Saturday, 5. May 2012

*Achtung, hier wird scharf gestreuselt

Rhabarber-Crumble mit Ingwerstreuseln
Rhabarber-Crumble mit Ingwerstreuseln
© multikulinarisch[es]
Während die Karawane schon zum Spargel weiter gezogen war, labten wir uns noch etwas länger am Rhabarber...

Oft bewundert, nie probiert, wollte ich mal einen Rhabarber-Crumble machen (eine Art Rhabarberkompott mit Streuseln bzw. Rhabarberstreuselkuchen ohne Boden). Nur wie? Erstmal bei Freunden Tipps und Lieblingsrezepte erfragt...

Petra empfahl einen Rhabarber-Crumble mit Ananas und kandierten Ingwerstreuseln, zu dem sie auf Grund ehemännlicher Antipatie gegenüber Rhabarber und Ananas, leider nur ein platonisches Liebesverhältnis pflegt.
Ananas hatte ich keine da, aber frischen Ingwer. Inspiriert versuchte ich mich an meiner eigenen Variante eines Rhabarber-Crumbles mit Ingwer-Streuseln.

Ich habe den Ingwer frittiert, wie schon in dem herzhaften Rezept für Sobanudeln mit Lauch und Lachs. Der Ingwer verliert durch das Frittieren etwas von seiner beißenden Schärfe und bekommt zudem eine rauchige Note. Meiner Vorstellung nach würde der so modifizierte Ingwer auch in einem Dessert eine gute Figur machen. Hat er auch!

Als Farbtupfer, Füllmasse, Klebstoff und zur geschmacklichen Abrundung, habe ich meinen Rhabarber-Crumble mit Kornelkirschenmus gepimpt. Das Ergebnis war mir ein Mü zu süß und intensiv im Kornelkirschenbeigeschmack. Bei einem 2. Versuch würde ich deshalb nur die Hälfte Kornelkirschenmus verwenden.
Für die Streusel habe ich mich an's Familienrezept gehalten.


Rhabarber-Crumble mit Ingwerstreuseln


ein üppiges Dessert mit süß-sauren Noten von Rhabarber und Kornelkirschenmus, getoppt von scharfen Ingwerstreuseln
Quelle: Datenhamster (abgewandelt)


Zutaten (für 4 - 6 Personen):

Streusel
50g Ingwer
Öl
125g Butter
75g Zucker
150g Mehl

Rhabarberkompott
700g Rhabarber
4 EL (oder weniger) Kornelkirschenmus (alternativ. z.B. Aprikosenmarmelade)
1 Tasse brauner Zucker


Zubereitung:

Den Ingwer schälen, grob hacken und mit Küchentuch trocknen.
In einem kleinen Metalltopf neutrales Speiseöl erhitzen und den Ingwer vorsichtig in das heiße Öl geben.
Den Ingwer frittieren, bis er sich hellbraun einfärbt. Das Öl durch ein feines Sieb in die (trockene! wegen Spritzgefahr) Auflaufform abgießen, dabei den frittierten Ingwer auffangen und abtropfen lassen. Den Boden der Auflaufform zum Fetten gleichmäßig mit dem Öl benetzen, dann das Öl verwerfen.

Aus den übrigen Streuselzutaten plus frittiertem Ingwer einen Teig kneten.
Den Rhabarber putzen, in 3-4 cm lange Stücke schneiden und in einer Schüssel mit Kornelkirschenmus und Zucker verrühren. Die Masse in die Auflaufform geben und den Streuselteig gleichmäßig aufstreuseln.

Bei 175°C backen, bis die Streusel etwas Farbe bekommen (ca. 1 Stunde).

schnell und lecker, aber auch etwas schwer...


Wednesday,25. April 2012

*Rhabarberkäsestreuselkuchen nach Dagmar und und und

Käsekuchen mit Rhabarber und Streuseln
Käsekuchen mit Rhabarber u. Streuseln
© multikulinarisch[es]
Diesen wunder-
baren Rhabarber-
käsestreusel-
kuchen hatte ich gleich mehrfach auf der To-Do-Liste. Mehrfach deshalb, weil er mir an verschiedenen Stellen über den Weg gelaufen war und jedesmal gleichermaßen den Speichelfluss in Wallung und den Bookmark-Finger in Aktion gesetzt hatte.


