Monday,18. October 2010

*Zeitschrift: Port Culinaire

© courtesy of www.port-culinaire.de
Obwohl schon 2 Jahre auf meinem Radar, hat es bis zum Frühjahr diesen Jahres gedauert, dass sich eine Zusammenarbeit mit Port Culinaire anbahnte. Port Culinaire ist eine Art kulinarischer Hafen im Internet. Wichtigstes und wohl bekanntestes Standbein dieses Projektes ist das vierteljährlich erscheinende Print-Magazin 'Port Culinaire'.

Die Macher dieses gewichtigen (in mehrfacher Hinsicht) Sammelbandes fragten, ob ich Interesse hätte das Heft kennen zu lernen und meinen Bloglesern vorzustellen. Hatte ich. Bisher habe ich diese Magazine mit der beeindruckenden Covergestaltung nämlich immer nur aus der Ferne bewundert...
Nun bot sich also Gelegenheit, nach Herzenslust zu schmökern. Port Culinaire-Leser brauchen übrigens zweierlei. Das nötige Kleingeld - ein Heft kostet im Handel 19,90 € - und Zeit. Viel Zeit. Deshalb hat es mit der Rezension auch etwas gedauert...

Die Hefte sind voll gepackt mit spannenden Abhandlungen und Reportagen. Der Leser wird vom Sessel weg in's chinesisch-kulinarische Wunderland, zu verregneten Teeplantagen in Sri Lanka bzw. sonnenüberfluteten Olivenhainen in Italien, zum 'Monte Ziego' im Schwarzwald, in's 'Wilde Brandenburg' oder zu einem Wildkräuterstreifzug durchs Untere Ahrtal entführt.
In den Reportagen werden Züchter, Jäger & Sammler sowie Lebensmittelmanufakturen und die Menschen dahinter umfänglich vorgestellt. Gespickt mit Produktinfos (z.B. Vorstellung der Olivensorten der besuchten Region: Coratina, Frantoio, Moraiolo, Pesciatina, Itrana, Grosso di Spagna, Leccino, Cipressino, Uovo di Piccione), etwas Historie und Persönlichem, absolut lesenswert...

In einigen Heften werden auserwählte Lebensmittel portraitiert. Egal ob unscheinbares Kräutlein vom Wegesrand oder Delikatesse aus dem Urwald, Tamarinde, Kaisergranat, Buddha's Hand, jede vorgestellte Zutat wird zum Star. Fotografisch perfekt in Szene gesetzt und fachmännisch erläutert, eine Fundgrube an Wissen und Appetit...

Die besten Produkte nutzen allerdings wenig, wenn man sie nicht zuzubereiten weiß. Auch dieser Aspekt kommt im kulinarischen Sammelband 'Port Culinaire' ganz auf seine Kosten. Zum Einen werden Spitzenköche und deren künstleriche Kreationen - von keinem Geringeren als Analytiker Jürgen Dollase - unter die Lupe genommen. Andererseits werden in Port Culinaire Koch-Talente in Form einer kulinarischen Vita und Restaurant-Historie vorgestellt. Ergänzt werden diese Portraits durch eine Reihe hochkarätiger Rezepte aus der Feder jenes Meisters seines Fachs.

Zusätzlich zu den Produkt-Kurzportraits gibt es Themen-Serien zu ausgewählten Lebensmitteln. In den beiden Heften, die ich durchforstet habe, referiert z.B. Ralf Bos von BosFood ausführlich über echte und falsche Trüffel.
Oder man geht mit Evert Kornmayer auf ‚kulinarische Exkursionen‘. Für Heft 14 besuchte Evert Kornmayer eine tief im brasilianischen Dschungel gelegene Kaffee-Farm, die zusätzlich zu ihren Spitzenkaffees eine besonders seltene Kaffee-Spezialität anbietet. 'Jacu Bird'. Der einheimische und die Plantage in großer Zahl bevölkernde ‚Jacu‘ (Vogel; lat: Penelope superciliaris) pickt regelmäßig die reifesten und süßesten Kaffeebohnen von den Sträuchern, um sie anschließend genüsslich auf seinem jeweiligen Lieblingsbaum zu verspeisen. Die Hinterlassenschaften (nicht fermentiert) werden eingesammelt, gründlich gereinigt und zu einem Kilopreis von 200 Dollar vermarktet. Vorteil gegenüber dem wesentlich preisintensiveren 'Kopi Luwak' ist, dass die Vögel nur die besten Bohnen verspeisen und zudem viel leichter (und frischer) auffindbare Bohnen-Häufchen hinterlassen...

