Thursday,26. January 2012

*... aber den Appetit nicht verloren (Teil 2)

Protestsuppe
Protestsuppe
© courtesy of Markthalle IX
Hatte ich gestern beim 'Wir haben es satt!'- Demo-Rückblick erwähnt, dass es zum Aufwärmen Protestsuppe gab und dass Rapunzel Schokolade und Nüsse verschenkt hat?

Nein? Also, für die Protestsuppe wurde ausschließlich Gemüse verwendet, das nach geschriebenen und ungeschriebenen Normen vernichtet worden wären, aber 100% genusstauglich war.
Eine fröhliche Crew von Freiwilligen hat am Vorabend der Demo in der Markthalle IX unter Anleitung von Demo-Koch Wam Kat und musikalisch beflügelt von DJ decent und DJ Fog Puma knubbeliges und krummes Gemüse geschnippelt was das Zeug hält.
Leider war bei der Demo die Genehmigung für eine lange Tafel zum gemeinsam Essen verweigert worden. So wurde die Protestsuppe denn dezentral an verschiedenen Ständen ausgeteilt und wärmte ordentlich auf.

Erwähnenswert ist noch, dass unter den 'Wir haben es satt!'-Demonstranten eine große Anzahl Bäuerinnen und Bauern waren, denen die deutsche und EU-Agrarpolitik ebenfalls mächtig stinkt....
Soviel als kurzer Nachtrag zur Demo selbst.


Wie angekündigt, habe ich mir Gedanken gemacht, welche im Alltag gut umzusetzende Ratschläge ich uns geben kann, um als Verbraucher die industrielle Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion nicht zu unterstützen.
Einiges hängt vom Geldbeutel ab, Anderes ist durchaus mit kleinem Einkommen machbar. Es sind lediglich Vorschläge, die zum Nachdenken, bewussterem Einkaufen und eigenen Ideen anregen sollen.

Lasst mich bitte auch Eure Ideen und Vorschläge aus Verbrauchersicht wissen.

keine vorbearbeiteten Lebensmittel konsumieren

Fertiggerichte und anderweitig verarbeitete Lebensmittel enthalten meist Eier aus Käfighaltung, in den USA neuerdings auch Zellulose (!) als Ballaststoff, massig Zucker und reihenweise Es, die darin nichts zu suchen haben. Am gesündesten (oft genau so schnell) und wohlschmeckendsten ist selbst Gemachtes (Mittagessen, Marmeladen, etc.).

sofern erreichbar, Fleisch lieber beim Metzger kaufen

Das Fleisch beim Metzger stammt nicht zwangsläufig aus artgerechter Haltung, aber kann zumindest bis zum Hersteller zurückverfolgt werden. Es stammt in der Regel auch nicht aus den Konzernen, die Supermärkte und Discounter beliefern, erhält also kleinere Höfe und den Handwerksberuf. Idealerweise kommt das Fleisch von einem kleinen Schlachthof, die ebenfalls in ihrer Existenz bedroht sind.

je nach Geldbeutel regelmäßig oder gelegentlich auf dem Markt bzw. im Hofladen einkaufen

Das macht nicht nur Riesen-Spaß, sondern man kauft ehrliche Produkte zu ehrlichen Preisen und unterstützt die Bauern und Produzenten aus der Region, die auf dem Markt ihre Ware anbieten.

saisonal und regional kaufen

Wer nicht auf dem Markt einkaufen kann, der kann auch im Supermarkt weise Entscheidungen treffen. Obst und Gemüse, die gerade Saison haben (und damit die besten Wachstumsbedingungen versus unter Plastikplanen bei Kunstlicht) den weit gereisten Produkten vorziehen. Probieren Sie Gemüse aus, die gerade wieder aus der Versenkung auftauchen und tragen damit zu wachsender Nachfrage nach eben diesen vergessenen Sorten bei.