Mit dem ersten Rhabarber der Saison habe ich den Rhabarberkuchen nach Dagmar, Bolli, Eva, Petra, Paule (und Anderen?) nachgebacken.
Es gab in den Rezepten kleinere Abweichungen. Bolli hat den Streuselkäsekuchen mit Kirschen gemacht. Wir Anderen mit Rhabarber.

Ich habe mich an die Rezeptvariante von Petra gehalten. Die Amarettini sind übrigens eine gelungene Ergänzung! Coole Idee, Petra!
Da ich z.Zt. keine Vanilleschote im Haus habe, habe ich einen Teil des Zuckers durch selbst angesetzten Vanillezucker ersetzt.


Rhabarberkäsestreuselkuchen nach Dagmar


ein saftiger, aromatischer Käsekuchen mit Rhabarber und Streuseln
Quelle: Chili & Ciabatta
Rezept: Freundin v. Bolli


Zutaten (für 1 Backform 26 cm):

Streusel
50g Speisestärke
175g Mehl
50g gemahlene Mandeln
1/2 TL Backpulver
1 Prise Salz
1 Eigelb (Eiweiß für die Füllung verwenden)
100g Zucker
150g Butter

Füllung
50g Speisestärke
250 ml Milch
80g Zucker
1 Vanilleschote; Mark ausgekratzt
250g Quark (ich habe 20%igen verwendet)
1 Eigelb
2 Eiweiß
2 EL Puderzucker
1 EL Zitronensaft
abgeriebene Zitronenschale

außerdem
50g Amarettini
400g Rhabarber


Zubereitung:

Den Backofen auf 200°C vorheizen.
Zitronenschale abreiben und bereit stellen.
Zutaten für die Füllung bereit stellen.
Amarettini grob zerbröseln. (in TK-Beutel und mit Fleischklopfer bearbeiten oder ähnlich)


Die Zutaten für die Streusel in eine Schüssel geben und verkneten.
Etwa 2/3 des Teiges in eine mit Backpapier ausgelegte Springform (Durchmesser 26 cm; ich:28cm ohne Backpapier) geben und flächendeckend andrücken. Auch etwas Rand nach oben ziehen und andrücken. Den Teigboden etwa 10 Minuten vorbacken, bis er hellbraun ist.

Inzwischen den Rhabarber putzen und in 2-3 cm lange Stücke schneiden.

Für die Füllung die Speisestärke in etwas Milch anrühren. Die restliche Milch mit dem Zucker, Vanillemark und Vanilleschote (ich: Vanillezucker) aufkochen lassen. Die angerührte Speisestärke zugeben und unter kräftigem Rühren nochmals kurz aufkochen.
Quark in einer Schüssel gründlich mit dem Eigelb, Zitronensaft und Zitronenabrieb verrühren. Anschließend in die Milchmasse rühren und unter ständigem Rühren kurz aufkochen lassen.
Den Topf vom Herd nehmen. Vanilleschote entfernen.
Das Eiweiß steif schlagen. Dabei den Puderzucker einrieseln lassen. Anschließend den Eischnee vorsichtig unter die Quarkmasse heben.

Die zerbröselten Amarettini auf den vorgebackenen Boden streuen.
Die Quarkmasse darauf verteilen, glatt streichen und obenauf den Rhabarber geben. Den restlichen Streuselteig aufstreuseln.

Den Kuchen ca. 50 Minuten backen, bis die Streusel Farbe bekommen.

Herrlicher Frühlingskuchen. Bissl aufwändig, aber lohnt die Mühe...


Tuesday,10. April 2012

*Korianderhuhn mit Rhabarber-Gurken-Salsa

Korianderhuhn mit Rhabarber-Gurken-Salsa
Korianderhuhn mit Rhabarber-Gurken-Salsa
© multikulinarisch[es]
Ostern stand bei uns ganz im Zeichen von Erkältung und Rhabarber.