Es hat eine Weile gedauert hat, bis ich das Prinzip des Magazines hinsichtlich Abfolge der Artikel einigermaßen durchschaut habe. So sind die Poduktinfos passend zu den Rezepten ganzseitig zwischen jenen eingestreut. Die Rezepte widerum beziehen sich auf den einige Seiten weiter vorn vorgestellten Kochkünstler. Und mit etwas Geschick erkennt man über eine gewisse Wegstrecke ein gemeinsames übergeordnetes Thema. Zum Beispiel Räuchern in Heft Numero 14 und China in der 13. Da jeder Artikel eigenständig und unabhängig daher zu kommen scheint, muss man das erst mal blicken...
Anfangs schien mir jedenfalls Alles recht verworren. Auch das Gestaltungsmittel zweispaltig gesetzter Texte über mehrere Seiten, sowie unterschiedlich formatierte Überschriften trugen zu meiner anfänglichen Verwirrung bei. Das macht aber alles gar nix, versteht sich das Heft doch als kulinarischer Sammelband. Man muss die internen Zusammenhänge nicht zwangsläufig ad hoc nachvollziehen können, um Freude am Heft und Nutzen aus den einzelnen Artikeln ziehen zu können.

Port Culinaire macht seinem Namen alle Ehre. Ein echter Sammelband. Verschiedenste Autoren und Themen geschmackvoll miteinander verwoben. Absolut top sind die Fotografien. Kein Wunder, wenn der Gestalter und Herausgeber gleichzeitig preisgekrönter Fotograf ist.
Das Port Culinarie Magazin wurde mehrfach mit internationalen Designpreisen bedacht. Alleine die großformatigen Coverfotos (freigestellt Essbares auf weißem Hintergrund) würden einer avantgardistischen Kunstsammlung Genüge tun.

Im hinteren Teil des kulinarischen Sammelbandes wird kräftig für die weiteren Produkte von 'Port Culinaire' Werbung gemacht. Zu Recht! Erstklassige Bücher von und mit Thomas Ruhl, aufschlussreiche Küchenposter zu den Themen Rindfleisch, Schweinefleisch, Meeresfische, Süßwasserfische, Meeresfrüchte, Trüffel, Zucht- u. Edelpilze, sowie Küchenkräuter aus Garten und Natur.

Suchen : Die neue regionale Küche: Lokale Produkte inspirieren Spitzenköche Übrigens seit wenigen Tagen druckfrisch im Handel: 'Die neue regionale Küche: Lokale Produkte inspirieren Spitzenköche'.




So stellt sich der kulinarische Sammelband Port Culinaire selber vor:
Wissenshunger? Port Culinaire. Anspruchsvoller Sammelband an der Spitze des Marktes. Für Hobbyköche und Profis aus Gastronomie und Handel.
  • Spannende Food-Reportagen und Reiseberichte.
  • Innovative Rezepte von Starköchen.
  • Nachschlagewerk und Warenkunde
  • Erscheint viermal jährlich
  • Alle Ausgaben bleiben langfristig lieferbar!


Herausgeber und Fotograf: Thomas Ruhl
156 edle Seiten • Format: 24 x 28 cm
EVK: 19,90 EUR (D)
Jahresabo (4 Ausgaben): 79,60 EUR (D)


Mein Fazit: ein anspruchsvolles, abwechslungsreiches, edles Heft für Menschen mit Leidenschaft für Kulinarik, Lebensmittel und Gourmet-Küche. Zielgruppe sind eindeutig Gastronomie und ambitionierte Hobbyköche. Die Rezepte sind recht umfangreich und upper-class. Ein sehr schönes, hochkarätiges Magazin, das seinen Preis hat.

.....

Und nun???