Essensreste einfrieren statt entsorgen

Wenn nach dem Kochen etwas übrig bleibt, am nächsten Tag als Resteessen (ggf. mit anderen Zutaten kombinieren) verspeisen oder einfrieren. Bei Ebbe in der Vorratskammer oder im Portemonaie freut man sich über derartige TK-Fundstücke umso mehr...

unpopuläre Fleischschnitte, Knochen und unzerteiltes Geflügel kaufen

Wenn nicht mehr nur Hühnerbrust und Filetstücke gefragt werden, sondern Tiere vollständig (samt Innereien) verwertet werden können, ist in ethischer und kulinarischer Hinsicht viel gewonnen. Außerdem werden dann ein paar weniger Fleischreste nach Afrika verschifft, die Welthunger nicht stillen sondern anfeuern (s.o.)...
Außerdem lassen sich aus den Knochen und anderweitig nicht benötigten Fleischabschnitten Fonds kochen, die an dieser Stelle den Kauf von Fertigprodukten überflüssig machen und mit Sicherheit besser schmecken.

Suchen : Das Kochbuch der verpönten Küche
Das Kochbuch der verpönten Küche
von: Wolfram Siebeck Wolfram Siebeck
März 15, 2008
 

generell weniger Fleisch konsumieren

Wir haben unseren Fleischkonsum (zumindest beim Mittagstisch) stark eingeschränkt und vermissen nichts.
Klar muss man wissen, dass und vor allem WIE, ein Mittagessen auch ohne Fleisch schmackhaft und sättigend zubereitet werden kann. Und zwar ohne gefürchtete Grünkernburger und Dinkelkekse. ;-)

Ein Vorbild in Sachen konsequentem partiellen Fleischverzichts ist Bloggerin Ulrike von Küchenlatein, die jeden Donnerstag fleischlos kocht und bloggt. Ebenso findet man Ideen und Rezepte für fleischlose Gerichte in den meisten Foodblogs, die ihre vegetarischen Gerichte entweder als solche kennzeichnen oder in einer eigenen Rubrik zusammenfassen. Eine kleine Auswahl:
Küchenlatein: vegetarischer Donnerstag
Küchentanz - vegetarisch
Fool for food - vegetarisch
Chili & Ciabatta - vegetarisch
Cosycooking - vegetarisch
Foodfreak - vegetarisch
Barbaras Spielwiese - vegetarisch
Einfach Guad - vegetarisch

zum weiter stöbern:
Foodblogs (deutsch u. engl.)

Ausnahmslos fleischlose und köstliche Gerichte gibt es im vegetarischen Blog 'Mestolo' und weniger, aber ebenso tolle im fleisch- und fischlosen Blog 'Butter bei die Fische':
Mestolo.com
Butter bei die Fische

Wer noch Platz auf dem Kücheregal kann auch zu einem dieser empfehlenswerten vegetarischen Kochbücher greifen:

deutsch:
Bücher : Alles Gemüse! 135 Rezepte ohne Fleisch

Alles Gemüse! 135 Rezepte ohne Fleisch
von: Simon Hopkinson Simon Hopkinson
März 12, 2010
 
Bücher : Alte Gemüsesorten - neu gekocht: Topinambur, Petersilienwurzeln, Steckrüben, Haferwurzeln, Spaghettikürbis, Rote Beete, Schwarzwurzel
Alte Gemüsesorten - neu gekocht: Topinambur, Petersilienwurzeln, Steckrüben, Haferwurzeln, Spaghettikürbis, Rote Beete, Schwarzwurzel
von: Keda Black Keda Black, Akiko Ida Akiko Ida
August 09, 2011
 
Bücher : Genussvoll vegetarisch. mediterran-orientalisch-raffiniert
Genussvoll vegetarisch. mediterran-orientalisch-raffiniert
von: Yotam Ottolenghi Yotam Ottolenghi
Januar 24, 2011
 


englisch:
Suchen : River Cottage Everyday Veg
River Cottage Everyday Veg
von: Hugh Fearnley-Whittingstall Hugh Fearnley-Whittingstall
Oktober 01, 2011
 