Ersteres war ein lästiges Mitbringsel vom Eisregen-Spaziergang letzte Woche oder vom Babysitten am Freitag. So genau weiß man das ja nie. Plötzlich kratzt der Hals wie blöd, steigt die gefühlte Kopftemperatur etliche Grade, und so weiter und so fort. Ihr kennt das ja...

Jedenfalls lag ich im Bett und Rhabarber im Kühlschrank. Beide sahen wir ähnlich mau aus.
Am Samstag, als es mir anfänglich noch einigermaßen ging, habe ich wie geplant, Hühnchen mit Koriandermarinade und Rhabarber-Gurken-Salsa gemacht. Ein erfrischender Frühlings-Kick-Start.
Den ebenfalls geplanten Rhabarberkuchen habe ich etwas aufgeschoben und erst am Sonntag abend gebacken. Dazu später mehr...

Das Korianderhuhn hatte ich beim Onlinemagazin bon appétit gesehen und für die Rhabarbersaison vorgemerkt. Im Original ist frischer Koriander an der Rhabarber-Gurken-Salsa. Da ich im Umkreis von 10 km keinen frischen Koriander auftreiben kann, und wir uns sowieso noch etwas mit dem Kraut anfreunden müssen, habe ich etwas abgewandelt. Statt des frischen Koriandergrüns, habe ich meine eingefrorenen Korianderwurzeln aus dem Tiefkühler befreit. Diese habe ich geschnippelt und mit an die Marinade mit orientalischem Einschlag gegeben. Das Gericht ist m.E.n. in dieser Form auch für Korianderanfänger gut geeignet.

Die Würzpaste habe ich nicht nur äußerlich aufgetragen, sondern auch unter die Haut gerieben. Ergebnis war ein herrlich aromatisches Hühnerbein mit knuspriger Haut.

Die Beilage ist gut für Freunde des Saurens. Ich hatte statt Koriandergrüns glatte Petersilie dran. Passend zum orientalischen Einschlag habe ich die Hühnerschenkel mit Couscous serviert.


Korianderhuhn mit Rhabarber-Gurken-Salsa


kurze Beschreibung
Quelle: bon appétit


Zutaten (für 4 - 5 Personen):

5 Hühnerschenkel
1 rote Chili
4 Knoblauchzehen
1 Zwiebel
1,5 EL Sojasauce
2 Olivenöl
6 Korianderwurzeln
1 Salatgurke
300g Rhabarber
1 EL Honig
1 EL Öl
1 TL Limettensaft
einige Stängel glatte Petersilie
Salz
schwarzer Pfeffer (frisch gemahlen)
Couscous

Zubereitung:

Die Gurke schälen, halbieren und die Kerne entfernen. Das geht in einem Rutsch mit zwei keilförmigen Langsschnitten zur Mitte hin und anschließendem der Länge nach auskratzen mit einem Teelöffel.
Anschließend die Gurkenhälften würfeln.

Den Rhabarber putzen und in kleine Abschnitte würfeln.

Die Chili zerteilen und Samen entfernen.
Die Knoblauchzehen häuten.
Die Zwiebel schälen und halbieren. Eine Hälfte grob hacken.

Den Backofen auf 250°C vorheizen.

Die Korianderwurzeln in Stücke schneiden und diese zusammen mit Chili, Knoblauch und der halben gehackten Zwiebel in einem Mixer bzw. Küchenmaschine pürieren. Olivenöl und Sojasauce zugeben und kurz weiter pürieren, bis sich eine Paste bildet.

Die Hühnerschenkel unter der Haut und außen mit der Paste einreiben und mit der Hautseite nach oben auf ein Backblech legen.
20 bis 25 Minuten im Backofen garen. Wer die Haut nicht knusprig mag, muss ggf. beizeiten etwas Alufolie auflegen.

Währenddessen die Salsa zubereiten.
Gurke und Rhabarber in einer Schüssel mit Honig, Speiseöl, Limettensaft, Pfeffer und Salz vermischen. Zum Abschluss Petersilienblätter einstreuen.