Das Jahresabonnement ab der jeweils aktuellen Ausgabe PORT CULINAIRE ist zum Preis von 79,60 EUR (4 Ausgaben) erhältlich, Versandkosten sind in Deutschland inklusive. PORT CULINAIRE erscheint vierteljährlich.
Falls Sie Port Culinaire abonnieren oder Einzelhefte bestellen möchten, benutzen Sie bitte folgendes Formular, damit ich verdientermaßen eine Vermittlungs-Provision (Existenzgrundlage dieses Projektes) erhalten kann. Vielen Dank!
Der Kauf erfolgt auf Rechnung.



Port Culinaire veranstaltet am kommenden Sonntag und Montag (24./25.10.) zum 2. Mal sein erfolgreiches Gastronomie-Symposium 'Chefsache'. Dort treffen Gastronomen, Küchenchefs und ambitionierte Hobbyköche aufeinander. Es wird gelernt, gefachsimpelt, gefeiert und - natürlich - gekocht...
Chefsache im Internationalen Gourmetkalender

Ich bin eingeladen, kann aber leider in diesem Jahr nicht dabei sein. Ausgesprochen schade!

Tuesday, 4. August 2009

*Getestet: Magazin Le Schicken

Le Schicken Gourmetmagazin
© courtesy to Le Schicken
Als ich bei Internet-recherchen erstmals auf die Website von Le Schicken stieß, konnte ich mir unter dem dort propagierten Heft nicht so recht was vorstellen.

Trotz unkonventio-neller und recht spartanischer Selbstdarstellung ließ das kulinarische Magazin allerdings hochkarätigen Inhalt vermuten. Sowohl die optischen Aufmacher, als auch die veröffentlichten Fotos und Schlagzeilen machten neugierig auf die jeweils interviewten Persönlichkeiten, die Macher, sowie das Heft selbst...
Das erste Le Schicken-Magazin wurde übrigens vor einem Jahr, im Mai 08 vom Stapel gelassen.

Nun darf ich Le Schicken Ausgabe Numero 4 mein Eigen nennen.
Mein erster Eindruck: Herr Lafer vor mittelalterlicher Burg mit glänzendem Lächeln auf Hochglanz in quer. Jo mei!

Man mag das Magazin nicht nur anschauen und lesen, sondern auch streicheln, fühlt es sich doch so unverschämt gut an. Durch die Papierwahl bekommt Le Schicken die Anmutung eines Luxusgutes a la Foto-Kunst-Kalender oder ähnlichem.

Ebenso ungewöhnlich wie das Format des Heftes (20 * 25 cm), kommen auch die verwendeten Schriften und Illustrationen daher. Teilweise erinnern Letztere an zeichnerische Ergüsse, wie man Sie gelegentlich in der Oberstufe neben unlösbaren Matheaufgaben auf kariertem Papier findet.
In Kombination mit dem teilweise auch eher ungewöhnlichen Bildmaterial (beispielsweise Ralf Zacherl in Kuh-Kostüm vor Graffiti-Wand oder Kolja Kleeberg inmitten seiner Cowboystiefelsammlung) ergibt sich ein stimmiges, aber schwer einzuordnendes Image.

Vielleicht gewinnt das Bild an Schärfe, wenn es nun an's Inhaltliche geht...
Le Schicken ist ein Bilder- und Leseheft. Es gibt zwar in Verbindung mit den Interviews jeweils spannende Rezepte aus der Feder der vorgestellten Personen, doch dies - auch von der gestalterischen Anordnung her - eindeutig periphär.

Das Hauptaugenmerk liegt bei Le Schicken nicht auf den allerneuesten Trends in Punkto Kochen und Speisen, sondern stellt vielmehr die Menschen hinter den Töpfen oder Weinfässern in den Mittelpunkt des Interesses.

Im vorliegenden Heft Le Schicken #4 waren insbesondere die 'Superstars', sprich einige aus dem Fernsehen bekannte Köche Thema und Interviewpartner, als da wären: Mario Kotaska, Johann Lafer, Ralf Zacherl und Kolja Kleeberg.
Zudem standen u.a. die Winzerin Julia Keller, sowie - als internationale Food-Größen - Andoni Aduriz und Ruth Reichl Rede und Antwort.