Bio

Leider ist bio nicht gleich bio. Wegen der wachsenden Popularität und Nachfrage werden Biolebensmittel inzwischen oft im Ausland und häufig in Monokultur angebaut.
Es gibt verschiedene Gütesiegel, die Auskunft über Regionalität, Standards der Tierhaltung (z.B. artgerechte Haltung und Fütterung) und erlaubter Inhaltsstoffe geben.
Liste der Bio- und Umweltsiegel (für Details, jeweiliges Logo anklicken)

beim Kauf von Fisch auf MSC-Siegel achten

Auch Fische haben's nicht leicht. Überfischung, Raubbau-Fangmethoden, teils grauslige Bedingungen in Aqua-Kulturen, etc.
Das MSC-Siegel zertifiziert Fisch aus umweltschonender und bestandssichernder Fischerei.
Info zum MSC-Siegel

Plastikverpackungen meiden

Nicht nur aus gesundheitlichen Aspekten, sondern auch der Umwelt zuliebe, Getränke, Öl und sonstige Lebensmittel in Plastikverpackungen im Regal stehen lassen (sofern Alternativen zu haben sind). Plastik ist unverrottbar und bereitet bereits massive Umweltprobleme.
Plastikmüll im Meer

Mir ist übrigens völlig unbegreiflich, wieso dem grassierenden Trend zur Plastikverpackung kein Riegel vorgeschoben wird. Dosenpfand ging doch auch... Hallo Politiker, jemand zu Hause????


[Ergänzung v. 27.01.2012]
Folgende, gestern vergessene Punkte sind ebenfalls sinnvoll und leicht umzusetzen:

Brötchen und Brot beim (echten) Bäcker kaufen

Deutschland war mal berühmt für seine Brote. Dieses positive Image ist zwar in Teilen noch vorhanden, aber bar jeder Realität.
Brote und Brötchen kommen hierzulande in Massen als Fabrikware in Supermärkte und sogenannte Backshops. Wenigstens dürfen sich per Gesetz die Blender nicht länger als 'Bäckerei' definieren. Denn gebacken wird dort nicht, allerhöchstens aufgebacken.
Der Kauf beim Bäcker erhält das Handwerk.

Aber auch beim Bäcker ist nicht mehr alles Gold was glänzt, bzw. Brot, was danach aussieht. Naja, Brot ist es schon, aber kein handwerklich mit Sauerteig oder Hefe geführter Teig, sondern oftmals mit Fertigmischungen (inclusive fragwürdiger Inhaltsstoffe) aufgeblasener Teig.
Leider wird gutes Brot derzeit von den Medien zu Luxus stilisiert, sollte aber die Norm sein. Deshalb fragen Sie beim Bäcker ruhig nach, ob das Roggenbrot mit Sauerteig bzw. das Weizenbrot mit Hefe gebacken wurde. Derlei Nachfragen können (trotz Preisdruck der Konkurrenz) evtl. Bäcker motivieren, sich auf die Qualitäten ihres Handwerks zurück zu besinnen.

Oder man versucht sich selbst mit Brot backen. Da es sich um ein Handwerk handelt, beherrscht man es i.d.R. nicht sofort, aber mit gutem Sauerteig und Hilfestellung z.B. der Brotbackenden Foodblogger, kann man es zu ganz ansehhnlichen und schmackhaften Broten bringen.

meine bescheidenen Versuche:
multikulinarisches - Brot

die Profis:
Plötzblog
Chili & Ciabata - Brot & Brötchen
Kochtopf - Brot & Brötchen
Schnuppschnüssihr Manzfred - Brot & Brötchen
Küchenlatein - Brot

keine Eier aus Bodenhaltung kaufen

Die Eier aus wirklich guter Haltung finden sich nur auf dem Markt (von kleinen Höfen) oder im Hofladen. Danach würde ich die Bioeier einsortieren und dann mit Abstrichen Eier aus Freilandhaltung. Was ich aber generell meide, sind Eier aus Bodenhaltung.
Nach einer Sendung mit Björn Freitag, der bezüglich Eier-Qualität und Haltungsformen recherchiert hatte, fühlte ich mich in dieser intuitiven Entscheidung bestätigt.
Bodenhaltung heißt auf mehrere Etagen (eine Art Regal) gepfropftes Geflügel. Die Hühner können sich zwar theoretisch frei bewegen und umher flattern, aber Platz dafür ist nicht wirklich. Außerdem sehen sie keinen einzigen Strahl Tageslicht. Noch nicht mal durch Fenster oder so. Also Finger weg... ;-)