Den Couscous nach Packungsanweisung zubereiten oder für etwas Aroma wie ich eine halbe Zwiebel, 2 Pimentkörner einige Minuten in Salzwasser auskochen, entfernen und in diesem Wasser den Couscous kochen/quellen lassen.

ein Kickstart in den Frühling



Saturday, 7. April 2012

*Kartoffel-Süßkartoffel-Curry

Kartoffel-Süßkartoffel-Curry
Kartoffel-Süßkartoffel-Curry
© multikulinarisch[es]
Statt des auf Twitter angekündig-
ten Menschenfleisches - das muss man jetzt nicht verstehen - verblogge ich überbrückend und völlig fleischlos: Kartoffel-Süßkartoffel-Curry.


Hinsichtlich der bereitliegenden Süßkartoffeln, entschied ich mich, das Kartoffel-Süßkartoffel-Curry nach Ottolenghi zu kochen. Schließlich hatte ich ausnahms-
weise alle geforderten Zutaten parat.

Bildete ich mir zumindest ein! Denn bei der Durchführung stellte ich einen eklatanten Mangel an Gewürznelken fest, der Dank Nachbarin behoben werden konnte. Natürlich fanden sich beim wiederholten Blick in den Gewürzschrank Gewürznelken an, aber kein Zimt... Pfff! Nochmal bimmeln wollte ich nur im Notfall.

Also habe ich das Curry ohne Zimt gekocht und hätte es mir ggf. zum Schluss noch ausgeliehen und eingestreut. War aber nicht nötig. Uns hat es bereits ohne die Zimtzugabe, die vermutlich das Tüpfelchen auf dem i gewesen wäre, sehr gut geschmeckt.
Den Zucker habe ich wegen der Süße der Süßkartoffeln weg gelassen und habe das nicht bereut. Auch die süßliche Paprika habe ich aus diesem Grunde unterschlagen. Das Rezept gebe ich aber vollständig wieder.


Kartoffel-Süßkartofel-Curry


ein duftendes und würziges Currygericht, bei dem die Süße der Süßkartoffeln angenehm ausgeglichen wird
Quelle: Buch: Genussvoll vegetarisch von Yotam Ottolenghi


Zutaten (für 4 Personen):

8 Kardamomkapseln
1 EL Kreuzkümmelsamen (ich: 1/2 EL)
1 EL Koriandersamen
1/2 TL Gewürznelken
2 Prisen Kurkuma
1 TL Paprikapulver edelsüß
1 TL Zimt (ich: leider ohne)
2 EL Pflanzenöl
12 Schalotten (ca. 300g; ich: Zwiebeln)
1/2 TL braune Senfkörner
1/2 TL Bockshornkleesamen
25 Curryblätter (Asia-Laden)
2 EL frischer Ingwer
1 rote Chilischote (ich: getrocknet)
3 reife Tomaten (ich: 1 große Dose Tomaten)
50 ml Apfelessig
1 EL Zucker (ich: ohne)
400g Kartoffeln (festkochend)
400g Süßkartoffeln
2 kleine rote Paprikaschoten
Salz


Zubereitung:

Die Paprika putzen, entkernen und in 2 cm große Würfel schneiden.
Die Kartoffeln und Süßkartoffeln schälen und in 2,5 cm große Würfel schneiden.
Die Zwiebeln schälen und fein hacken.
Die Chilischote von den Samen befreien und fein hacken.
Falls frische Tomaten verwendet werden, diese häuten und grob hacken.
Ingwer schälen und reiben bzw. sehr fein hacken.

Für die Gewürzmischung Kardamom, Kreuzkümmel und Koriandersamen in einer Pfanne erhitzen, bis sie duften und zu hüpfen beginnen.
Die Gewürze anschließend in einem Mörser zusammen mit den Gewürznelken zerstoßen. Die Reste der Kardamomkapseln heraus klauben, nachdem sie aufgebrochen sind und der Samen sich gelöst hat.
Wenn alles fein zermahlen ist, Kurkuma, Paprikapulver und Zimt zugeben. Beiseite stellen.