Gerade bei den durch das Fernsehen allseits bekannten Gesichtern, werden diese oftmals auf Ihr Fernsehkoch-Dasein reduziert, ohne dass man die geringste Ahnung hat, wo kam dieser Mensch her, wo will er (oder Sie) noch hin?
Aus diesem Grund fand ich die Interviews absolut spannend. Bestätigt hat sich beim Lesen der Interviews der Verdacht, dass Vitamin B in der Gastronomie eine essentielle Rolle spielt. Aber halt nicht nur. Ohne Durchhaltewillen, den Mut zum Risiko, eigene Kreativität und vor allem Talent hätte es wohl keiner von Ihnen so weit gebracht, wie sie es geschafft haben. Erschreckend war für mich die Tatsache, dass fast jeder der Kandidaten mindestens eine Geschäftspleite wegstecken und wieder ganz von vorn anfangen musste. Hut ab!

Neben aller Prominenz gibt es im aktuellen Le Schicken in der Rubrik 'Kaffeeklatsch' noch ein spritziges Interview mit den Frauen bekannter Gastronomen, ein kulinarisches Kurzporträt des Schauspielers Boris Aljinovic ('9 Fragen an ...'), sowie einen Olivenöl und Kreta liebenden Dietmar Burmeister-Horvath ('Der Mann und die alten Bäume'). Dazu noch eine Foto- und Rezeptserie von Dirk Biedermann plus weiteren kulinarischen Lese- und Film-Empfehlungen. Und das Alles für ganze 5 Euro...

v.li n. re.: Philip Weigand- Chefredaktion, Jason Kassab- Bachi Art Direktion, Florian Bolk- Fotografie
© courtesy Le Schicken

Wer hat nun eigentlich dieses spannende Heft fabriziert?
Das waren die Herren Philip Weigand (Chefredakeur und ehemaliger Mitarbeiter der Berliner Zeitung), Jason Kassab- Bachi (Art Director und Grafiker mit Büro in Berlin) und Florian Bolk (Fotograf, davon 12 Jahre beim 'Feinschmecker'- Magazin). Dazu nehme man noch eine Hand voll kommunikativer Food- und Weinredakteure (wie den schon hier im Blog vorgestellten Martin Barz, der die Winzerin Julia Keller interviewte und in der Rubrik 'Probiert - und voll drauf abgefahren' spannende Weine vorstellt), die dank interessanter Fragestellungen Verstecktes, Verstaubtes, Kurioses und Überraschendes in's Rampenlicht holen.

Im September erscheint die nächste Ausgabe Le Schicken unter dem Motto 'ethisch essen'. Da das Magazin noch sehr jung ist, ist es noch nicht durchgängig im Zeitschriftenhandel erhältlich. Hefte können aber gerne online unter www.le-schicken.de geordert werden. Oder per Mail an info@le-schicken.de.
Abos sind ebenfalls möglich. Diese werden nach erscheinen der Ausgabe bedient, mit Rechnung anbei. Es kann jederzeit abbestellt werden...

Also ran an's Heft!

Friday, 3. April 2009

*Getestet: Zeitschrift Effilee

© courtesy to Effilee GmbH
Vor einiger Zeit habe ich mir die aktuelle Ausgabe des Magazins Effilee vorgeknöpft. Abgesehen vom Internetportal Effilee, welches mir sehr sympatisch ist, hatte ich keine rechte Vorstellung, was mich in der Print-Ausgabe erwarten würde.

Neugierig geworden war ich durch Herr Paulsens Bericht (Blog NutriCulinary) über den von ihm verfassten Maultaschen-Beitrag in Heft Numero 3. Bei seiner Art zu schreiben, musste der Artikel einfach genial sein. Weitere appetitanregende Inhaltsangaben fand ich auf der Effilee-Website und schnell war der Entschluss gereift, dieses Magazin zu testen. Gesagt getan...