Upps, das war ja jetzt ein ganzer Verhaltenskodex... Aber bei so einem wichtigen Thema darf man einfach nicht die Klappe halten oder wegschauen. In diesem Sinne, guten Appetit!

Wednesday,25. January 2012

*Wir haben es satt... (Teil 1)

© Viktor Peschel (1a-photoshop.de)
Immer noch. Bereits im vergangenen Jahr gab es anlässlich der Grünen Woche eine Demonst-
ration
unter dem Motto 'Wir haben es satt!' in Berlin.


Damals hatte man die Ange-
legenheit wohl unterschätzt und ca. 20.000 friedlich und fröhlich dahinziehende Demonstranten legten für eine gute Weile Auto- und Straßenbahnverkehr u.a. in der Friedrichstraße lahm. Dieser lange Marsch von der Rückseite des Hauptbahnhofes bis vor's Brandenburger Tour war natürlich gute Publicity, da dieser Teil der Stadt (auch im Winter) von vielen Touristen und Passanten bevölkert wird.

Diesmal (vergangenen Samstag) mussten wir uns auf die Überquerung der ultra-kurzen Distanz zum Bundeskanzleramt beschränken. Ich kann aber nicht mit Sicherheit sagen, ob dies ein Politikum, oder Entscheidung der Organisatoren war...

Am Ende war es auch gut so. Denn das schon den ganzen Januar hindurch ätzende Wetter, zog am Samstag alle Register von Kälte bis Schneeregen. Trotz Nässe und Kälte kamen 23.000 Menschen aus ganz Deutschland zusammen, um mit ihrer Anwesenheit, Plakaten und lautstarken Unterstützung der Redner, die einzig vernünftige Form von Landwirtschaft zu fordern. Eine Landwirtschaft mit Respekt und Verantwortung für Mensch, Tier und Umwelt.

Sehr treffend wurde auf der Kundgebung gesagt, dass in Entscheiderpositionen in Agrarverbänden und Politik Menschen ohne Vision sitzen. Der Hunger in der Welt wird als Deckmäntelchen für Gewinnmaximierung und Exportzuwachs in's Feld geführt. Dass aber z.B. die hierzulande verschmähten und nach Afrika exportierten Hühnchenteile dank Subventionierung dermaßen billig sind, dass die einheimischen Hühnerfarmer ihre Produkte nicht mehr verkauft bekommen, wird in der Hunger-Diskussion selbstverständlich verschwiegen.
Ebenso das Thema Landgrabbing, also Aufkauf riesiger Flächen Land in z.B. Äthiopien, wo Pflanzen für Biosprit oder Viehfutter in Monokultur angebaut werden und einheimischen Farmern die Möglichkeit, eigenes Land zu besitzen genommen wird. Wie sollen afrikanische Kleinbauern auch Preise für Land aufbringen können, die Konzerne aus der 1. Welt locker hinblättern?

Neben den oben genannten Themen waren auch
  • Genfood
  • Massentierhaltung, artfremde, teils genmanipulierte Futtermittel und die nicht nur für die Tiere katastrophalen Folgen (man denke nur an E.Coli, Antbiotika-Rückstände und resistente Keime)
  • die Nachfolgekosten im Gesundheitswesen, die die scheinbar so effektive und kostengünstige Landwirtschaft Lügen strafen
  • die Regulierung von Lebensmitteln und damit einhergehende massive Verschwendung (ca. 50% der Ernten werden vernichtet) und
  • Saatgut-Souveränität
auf der Tagesordnung.

