern, offen halten. Mal schauen, wohin das führt...
Zuerstmal sollte ich mir aber einen knackigen Namen für diese Rubrik einfallen lassen. Bin für Vorschläge zu haben. ;-)


Suchen : Fashion Food
Fashion Food
von: Roland Trettl Roland Trettl, Helge Kirchberger Helge Kirchberger
September 17, 2008
 


Friday, 3. February 2012

*Eingerührt: Gastronomin für einen Tag

Nata © courtesy of pastasciutta
Nata, in Köln geboren, im echten Leben Natalie Simons, Linguistin, freie Autorin und gelegentlich Stadtführerin, ist zudem begeisterte Food-Bloggerin.
Mit ihrem Blog pastasciutta ist Nata seit September 2009 online. Über das Bloggen und alles, was damit zusammenhängt, hat sie wahnsinnig interessante Menschen kennen gelernt. Laut eigener Aussage macht das Bloggen ihr Leben sehr viel schöner.
Und deutlich spannender würde ich sagen.... Hört selbst:


........... O-Ton Nata ............

Zum Teufel und zu meinem puren Vergnügen

Von der Idee eines Pop-up Restaurants


Plötzlich habe ich mein eigenes Restaurant. Gemeinsam mit Torsten und Marco, die ich vor kurzem noch gar nicht kannte, stehe ich hinter dem Tresen und fülle Teller. Wenn ich hochblicke, sehe ich in strahlende Augen, die sich auf ihr Essen freuen. Wir haben die besten Gäste, die man sich nur vorstellen kann und sie füllen das Lokal bis auf den letzten der 30 Plätze. Genau genommen hat Marco es geschafft, sogar 32 Gäste reinzuquetschen. Von sowas kann jeder Gastronom nur träumen.

Der entscheidende Punkt aber ist, dass es sich nicht wirklich um Gastronomie handelt. Mit Gewerbe und Geld verdienen hat das nichts zu tun. Die Gäste zahlen nur den Wareneinsatz. Hinzu kommt ein geringer Aufschlag für den erstklassigen Wein, den wir an diesem Abend von Christoph bekommen. Davon bezahlen wir eine Spülerin, die wir brauchen, weil wir keine Spülmaschine haben.

Das Pop-up Restaurant hat nicht einmal einen Namen, sondern nur ein Motto. "Zum Teufel mit den guten Vorsätzen" prangt in professionell gestalteten Lettern auf dem Leuchtkasten an der Fassade und ist wohl noch im benachbarten Volksgarten zu sehen. Das Claers in Zollstock ist für einen einzigen Abend die Heimat eines Experiments.

Erst vor ein paar Monaten sind Torsten und Marco mir vor dem Bahnhof in Neapel begegnet. Gemeinsam warteten wir auf den Bus, mit dem Florian Siepert uns zum Food Camp Cilento bringen würde. Nun sind wir Partner in diesem leicht verrückten Projekt in Köln.

© courtesy of pastasciutta


Diesen Weg sind andere in Berlin bereits gegangen: "Come to places you don't know, to eat food, you haven't ordered, together with people you have never seen before." - So lautet der Claim des RollinRestaurant von unserem Freund Paul Fritze und seinen Partnern.

Berlin ist eine Weltstadt, da spricht man Englisch. In der Provinz versuchen wir es zunächst mit Hochdeutsch. Eine Spur Lokalkolorit soll höchstens im Essen durchkommen.

Mehr als eine Spur ist es aber dann doch nicht. Das Menü ist hauptsächlich eine Bauchentscheidung. Wir haben Appetit auf Wild, da sind wir uns sofort einig. So landet der Hirsch im Ofen. Schnell und unkompliziert rüttelt sich alles zurecht.