In Größe und Seitenumfang, sowie Top-Qualität der Aufnahmen entsprach das Heft genau meinen Erwartungen.
Cover-Gestaltung und Inhalt dagegen haben mich überrascht. Ich hatte es hier nicht mit einem auf Hochglanz polierten Heft voller mit Kleister und Farbe aufgehübschter Food-Fotos nebst zugehörigen Rezepten zu tun, sondern mit einem Leseheft, welches aus verschiedensten Blickwinkeln Kulinarisches beleuchtet. Die Beiträge reichten von philosophisch-melancholischen Betrachtungen verlassener kulinarischer Schauplätze, über witzige Kurzgeschichten z. Bsp. vom letzten Besuch im ‚Fat Duck‘, spannende Reportagen über Karibik-Bier brauende Deutsche, Apfelwein revolutionierenden Hamburger, Wein anbauende Franzosen und einen Innereien-liebenden Sternekoch bis hin zu einer Eier-(richtig)-Koch-Lehreinheit.

Wie schon erwartet, war der Artikel über Schwäbische Maultaschen von Herr Paulsen nicht nur informativ, sondern reichlich amüsant. Wer hätte gedacht, dass nicht nur Tradition und Sentiment sondern auch EU-Gremien den Umgang mit diesem Schwäbischen Kulturgut regeln? Gastronomen, seht Euch vor, die richtige Kantenlänge einzuhalten, sonst kommen womöglich Brüsseler Strafzettel statt Schwäbischer Maultaschen auf den Tisch...

Sehr berührt hat mich ein Beitrag über Menschen im Seniorenheim und deren Bezug zu - teilweise längst vergessenen - Speisen. Auch die Koch-Therapie-Stunden, um Demenz-Kranken ein Stück Gedächtnis, aber vor allem ihre Würde zu bewahren, fand ich beispielhaft und interessant darüber zu lesen.

Ziemlich verwirrt hat mich allerdings der Beitrag namens ‚Amador‘. Hier hatte ich mit Allem gerechnet, was in irgendeiner Form mit dem Avantgardisten und dessen Restaurant im Zusammenhang steht, nur nicht mit einer Mode-Fotostrecke aus besagtem Restaurant. Tja, so ist Effilee ebend - voller Überraschungen...

Das Heft enthielt trotz der Textlastigkeit (und der unvermeidlichen großflächigen Werbeanzeigen) auch die erhofften, nicht-alltäglichen Rezepte. Die meisten waren für mich persönlich nicht sooo interessant, da entweder nicht nach meinem Geschmack (Muscheln, Innereien) oder Geldbeutel (Trüffel). Auf meine Kosten kam ich aber auch in dieser Hinsicht mit den 'Gegensätze regen sich an' -Rezepten. Eine Augenweide und super-spannend, dabei nicht mal kompliziert...

Meine Kriterien für spannende Lektüre sind, dass ich diese unterhaltsam genug finde, um sie mit in die Badewanne zu nehmen (sehr subjektive Einschätzung - ich weiß) und dass Themen, die mich naturgemäß nicht interessieren dermaßen gut aufbereitet sind, dass ich Sie trotzdem mit Faszination lese. Heft Numero 3 hat beide Kriterien erfüllt...
Es war kurzweilige Badewannenlektüre und diente als willkommene Überbrückung der Wartezeiten, während denen mein Uralt-Laptop nachsann, was er zu tun gedenkt. Bis man es dann schließlich schaffte, das Heft wieder aus der Hand zu legen, hatte Laptöppchen es allerdings bereits wieder vergessen....

Selbst als überzeugte Bier-Verweigerin habe ich mit größtem Interesse den Artikel 'Bierbrauen unter Palmen' gelesen und auch die Muschel-Dreifältigkeit (Muscheln brasilinaisch, französich und friesisch) las sich flüssig, obwohl ich Muscheln bisher eher reserviert gegenüber stehe, was meinem einzigen Muschel-Ess-Versuch Marke 'aus dem Meer in den Topf und dann in den Kropf' vor einem Jahrzehnt in Neuseeland geschuldet ist...

Wer Kulinarisches nicht nur auf der Zunge mag, gern liest und sich mit Menschen, Gedanken und Visionen auseinandersetzen möchte, dabei Appetit bekommen und auch schmunzeln mag, sollte definitiv die Effilee-Printausgabe mal testen... >>>> Infos und Bestellmöglichkeit

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