Und wie auf der Demo zu Recht skandiert wurde: Solange dem Wunsch des Volkes nach Gentechnik-freier und repektabler Landwirtschaft nicht Rechnung getragen wird kommen wir wieder. Jahr für Jahr. Ich auch.

Während ich letztes Jahr noch alleine zu 'Wir haben es satt!' gegangen war, waren wir diesmal schon zu acht. Bei solchen Zuwachsraten kann man uns irgendwann nicht mehr einfach ignorieren... ;-)
Allen, die diese Zeilen lesen und nicht in Berlin wohnen: Fürchtet Euch nicht!

Aus vielen Regionen Deutschlands fahren Sonderbusse direkt zur Demo und auf der Website gibt es eine Börse für Mitfahrgelegenheiten. Also, sattelt die Hühner und seid 2013 auch dabei wenn es wieder heißt

Wir haben es satt!




Wer den Film 'Food Inc. - Was wir wirklich essen' noch nicht in Kino oder TV gesehen hat, kann auf Youtube den gestückelten Film anschauen: Teil1

Links:
Wir haben es satt!
www.keine-gentechnik.de

Im 2. Teil (kommt morgen) mache ich mir Gedanken zu Lösungsansätzen für den Privatgebrauch. Bleibt dran!


Friday, 9. December 2011

*Campus Cooking

© Campus Cooking (Telekom)
Ab und an gehen mein Herr Schatz und Mittagskocher und ich zur Uni. Dort stillen wir allerdings keinen Wissens- sondern Kaffeedurst. Vor Lehmanns Buchhandlung in weichem Sessel geparkt, lässt es sich im Adlershofer Unigelände gemütlich chillen und brainstormen.

Beim letzten Besuch wurde ich auf ein ausliegendes Heft namens 'Campus Cooking' aufmerksam. Darin erfuhr ich von 2 coolen Köchen (Stefan Wiertz - Campus Cooking-Routinier und neu dabei Kevin von Holt), die hochmotiviert im Wintersemester 2011/12 an 10 deutschen Unis leere Mensateller füllen und auch zum selber kochen animieren.

Letzteres durch besagtes Heftchen. Campus Cooking enthält eine Hand voll jugendgemäß artikulierter Rezepte, von besserer Tomatendosensuppe über Salat im Parmesannest und Lila Laune Kartoffelsalat bis hin zu Eindruck-schindender Rinderroulade auf geschmortem Birnenrotkohl mit Kartoffelschnee. Und hinterher Pfannkuchen.

Jedes Rezept ist mit einem QR-Code versehen, so dass der mobil surfende Koch, seinen Einkaufszettel durch einlesen des Codes in's Smartphone laden kann.

Außer Rezepten gibt es im Campus Cooking-Booklet noch elementare Gewürz-Kunde, Erhellendes über den Zusammenhang von Nahrung und Leistungsfähigkeit des Gehirns, sowie praktische Ratschläge, wie man an die Einmachgurken kommt, wenn der Deckel mal klemmt. Ehrlich! Naja, nicht zu bierernst halt...

Ich kann mir gut vorstellen, dass die coolen Jungs, die unkomplizierte Art der Ansprache und die gut nachkochbaren Rezepte den einen oder anderen Studi aus der Spaghetti-mit-Tomatensoße-Hölle retten können. Ich wünsche gutes Gelingen!
Und wenn die Telekom, die hinter der Aktion und mit leuchtendem T auf jeder 3. Heftseite drauf steht, ein paar Smartphones verkauft, seis drum...


Der Tourenplan:
Mainz 14.11. bis 18.11.2011
Freiburg 14.11. bis 18.11.2011
Chemnitz 21.11. bis 25.11.2011
Bayreuth 21.11. bis 25.11.2011
Marburg 28.11. bis 02.21.2011
Dresden 28.11. bis 02.12.2011
Stuttgart 05.12. bis 09.12.2011
Münster 05.12. bis 09.12.2011
Bochum 12.12. bis 16.12.2011
Passau 12.12. bis 16.12.2011


Campus Cooking Website
Campus Cooking Booklet

Wednesday,30. November 2011

*Küchenhelfer

Wiegemesser
© multikulinarisch[es]
Wer recht gerne kocht, hat mindestens einen. Oder zwei. Oder viele davon: Lieblings-
küchenhelfer.