In einem Brattopf oder großer Pfanne das Öl erhitzen. Die Schalotten bzw. Zwiebeln, Bockshornkleesamen und Senfkörner hinein geben und bei niedriger bis mittlerer Temperatur anbraten, bis die Schalotten / Zwiebeln bräunen (etwa 8 Minuten).
Die zuvor hergestellte Gewürzmischung, die Curryblätter, den gehackten Ingwer und die Chili einrühren und nochmals 3 Minuten braten.
Anschließend Tomaten, Essig, ggf. Zucker und Salz hinzufügen. Wurden frische Tomaten verwendet zusätzlich 400 ml Wasser zugeben. Bei Dosentomaten braucht es keine weitere Flüssigkeit. Dosentomaten mit dem Holzlöffel etwas zerdrücken.
Das Ganze zum kochen bringen und bei geschlossenem Deckel 20 Minuten köcheln lassen.

Dann die Kartoffel und Paprikawürfel zugeben. Weitere 20 Minuten garen.

Abschließend die Süßkartoffeln zugeben. Ggf. etwas Wasser ergänzen, damit alle Zutaten knapp von Flüssigkeit bedeckt sind.
Zugedeckt nochmals 40 Minuten köcheln lassen, bis die Süßkartoffeln gar sind.

Den Deckel entfernen und das Curry zum Eindicken offen weitere 10 Minuten köcheln lassen.
Mit Reis als Beilage servieren.

ein Geduldsspiel, das sich lohnt...


Suchen : Genussvoll vegetarisch. mediterran-orientalisch-raffiniert
Genussvoll vegetarisch. mediterran-orientalisch-raffiniert
von: Yotam Ottolenghi Yotam Ottolenghi
März 20, 2012
 


Wednesday,28. March 2012

*Süßkartoffelsuppe mit Sherry

Süßkartoffelsuppe mit Sherry
Süßkartoffelsuppe mit Sherry
© multikulinarisch[es]
Seit unser Edeka lobenswerterweise Süßkartoffeln führt, stehen die bei uns auch öfter auf dem Tisch. Unter anderem als Süßkartoffel-Kartoffel-Curry nach Ottolenghi (in Kürze im Blog) bzw. wieder als Suppe.

Obwohl wir die Süßkartoffelsuppe mit Ingwer und schwarzen Zwiebelsamen lecker fanden, sollte diese Suppenvariante anders werden. Ich habe frei Schnauze (wenn der Ausdruck gestattet sei), mit Sherry, Räucherpaprika und Majoran gewürzt. Und geschmeckt hats uns am Ende auch!



Süßkartoffelsuppe mit Sherry


vegetarische Suppe aus Süßkartoffeln mit Sherry, Räucherpaprika und Majoran gewürzt
Quelle: eigene Idee


Zutaten (für 2 Personen):

4 Süßkartoffeln
1 Zwiebel
1/2 TL Majoran
ca. 100 ml Sherry
2 Prisen Räucherpaprika (plus weiteren für Deko)
Salz
Butterschmalz

Zubereitung:

Die Zwiebel halbieren und in dünne Scheiben schneiden.
Die Süßkartoffeln schälen und in Würfel schneiden (ca 2 - 3 cm Kantenlänge).
Die Zwiebeln zusammen mit den Süßkartoffeln in einem mittelgroßen Topf in Butterschmalz anbraten, bis die Zwiebeln anfangen zu bräunen und anzusetzen.
Mit einem kräftigen Schwapp Sherry ablöschen und mit Wasser (oder Gemüsebrühe) auffüllen, bi die Süßkartoffelstücken gerade bedeckt sind.
Salzen und die Süßkartoffeln abgedeckt kochen lassen, bis sie weich sind.
Etwas abkühlen lassen und pürieren.
2 Prisen Räucherpaprika einrühren.
Die Suppe auftun und mit etwas Räucherpaprika und Majoranblättchen garnieren.


Und weil's so schön schnell geht, reiche ich das Rezept für den Dauerevent cucina rapida ein.
Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de

ein wohlschmeckender Farbtupfer


Friday,23. March 2012

*Sobanudeln mit Lauch und Lachs

Sobanudeln mit Lauch und Lachs
© multikulinarisch[es]
Neulich hatten wir einen Besorgungstag eingelegt und die Reise führte unter anderem nach Zehlendorf. Neben der erstaunlich hohen Dichte an Brillenfachgeschäften - sehen die Leute in Zehlendorf etwa alle schlecht, oder gar schwarz? - stach mir ein Asialaden in's Auge. Da es in unserer Ecke keinerlei Asialäden gibt, tangiere ich unterwegs gerne jeden Asialaden der des Weges kommt.