Gemeinsam entwickeln wir die Idee des Appetizers: Apfel, Sellerie, Käse. So klar und so pur, dass ich jetzt noch ganz verliebt in diese Idee bin. Sowas taugt zum Klassiker. Ich möchte so gerne mal ausprobieren, ob es funktioniert, Käsekroketten für 30 Personen zu machen. Schließlich schwitze ich Blut und Wasser, weil mir erst beim Anblick der riesigen Pfannen einfällt, dass die Kroketten im heißen Fett platzen könnten. Der Star des Abends sind am Ende die kleinen Kerbelknollen, die Torsten entdeckt hat.

© courtesy of pastasciutta


Das Teamwork funktioniert aus meiner Sicht super, obwohl unsere Vorbereitungen in eine Zeit fallen, in der ich gar nicht so viel Präsenz zeigen kann, weil ich andere Verpflichtungen habe. Ich genieße aber noch viel mehr als das Engagement die Ideen der Jungs. Mein Part in der Küche ist der eines Fressers und Handwerkers. Torsten, mit seinem ausgeprägten Sinn für Stil schafft es, meine profanen Vorstellungen auf ein höheres Niveau zu heben. Dazu kommt Marcos unschätzbare Erfahrung mit der Organisation von Veranstaltungen und seine positive Energie. Auf diese Weise entsteht etwas Neues, das seit dem 21. Januar 2012 unvergessen ist.
Ich freue mich sehr auf eine Fortsetzung, denn ich glaube, dass da noch verdammt viel Luft nach oben ist.

Meine ersten Eindrücke bei pastasciutta, mit Links zu Beiträgen meiner Mitstreiter und der Gäste.

Tuesday,31. January 2012

*Süßkartoffelsuppe mit Ingwer

Süßkartoffelsuppe
Süßkartoffelsuppe mit Ingwer
© multikulinarisch[es]
Nach einem spontan verabredeten winterlichen Spaziergang mit Kumpel, verlangte uns nach einer kuschelig-warmen Kleinigkeit zu essen.

Da kamen mir die 3 Süß-
kartoffeln im Schrank gerade recht.
Ich habe sie annähernd nach der Vorlage von foolforfood bzw. von Chili & Ciabatta als Süßkartoffelsuppe zubereitet.
Das Ergebnis waren 3 Teller voll samtig-weicher, schmackhafter, durchwärmender Suppe.
Leider nicht in weiß, was bedeutet, dass ich heute meine letzte Chance verspiele, für Januar noch ein weißes Rezept für den Blogevent 'Cookbook Of Colors' einzureichen. Blöd! Bleiben immerhin noch 11 Monate, mitzumachen. Aber zu hellblau (Februar) fällt mir vorerst gar nichts ein... :-|

Statt Hähnchenspieß hatte ich, in Anlehnung an ein anderes Süßkartoffelsuppen-Rezept, Zucchini-Streifen in Öl gebraten. Die Zucchini hat aber überhaupt nicht mit der Suppe harmoniert. Deshalb unterschlage ich sie im Rezept auch.
Bei der Würze bin ich lediglich der Farbe schwarz treu geblieben. Ich habe aber weder Schwarzkümmel (Originalrezept) noch schwarzen Sesam (Claudia) verwendet, sondern schwarzen Zwiebelsamen, ergänzt um gerösteten Koriandersamen. Kam gut!


Süßkartoffelsuppe mit Ingwer


eine wärmende und würzige Süßkartoffelsuppe mit schwarzen Zwiebelsamen und geröstetem Koriandersamen
Quelle: Blog foolforfood (abgewandelt)
Rezept: Jacqueline Amirfallah (ARD-Buffet)


Zutaten (für 3 Portionen):

50g Butter
8-10 cm Ingwerknolle (ich: 1 EL Ingwerpulver)
3 große rosa Süßkartoffeln
1 Zwiebel
1l Gemüsebrühe
1 Schuss Whisky
2 EL Sahne (optional; ich: ohne)
1 TL schwarzer Zwiebelsamen
1/2 EL Koriandersamen
1/2 TL schwarzer Pfeffer
Salz