Im Küchen Atlas Blog wird nach nicht-elektrischen Lieblingsküchen-
helfern gefragt und ich musste nicht lange überlegen.

Zum einen, weil meine Küche nicht gerade üppig ausgestattet ist. Aus Gründen.
Zum anderen, weil halt nur wenige Utensilien das Zeug zum Lieblingsküchenhelfer haben.

Immerhin wollen mindestens 2 von 7 Sinnen angesprochen werden und möglichst praktisch sollte das Helferlein dann auch noch sein.

Klarer Favorit in meiner Küchenschublade ist das Wiegemesser. Ein Erbstück mit Charme und Patina. Deswegen mag ich es wohl auch ganz besonders.
Dieses alte Wiegemesser ist aber durchaus nicht nur nett anzuschauen, sondern zerhäckselt - ohne jemals nachgeschliffen worden zu sein- noch immer zuverlässig Kräuter, Walnüsse und dergleichen. 100 Punkte für den Kandidaten...


Welches sind Eure nicht-elektrischen Lieblingsutensilien beim Kochen?

[Ergänzung 08.12.2011] Im Zusammenhang mit dem von Bloggerin Petra (Foodfreak) übersetzten und neu erschienenen Buches 'Kochen für Geeks' hat der oreillyblog eine Küchen-Gadget-Blogparade inszeniert. Dort könnt ihr (sofern Blog vorhanden) Eure Lieblingsküchentools direkt portraitieren.

Suchen : Kochen für Geeks
Kochen für Geeks
von: Jeff Potter Jeff Potter
November 02, 2011
 


Thursday, 4. August 2011

*Lieblingstassen-Finale u. Auslosung

Die Schüssel zum Glück...


Der Aufruf, Lieblingstassen zu fotografieren und quer durch's Netz von diesem social-media-Experiment weiter zu sagen ging mit Stichtag 31.07. zu Ende. (siehe call-to-action: Lieblingstasse)

Statistik:
73 Fotos (28 flickr, 38 Tumblr, 1 Picasa, 6 außer Konkurrenz)
47 Teilnehmer an Verlosung*
10 Preisträger
20 Blogartikel
2 Beiträge in Onlineportalen

Im Lostopf...


*) An der Auslosung der Preise (10 an der Zahl), nahmen die 47 'Tassensammler' teil, die, wie gefordert, in einem der vorgesehenen Alben bzw. via Formular veröffentlicht und Kontaktdaten hinterlassen hatten. 6 weitere Tassen von 2 Personen, sowie meine Fotos liefen außer Konkurrenz.

Die Ziehung der 10 Gewinner hat mein Herr Schatz und Mittagskocher vorgenommen. Die gezogenen Ziffern in Ziehungsreihenfolge waren: 32, 25, 9, 21, 45, 1, 26, 38, 16, 23.

Gewinner


Glückliche Gewinner für die von hering berlin (siehe Bericht hering berlin) gestifteten Preise 1 bis 3 aus feinstem Porzellan sind demnach:

1. feinschmeckerle
2. kuechengeist...
3. mh120....

Die belebenden, köstlichen Kaffee-Preise 4 bis 10 von Gliss Caffee gehen an:

4. finen....
5. Janas-world
6. pi-mal-butter....
7. kyche.de
8. Bimbatz
9. vitamin....
10. mobby...

Ziehung der Gewinner



Die zusammen getragenen Lieblingstassen sind allesamt hier zu bewundern (siehe auch Menüpunkt 'specials'->'Lieblingstassen').
Zudem im Tumblr-Album und Flickr-Album.