Einkaufsliste für Asialebensmittel war an jenem Tag natürlich Fehlanzeige, also bewährte Standards in's Körbchen, plus Dinge, die ich in spannenden Rezepten gelesen zu haben meinte.
Was zu vermuten war und sich beim erneuten Blick in's Kochbuch bestätigte, war die Tatsache, dass entscheidende Zutaten noch immer fehlen. Muss ich auf eine weitere Asialadenzufallsbegegnung hoffen...

Nix fehlte dagegen für die Soba-Nudeln mit Lauch und Lachs, die Katharina in ihrem Magazin 'Valentinas Kochbuch' vorgestellt hatte und schon lange in meiner Nachkochliste auf's nachkochen warteten.

Das Warten hat sich gelohnt! Die Nudeln waren eins-zwei-fix zubereitet und haben ganz wunderbar geschmeckt.
Besonders hat mir der frittierte Ingwer imponiert, der dem Gericht ordentlich Pepp gab.
Lachs hatte ich nur ein kleines Stück tiefgefroren da. Aber das war gebraten und in Bröckchen über die Nudeln gegeben auch sehr fein.
Statt Sesamöl habe ich das Öl vom Frittieren des Ingwers (das etwas Geschmack angenommen hatte) zum Lachs anbraten genommen.

Sobanudeln mit Lauch und Lachs


köstlich marinierte Asia-Nudeln mit Lachsbrocken
Quelle: Blog Valentinas Kochbuch
Rezept: Buch Gemüse-Spaghetti: Nudeln aus Gemüse


Zutaten (für 2 Personen):

1 Streifen TK-Lachsfilet oder frisch
200g Soba-Nudeln
1 Stange Lauch
1 längliches Stück (etwa 25g) frischer Ingwer
1 EL Sesamsamen
2 EL Sojasauce
½ Zitrone (Saft)
1 EL brauner Zucker
neutrales Speiseöl
ggf. 2 EL Sesamöl
Salz
Wasabi-Paste (Asialaden; optional)


Zubereitung:

Den Ingwer schälen und in schmale Stifte schneiden. Man kann ihn auch mit dem Gemüsehobel in dünne Scheiben hobeln und diese dann stifteln. Die Ingwerstückchen trocken tupfen.
In einem kleinen Metalltopf etwa 1/2 cm hoch Öl einfüllen und erhitzen. Die Ingwerstifte vorsichtig in das heiße Öl geben und frittieren, bis sie leicht gebräunt sind. Durch ein Sieb abgießen und etwas von diesem Öl ggf. zum Braten des Lachses verwenden.
Den Ingwer im Sieb oder auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Zucker, Sojasauce, 2 EL Sesamöl (alternativ 2 EL Ingwer-frittier-Öl) und Zitronensaft zu einer Sauce verrühren und in eine mittelgroße Schüssel geben.

Den Lauch putzen, waschen, das dunkelgrüne Ende abschneiden (und anderweitig verwenden) und dann längs halbieren. Mit dem Gemüsehobel in flache lange Streifen hobeln. Oder mehrmals längs mit dem Messer teilen.

Den Lachs salzen und anbraten. Wenn er gerade eben gar ist (innen noch weich), in Stücke bröseln.

Inzwischen in einer anderen Pfanne den Sesam rösten.

Die Soba-Nudeln nach Packungsanleitung kochen (ohne Salz!). Kurz vor Ende der Garzeit den Lauch zugeben und noch eine Minute mitkochen / blanchieren. Gemeinsam durch ein Sieb abgießen, abschrecken und abtropfen lassen.
Die Nudeln anschließend in die Schüssel mit der angerührten Soße geben und gut vermischen.