Zubereitung:

Den Ingwer schälen und fein hacken bzw. reiben.
Die Zwiebel schälen und fein würfeln.
Den Pfeffer zermahlen.
Die Süßkartoffeln schälen und in etwa 1 cm große Würfel schneiden.
Zwiebel und Ingwer in der Butter anbraten. Die Süßkartoffeln dazu geben und mit Salz und Pfeffer würzen. Einen Schuss Whisky angießen und auf kleinster Stufe mit Deckel drauf und gelegentlichem Rühren 5 Minuten köcheln lassen (Butter und Gemüse sollen nicht braun werden).
Die heiße Brühe (ich: Wasser plus Bio-Brühpulver) angießen und die Süßkartoffeln in etwa 15 Minuten weich kochen.
Ein wenig abkühlen lassen und anschließend Suppe pürieren.
Den Koriandersamen in einer Pfanne ohne Fett rösten bis er duftet. Dann zusammen mit dem Zwiebelsamen im Mörser zerdrücken und in die fertige Suppe einrühren. Bei Bedarf nachsalzen.

Wir hätten gern jeder noch Nachschlag genommen, aber mehr gaben die 3 Süßkartoffeln leider nicht her...


Thursday,26. January 2012

*... aber den Appetit nicht verloren (Teil 2)

Protestsuppe
Protestsuppe
© courtesy of Markthalle IX
Hatte ich gestern beim 'Wir haben es satt!'- Demo-Rückblick erwähnt, dass es zum Aufwärmen Protestsuppe gab und dass Rapunzel Schokolade und Nüsse verschenkt hat?

Nein? Also, für die Protestsuppe wurde ausschließlich Gemüse verwendet, das nach geschriebenen und ungeschriebenen Normen vernichtet worden wären, aber 100% genusstauglich war.
Eine fröhliche Crew von Freiwilligen hat am Vorabend der Demo in der Markthalle IX unter Anleitung von Demo-Koch Wam Kat und musikalisch beflügelt von DJ decent und DJ Fog Puma knubbeliges und krummes Gemüse geschnippelt was das Zeug hält.
Leider war bei der Demo die Genehmigung für eine lange Tafel zum gemeinsam Essen verweigert worden. So wurde die Protestsuppe denn dezentral an verschiedenen Ständen ausgeteilt und wärmte ordentlich auf.

Erwähnenswert ist noch, dass unter den 'Wir haben es satt!'-Demonstranten eine große Anzahl Bäuerinnen und Bauern waren, denen die deutsche und EU-Agrarpolitik ebenfalls mächtig stinkt....
Soviel als kurzer Nachtrag zur Demo selbst.


Wie angekündigt, habe ich mir Gedanken gemacht, welche im Alltag gut umzusetzende Ratschläge ich uns geben kann, um als Verbraucher die industrielle Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion nicht zu unterstützen.
Einiges hängt vom Geldbeutel ab, Anderes ist durchaus mit kleinem Einkommen machbar. Es sind lediglich Vorschläge, die zum Nachdenken, bewussterem Einkaufen und eigenen Ideen anregen sollen.

Lasst mich bitte auch Eure Ideen und Vorschläge aus Verbrauchersicht wissen.

keine vorbearbeiteten Lebensmittel konsumieren

Fertiggerichte und anderweitig verarbeitete Lebensmittel enthalten meist Eier aus Käfighaltung, in den USA neuerdings auch Zellulose (!) als Ballaststoff, massig Zucker und reihenweise Es, die darin nichts zu suchen haben. Am gesündesten (oft genau so schnell) und wohlschmeckendsten ist selbst Gemachtes (Mittagessen, Marmeladen, etc.).

sofern erreichbar, Fleisch lieber beim Metzger kaufen

Das Fleisch beim Metzger stammt nicht zwangsläufig aus artgerechter Haltung, aber kann zumindest bis zum Hersteller zurückverfolgt werden. Es stammt in der Regel auch nicht aus den Konzernen, die Supermärkte und Discounter beliefern, erhält also kleinere Höfe und den Handwerksberuf. Idealerweise kommt das Fleisch von einem kleinen Schlachthof, die ebenfalls in ihrer Existenz bedroht sind.

je nach Geldbeutel regelmäßig oder gelegentlich auf dem Markt bzw. im Hofladen einkaufen

Das macht nicht nur Riesen-Spaß, sondern man kauft ehrliche Produkte zu ehrlichen Preisen und unterstützt die Bauern und Produzenten aus der Region, die auf dem Markt ihre Ware anbieten.

saisonal und regional kaufen

Wer nicht auf dem Markt einkaufen kann, der kann auch im Supermarkt weise Entscheidungen treffen. Obst und Gemüse, die gerade Saison haben (und damit die besten Wachstumsbedingungen versus unter Plastikplanen bei Kunstlicht) den weit gereisten Produkten vorziehen. Probieren Sie Gemüse aus, die gerade wieder aus der Versenkung auftauchen und tragen damit zu wachsender Nachfrage nach eben diesen vergessenen Sorten bei.

Essensreste einfrieren statt entsorgen

Wenn nach dem Kochen etwas übrig bleibt, am nächsten Tag als Resteessen (ggf. mit anderen Zutaten kombinieren) verspeisen oder einfrieren. Bei Ebbe in der Vorratskammer oder im Portemonaie freut man sich über derartige TK-Fundstücke umso mehr...

unpopuläre Fleischschnitte, Knochen und unzerteiltes Geflügel kaufen

Wenn nicht mehr nur Hühnerbrust und Filetstücke gefragt werden, sondern Tiere vollständig (samt Innereien) verwertet werden können, ist in ethischer und kulinarischer Hinsicht viel gewonnen. Außerdem werden dann ein paar weniger Fleischreste nach Afrika verschifft, die Welthunger nicht stillen sondern anfeuern (s.o.)...
Außerdem lassen sich aus den Knochen und anderweitig nicht benötigten Fleischabschnitten Fonds kochen, die an dieser Stelle den Kauf von Fertigprodukten überflüssig machen und mit Sicherheit besser schmecken.

Suchen : Das Kochbuch der verpönten Küche
Das Kochbuch der verpönten Küche
von: Wolfram Siebeck Wolfram Siebeck
März 15, 2008
 

generell weniger Fleisch konsumieren

Wir haben unseren Fleischkonsum (zumindest beim Mittagstisch) stark eingeschränkt und vermissen nichts.
Klar muss man wissen, dass und vor allem WIE, ein Mittagessen auch ohne Fleisch schmackhaft und sättigend zubereitet werden kann. Und zwar ohne gefürchtete Grünkernburger und Dinkelkekse. ;-)

Ein Vorbild in Sachen konsequentem partiellen Fleischverzichts ist Bloggerin Ulrike von Küchenlatein, die jeden Donnerstag fleischlos kocht und bloggt. Ebenso findet man Ideen und Rezepte für fleischlose Gerichte in den meisten Foodblogs, die ihre vegetarischen Gerichte entweder als solche kennzeichnen oder in einer eigenen Rubrik zusammenfassen. Eine kleine Auswahl:
Küchenlatein: vegetarischer Donnerstag
Küchentanz - vegetarisch
Fool for food - vegetarisch
Chili & Ciabatta - vegetarisch
Cosycooking - vegetarisch
Foodfreak - vegetarisch
Barbaras Spielwiese - vegetarisch
Einfach Guad - vegetarisch

zum weiter stöbern:
Foodblogs (deutsch u. engl.)