Nudeln auftun und gerösteten Sesam, sowie frittierten Ingwer darauf streuen. Dazu Wasabi-Paste reichen (wir: ohne).

ein schnelles Wohlfühlessen, dass ich definitiv wieder koche...

Bücher : Gemüse-Spaghetti: Nudeln aus Gemüse
Gemüse-Spaghetti: Nudeln aus Gemüse
von: Orathay Souksisavanh Orathay Souksisavanh, Vania Nikolcic Vania Nikolcic
August 29, 2011
 


Friday, 9. March 2012

*Sauerkrautbrot

Sauerkrautbrot
Sauerkrautbrot
© multikulinarisch[es]

Eigentlich gibt's Brot zur Suppe. Bei uns gab's das Brot nach der Suppe. Sauerkrautbrot vom Sauer-
krautüberschuss von der Sauer-
krautsuppe
...

Ich wollte mich erstmals an ein Brot mit Weizensauerteig wagen. Dieser fristet seit geraumer Zeit nebst Roggensauerteig ein unerfülltes Dasein im Kühlschrank.
Das Brot wollte ich relativ spontan nach einem Rezept von Dan Lepard aus seinem Buch 'The handmade loaf' backen.

Dann stellte ich jedoch fest, dass mein Weizenmehl vom Type 550 nicht ausreichte und habe etwas Weizenvollkornmehl ergänzt. Da ich schon am Improvisieren war, habe ich statt der optionalen Getreidekörner, aufzubrauchendes Sauerkraut in den Teig geschmuggelt und etwas Gerstenmalzextrakt um mit dessen Süße einen Ausgleich zur Säure des Krautes zu schaffen.
Da mein Sauerteigansatz nur 180 statt der im Rezept geforderten 200g Gramm ergab, habe ich zur Sicherheit noch eine Messerspitze Trockenhefe ergänzt.

Gebacken habe ich das Brot wegen des instabilen Teiges in meiner Brotbackform. Aufgegangen ist der Teig gut, geschmeckt hat's uns auch. Aber ein Mü mehr Salz hätte es nach unserem Empfinden durchaus sein dürfen.


Sauerkrautbrot


Weizenbrot mit Weizensauerteig, Vollkornanteil und Sauerkrautspänen
Quelle: Buch: The hand made loaf (abgewandelt)


Zutaten (für 1 Brot):

Weizensauerteig:
2 EL Anstellgut
6 EL Wasser
6 EL Weizenmehl Type 550

Teig:
200 ml kaltes Wasser
100 ml handwarmes Wasser
400g Weizenmehl Type 550
100g Weizenvollkornmehl
200g Weizensauerteig (ich: 180g; mehr gab mein Ansatz nicht her)
100g Sauerkraut (abgetropft)
15g Gerstenmalzextrakt
1/2 TL Salz
1/4 TL Trockenhefe (optional)


Vorbereitung

Am Abend vor dem Backtag den Weizensauerteig ansetzen. Dafür alle Zutaten in einem ausreichend großen Gefäß gründlich verrühren und bei Raumtemperatur abgedeckt über Nacht stehen lassen (nicht luftdicht verschließen).


Zubereitung:


Die Hefe (falls man welche einsetzen mag) in 100 ml handwarmen Wasser (keinesfalls über 40°C!) anrühren und anspringen lassen.
Den Sauerteig in einer großen Schüssel mit dem kalten Wasser verquirlen. Mehl und Hefelösung zugeben und alles zu einer klebrigen Masse vermengen.

Die Schüssel 10 Minuten abgedeckt stehen lassen.
Inzwischen das abgetropfte Sauerkraut klein hacken.

Den Teig auf geölter Arbeitsfläche kurz kneten, zum Ball formen und 10 Minuten abgedeckt auf der Arbeitsfläche liegen lassen.
Die Schüssel reinigen, trocknen und die Oberfläche leicht mit Öl einreiben.

Den Teig erneut kurz kneten und weitere 10 Minuten abgedeckt stehen lassen.

Dann das Salz, das klein gehackte Sauerkraut und das Gerstenmalzextrakt in den Teig einkneten.
Teig zum Ball formen und zurück in die Schüssel geben.

Nach 30 min nochmals kneten.