Ausnahmslos fleischlose und köstliche Gerichte gibt es im vegetarischen Blog 'Mestolo' und weniger, aber ebenso tolle im fleisch- und fischlosen Blog 'Butter bei die Fische':
Mestolo.com
Butter bei die Fische

Wer noch Platz auf dem Kücheregal kann auch zu einem dieser empfehlenswerten vegetarischen Kochbücher greifen:

deutsch:
Bücher : Alles Gemüse! 135 Rezepte ohne Fleisch

Alles Gemüse! 135 Rezepte ohne Fleisch
von: Simon Hopkinson Simon Hopkinson
März 12, 2010
 
Bücher : Alte Gemüsesorten - neu gekocht: Topinambur, Petersilienwurzeln, Steckrüben, Haferwurzeln, Spaghettikürbis, Rote Beete, Schwarzwurzel
Alte Gemüsesorten - neu gekocht: Topinambur, Petersilienwurzeln, Steckrüben, Haferwurzeln, Spaghettikürbis, Rote Beete, Schwarzwurzel
von: Keda Black Keda Black, Akiko Ida Akiko Ida
August 09, 2011
 
Bücher : Genussvoll vegetarisch. mediterran-orientalisch-raffiniert
Genussvoll vegetarisch. mediterran-orientalisch-raffiniert
von: Yotam Ottolenghi Yotam Ottolenghi
Januar 24, 2011
 


englisch:
Suchen : River Cottage Everyday Veg
River Cottage Everyday Veg
von: Hugh Fearnley-Whittingstall Hugh Fearnley-Whittingstall
Oktober 01, 2011
 

Bio

Leider ist bio nicht gleich bio. Wegen der wachsenden Popularität und Nachfrage werden Biolebensmittel inzwischen oft im Ausland und häufig in Monokultur angebaut.
Es gibt verschiedene Gütesiegel, die Auskunft über Regionalität, Standards der Tierhaltung (z.B. artgerechte Haltung und Fütterung) und erlaubter Inhaltsstoffe geben.
Liste der Bio- und Umweltsiegel (für Details, jeweiliges Logo anklicken)

beim Kauf von Fisch auf MSC-Siegel achten

Auch Fische haben's nicht leicht. Überfischung, Raubbau-Fangmethoden, teils grauslige Bedingungen in Aqua-Kulturen, etc.
Das MSC-Siegel zertifiziert Fisch aus umweltschonender und bestandssichernder Fischerei.
Info zum MSC-Siegel

Plastikverpackungen meiden

Nicht nur aus gesundheitlichen Aspekten, sondern auch der Umwelt zuliebe, Getränke, Öl und sonstige Lebensmittel in Plastikverpackungen im Regal stehen lassen (sofern Alternativen zu haben sind). Plastik ist unverrottbar und bereitet bereits massive Umweltprobleme.
Plastikmüll im Meer

Mir ist übrigens völlig unbegreiflich, wieso dem grassierenden Trend zur Plastikverpackung kein Riegel vorgeschoben wird. Dosenpfand ging doch auch... Hallo Politiker, jemand zu Hause????


[Ergänzung v. 27.01.2012]
Folgende, gestern vergessene Punkte sind ebenfalls sinnvoll und leicht umzusetzen:

Brötchen und Brot beim (echten) Bäcker kaufen

Deutschland war mal berühmt für seine Brote. Dieses positive Image ist zwar in Teilen noch vorhanden, aber bar jeder Realität.
Brote und Brötchen kommen hierzulande in Massen als Fabrikware in Supermärkte und sogenannte Backshops. Wenigstens dürfen sich per Gesetz die Blender nicht länger als 'Bäckerei' definieren. Denn gebacken wird dort nicht, allerhöchstens aufgebacken.
Der Kauf beim Bäcker erhält das Handwerk.

Aber auch beim Bäcker ist nicht mehr alles Gold was glänzt, bzw. Brot, was danach aussieht. Naja, Brot ist es schon, aber kein handwerklich mit Sauerteig oder Hefe geführter Teig, sondern oftmals mit Fertigmischungen (inclusive fragwürdiger Inhaltsstoffe) aufgeblasener Teig.
Leider wird gutes Brot derzeit von den Medien zu Luxus stilisiert, sollte aber die Norm sein. Deshalb fragen Sie beim Bäcker ruhig nach, ob das Roggenbrot mit Sauerteig bzw. das Weizenbrot mit Hefe gebacken wurde. Derlei Nachfragen können (trotz Preisdruck der Konkurrenz) evtl. Bäcker motivieren, sich auf die Qualitäten ihres Handwerks zurück zu besinnen.

Oder man versucht sich selbst mit Brot backen. Da es sich um ein Handwerk handelt, beherrscht man es i.d.R. nicht sofort, aber mit gutem Sauerteig und Hilfestellung z.B. der Brotbackenden Foodblogger, kann man es zu ganz ansehhnlichen und schmackhaften Broten bringen.

meine bescheidenen Versuche:
multikulinarisches - Brot

die Profis:
Plötzblog
Chili & Ciabata - Brot & Brötchen
Kochtopf - Brot & Brötchen
Schnuppschnüssihr Manzfred - Brot & Brötchen
Küchenlatein - Brot

keine Eier aus Bodenhaltung kaufen

Die Eier aus wirklich guter Haltung finden sich nur auf dem Markt (von kleinen Höfen) oder im Hofladen. Danach würde ich die Bioeier einsortieren und dann mit Abstrichen Eier aus Freilandhaltung. Was ich aber generell meide, sind Eier aus Bodenhaltung.
Nach einer Sendung mit Björn Freitag, der bezüglich Eier-Qualität und Haltungsformen recherchiert hatte, fühlte ich mich in dieser intuitiven Entscheidung bestätigt.
Bodenhaltung heißt auf mehrere Etagen (eine Art Regal) gepfropftes Geflügel. Die Hühner können sich zwar theoretisch frei bewegen und umher flattern, aber Platz dafür ist nicht wirklich. Außerdem sehen sie keinen einzigen Strahl Tageslicht. Noch nicht mal durch Fenster oder so. Also Finger weg... ;-)


Upps, das war ja jetzt ein ganzer Verhaltenskodex... Aber bei so einem wichtigen Thema darf man einfach nicht die Klappe halten oder wegschauen. In diesem Sinne, guten Appetit!

Wednesday,25. January 2012

*Wir haben es satt... (Teil 1)

© Viktor Peschel (1a-photoshop.de)
Immer noch. Bereits im vergangenen Jahr gab es anlässlich der Grünen Woche eine Demonst-
ration
unter dem Motto 'Wir haben es satt!' in Berlin.


Damals hatte man die Ange-
legenheit wohl unterschätzt und ca. 20.000 friedlich und fröhlich dahinziehende Demonstranten legten für eine gute Weile Auto- und Straßenbahnverkehr u.a. in der Friedrichstraße lahm. Dieser lange Marsch von der Rückseite des Hauptbahnhofes bis vor's Brandenburger Tour war natürlich gute Publicity, da dieser Teil der Stadt (auch im Winter) von vielen Touristen und Passanten bevölkert wird.

Diesmal (vergangenen Samstag) mussten wir uns auf die Überquerung der ultra-kurzen Distanz zum Bundeskanzleramt beschränken. Ich kann aber nicht mit Sicherheit sagen, ob dies ein Politikum, oder Entscheidung der Organisatoren war...

Am Ende war es auch gut so. Denn das schon den ganzen Januar hindurch ätzende Wetter, zog am Samstag alle Register von Kälte bis Schneeregen. Trotz Nässe und Kälte kamen 23.000 Menschen aus ganz Deutschland zusammen, um mit ihrer Anwesenheit, Plakaten und lautstarken Unterstützung der Redner, die einzig vernünftige Form von Landwirtschaft zu fordern. Eine Landwirtschaft mit Respekt und Verantwortung für Mensch, Tier und Umwelt.