Dann 1,5 Stunden abgedeckt ruhen lassen (zwischenzeitlich ggf. 2 stretch & fold), anschließend in die Backform geben.

Etwa 2h Stunden in der Backform gehen lassen, bis das Volumen deutlich zugenommen hat und beim sachten Eindrücken mit dem Finger die Druckstelle sich langsam wieder auffüllt.
Währenddessen den Backofen auf 220°C vorheizen.

Bei 220°C 60 Minuten backen. Für eine krossere Kruste, 2 Mal zwischendurch Oberfläche mit Wasser bepinseln.

Nach der seeehr langen Brotbackpause gar nicht mal übel...

Monday, 5. March 2012

*Ich habe blau gemacht

Mais- und Kartoffeltaler
Mais- und Kartoffeltaler
Creative Commons License flickr.com/multikulinaria
Eine Woche blau. Genau genommen blau, dann 'ne ganze Weile grau und zum Schluss wieder blau.

Nur wenige Kilometer außerhalb der Stadtgrenze Berlins lässt es sich gut neue Kräfte tanken. Schon alleine die himmlische Ruhe nachts... Dazu paar nette Feld- und Waldspaziergänge, Eichelhäher vor'm Fenster, Katze auf dem Schoss, krakeelende Kraniche auf der Wiese, Schneeglöckchen und Krokusse im Garten. Hach :-)

Das blau untermalte Ofengericht hatte ich schon einige Tage zuvor gekocht und wollte es beim Cookbook of Colors einreichen. Im Februar sollte nämlich hellblau gekocht oder wenigstens untermalt werden.
Nun ja, während meiner blauen Woche war ich nicht nur vom Stadttrubel, sondern auch vom Internet abgeschnitten und mittlerweile haben wir März...

Beim Vorbereiten von Mais und Kartoffeln für das Backen überlegte ich, wie ich dieses schlichte monochrome Gericht etwas aufhübschen könnte. Der Querschnitt des Maiskolbens brachte die Idee, mit Hilfe eines Ausstechers, die Kartoffeln dieser Form anzugleichen. Gedacht, getan! Ergebnis war ein erfreulich anzusehendes und auch schmeckendes einfaches Gemüsegericht.
Was die Garzeiten im Backofen angeht muss das Rezept noch etwas ausgefeilt werden. Ich schreibe es so auf, wie ich es gemacht hatte.


Kartoffel- und Maistaler


goldige Taler von Maiskolben und Kartoffeln im Ofen auf Rucolabett gebacken
Quelle: eigene Idee


Zutaten (2-3 Personen):

2 Maiskolben
1 Hand voll Rucola
8 - 10 große Kartoffeln
2 Knoblauchzehen
1 rote Chili
1 EL Thymian + Zitronenthymian
Butter
Olivenöl
Salz


Zubereitung:

Den Backofen auf 210°C vorheizen.
Die Chili ohne Kerne fein hacken.
Die Kartoffeln schälen, in 1,5 cm dicke Scheiben schneiden und aus den mittleren Scheiben mit dem Ausstecher Taler ausstechen. Die kleineren Scheiben anschließend entweder mit grillen oder anderweitig verwenden.
Auf einem Backblech ein Stück Alufolie in der Mitte mit Rucola belegen und die Maiskolben darauf setzen. Auf jeden Maiskolben ein Stückchen Butter setzen und mit Chili und etwas Salz bestreuen. Die Alufolie schließen und bei 210°C backen.

Die Kartoffeltaler in einer Gefriertüte mit Olivenöl, Salz, Knoblauchzehen und Thymian vorsichtig vermengen (sachte, damit die zarten Kanten der Taler nicht abgerubbelt werden).
15 Minuten nach dem Mais die Kartoffeltaler mit auf's Backblech geben.
25 Minuten backen. Die Kartoffeltaler vorsichtig umdrehen, die Alufolie beim Mais öffnen und nochmal 20 Minuten bei 250°C backen.

Den Mais in Scheiben schneiden und mit den Kartoffeltalern servieren. Den gegrillten Rucola darüber verteilen.

wenig aufwendig, schmackhaft und hübsch...



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