Sehr treffend wurde auf der Kundgebung gesagt, dass in Entscheiderpositionen in Agrarverbänden und Politik Menschen ohne Vision sitzen. Der Hunger in der Welt wird als Deckmäntelchen für Gewinnmaximierung und Exportzuwachs in's Feld geführt. Dass aber z.B. die hierzulande verschmähten und nach Afrika exportierten Hühnchenteile dank Subventionierung dermaßen billig sind, dass die einheimischen Hühnerfarmer ihre Produkte nicht mehr verkauft bekommen, wird in der Hunger-Diskussion selbstverständlich verschwiegen.
Ebenso das Thema Landgrabbing, also Aufkauf riesiger Flächen Land in z.B. Äthiopien, wo Pflanzen für Biosprit oder Viehfutter in Monokultur angebaut werden und einheimischen Farmern die Möglichkeit, eigenes Land zu besitzen genommen wird. Wie sollen afrikanische Kleinbauern auch Preise für Land aufbringen können, die Konzerne aus der 1. Welt locker hinblättern?

Neben den oben genannten Themen waren auch
  • Genfood
  • Massentierhaltung, artfremde, teils genmanipulierte Futtermittel und die nicht nur für die Tiere katastrophalen Folgen (man denke nur an E.Coli, Antbiotika-Rückstände und resistente Keime)
  • die Nachfolgekosten im Gesundheitswesen, die die scheinbar so effektive und kostengünstige Landwirtschaft Lügen strafen
  • die Regulierung von Lebensmitteln und damit einhergehende massive Verschwendung (ca. 50% der Ernten werden vernichtet) und
  • Saatgut-Souveränität
auf der Tagesordnung.

Und wie auf der Demo zu Recht skandiert wurde: Solange dem Wunsch des Volkes nach Gentechnik-freier und repektabler Landwirtschaft nicht Rechnung getragen wird kommen wir wieder. Jahr für Jahr. Ich auch.

Während ich letztes Jahr noch alleine zu 'Wir haben es satt!' gegangen war, waren wir diesmal schon zu acht. Bei solchen Zuwachsraten kann man uns irgendwann nicht mehr einfach ignorieren... ;-)
Allen, die diese Zeilen lesen und nicht in Berlin wohnen: Fürchtet Euch nicht!

Aus vielen Regionen Deutschlands fahren Sonderbusse direkt zur Demo und auf der Website gibt es eine Börse für Mitfahrgelegenheiten. Also, sattelt die Hühner und seid 2013 auch dabei wenn es wieder heißt

Wir haben es satt!




Wer den Film 'Food Inc. - Was wir wirklich essen' noch nicht in Kino oder TV gesehen hat, kann auf Youtube den gestückelten Film anschauen: Teil1

Links:
Wir haben es satt!
www.keine-gentechnik.de

Im 2. Teil (kommt morgen) mache ich mir Gedanken zu Lösungsansätzen für den Privatgebrauch. Bleibt dran!


Wednesday,18. January 2012

*Nüsse für Mutti

würzige Cocktail-Nüsse als Party-Snack
© multikulinarisch[es]
Auf Wunsch einer einzelnen Mutti poste ich heute das Rezept für die würzigen Nüsse von Silvester.

Eigentlich bin ich seit Tagen bis Oberkante Unterlippe in Datenbanken vergraben, um die Performance des kulinarischen Stadtplans 'Berlin Food Info' zu optimieren und das Eintragen neuer Schlemmeradressen zu erleichtern.
Eigentlich möchte ich jetzt auch gar nicht unterbrechen, um zu bloggen, aber wer kann einer Mutti schon widerstehen??? ;-)

Die würzigen Nüsse habe ich nach dem Kochbuch für Feste von Cynthia Barcomi gemacht.

Das Buch habe ich seinerzeit als Gastgeschenk bei der Buchvorstellungsparty erhalten. Es ist ein ansprechend bebildertes Kochbuch für, vor allem amerikanische, Gelegenheiten zum Feiern und Schlemmen.
Nach einleitenden Worten zur Planung und kulinarischen Ausgestaltung von Partys (ob ein romantisches Dinner zu zweit oder Thanksgiving mit der ganzen buckligen Verwandtschaft), verrät Cynthia, was in der Küche zum Gelingen der Vorbereitungen gebraucht wird.
Danach folgen jeweils 2 - 3 Rezepte für Buffet (Brunch, Geburtstag, Silvester), Für 2 (Verführung, Sonntagsfrühstück, Hochzeitstag), Für 4 (Schwiegermutterbesuch, Zwei mal Zwei), Für 6+ (Seder, Ostern), Feiern mit Kindern (Muttertag, Vatertag), Draußen feiern (Grillen, Picknick) und Thanksgiving & Weihnachten (Truthahn & Co., Weihnachtsessen).

Dein Kochbuch - das unbekannte Wesen Bisher war ich außer über's Blättern mit diesem schönen Buch nicht weit gekommen. Wahrscheinlich feiere ich zu selten. Allzuviel Grund zum Feiern gab's aber auch nicht...
Zum Jahresabschluss 2011 nun endlich der Durchbruch in dieser Kochbuchbeziehung in Form der nachgemachten Cocktailnüsse.
Lekka und schon wieder ein klarer Fall für DKduW: Dein Kochbuch - das unbekannte Wesen.


Spicy Cocktail Nuts


mit kreolischer Würzmischung aufgepeppte beliebige Nussmischung als Party-Knabberei

Quelle: Buch Kochbuch für Feste



Zutaten (ergibt 1 Blech)

kreolische Würzmischung:
1 EL Paprika
1 EL Salz
1 EL Knoblauchpulver (ich: 2 Knoblauchzehen zerdrückt)
1/2 EL schwarzer Pfeffer
1/2 EL Zwiebelpulver (ich 1/2 Zwiebel fein geschnitten)
1/2 EL Cayennepfeffer
1/2 EL getrockneter Oregano
1/2 EL getrockneter Thymian

Marinade:
1 großes Eiweiß
1 TL Wasser
560g gemischte Nüsse und Kerne (z.B. Pinienkerne, Haselnuss, Sonnenblumenkerne, Mandeln; ich: Haselnüsse, Mandeln, Cashewkerne, Erdnüsse)
2 EL kreolische Gewürzmischung
1/2 TL Cayennepfeffer
1/4 TL Salz
100g Zucker


Zubereitung:

Für die kreolische Würzmischung alle Zutaen im Mörser zerreiben und vermischen.
Den Backofen auf 120°C vorheizen.
Eiweiß und Wasser mit einer Gabel kräftig verschlagen, bis es schaumig wird. Die Nüsse dazugeben und rundherum benetzen.
2 EL der Gewürzmischung, sowie die restlichen Gewürze und den Zucker unterrühren. Die Nüsse sollen rundherum benetzt sein.
Die Nüsse auf einem Backblech verteilen und 45 Minuten backen. Sie sollten trocken, aber nicht zu intensiv gefärbt sein.
Alle Viertelstunden etwas umrühren.
Die marinierten Nüsse auf dem Backblech abkühlen lassen. Die Klebrigkeit verliert sich beim Abkühlen.
Trocken aufbewahren oder zeitnah vernaschen, da die Marinade sonst wieder Feuchtigkeit aufnimmt und klebrig wird.

schöne Alternative zu Convinience-Produkten und unwiderstehlich


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Kochbuch für Feste: Große und kleine besondere Anlässe
von: Cynthia Barcomi Cynthia Barcomi
September 29, 2008
 


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