Eine Reihe Blogger (nicht nur aus der Foodblogger-Fraktion) sind meiner Bitte nachgekommen und haben mit Eifer und Charme ihre jeweiligen Lieblingstassen verbloggt. Vielen Dank an:

Hesting kocht
Barbaras Spielwiese
Meine Kochecke
Netzlogbuch
No Kitchen For Old Men
Kochcowboys
Brot und Rosen
Sternwicht (nicht erreichbar)
Jans Küchenleben
Café da Nysa
verkocht!
Cookmania
wie Sand am Meer
Nesrin's Küche
Schnuppschnüss ihr Manzfred
Gourmet-Büdchen
Lunch For One
Küchengeister
Kyche
wsdha.de


Von den diversen kontaktierten Online-Portalen haben lediglich zwei reagiert. Diese Beiden haben freundlicherweise die Aktion mit einem Artikel unterstützt. Dankeschön an:

Der Freitag
*nomy

Ich bedanke mich ebenfalls bei allen Blogs, die via Banner auf die laufende Aktion aufmerksam gemacht hatten.

Ein ganz besonderes Dankeschön geht an die Lieblingstassen-Sponsoren hering berlin und Gliss Caffee.


Monday,24. January 2011

*Demo: Wir haben es satt!

Demonstration: Wir haben es satt! in Berlin
© multikulinarisch[es]
Unter dem Motto 'Wir haben es satt!' fand am Samstag eine Großdemonstration in Berlin statt. Getragen von 120 Bauern- und Umweltverbänden, Bürger-
initiativen gegen Massentierhaltung und Gentechnik, sowie Eine-Welt-Gruppen, kamen 22000 Menschen zusammen, um gemeinsam gegen die Industrialisierung der Landwirtschaft und gegen Gentechnik zu protestieren.


Ich war einer davon. Bin froh, dass ich mich trotz eines Nachmittag-Termins aufgerafft hatte. Am Hauptbahnhof reihte ich mich in die bunte Schar warm eingemummelter, erwartungsfroher Demonstranten ein. Dann setzte sich der lange Zug langsam durch die Innenstadt in Bewegung bis hin zum Brandenburger Tor, wo ab 14 Uhr (schätzungsweise) die Abschlusskundgebung stattfand.
Unterwegs gab's Buh-Rufe am FDP-Outlet, geschmierte Stullen, und Sambarhytmen. Überhaupt war es keine aggresive, sondern eher recht fröhliche und musikalische Demo. Diverse Sambabands sowie eine Brassband sorgten für Schwung. Was der kalte Wintertag an Farben vorenthielt, wurde durch kunterbunte Klamotten, sowie massig grüne und gelbe Luftballons ausgeglichen.

Demonstration: Wir haben es satt!

Demonstration: Wir haben es satt!

Demonstration: Wir haben es satt!

Demonstration: Wir haben es satt!

Beeindruckend fand ich die Kreativität, mit der sich viele Leute mit den Themen Tierfabriken, Dumping-Lebensmittel-Exporten, absurder Agrar-Subventionen, Monokulturen, Gen-Food, etc. auseinandergesetzt hatten und ihren Wunsch nach fairer, ökologischer, bäuerlicher Landwirtschaft artikulierten. Auch ein überlebensgroßes, bemitleidenswertes, gerupftes Huhn mit gekapptem Schnabel marschierte für seine Leidensgenossen...
Die Abschlusskundgebung habe ich dann nicht mehr miterlebt, da wir nachmittags zur Babybeschau bei sehr lange nicht gesehenen Freunden eingeladen waren. Auch ist mir völlig entgangen, dass eine Gruppe Nazis die Demonstration für ihre Agitation missbrauchen wollte, aber erfolgreich vertrieben wurde. Ich habe das erst vorhin, beim Durchschauen diverser Videos vom Samstag auf youtube.com gesehen.

Demonstration: Wir haben es satt!

Wachstum statt fairer Märkte
Protestaktion d. Tierschutzbunds gegen Ferkelkastration ohne Betäubung
Fotos (Flickr)




Tuesday,18. January 2011

*3 Empfehlungen

Wir haben es satt! Nicht erst seit dem Auftauchen von Dioxin in unserer Nahrung ist klar, dass die fortschreitende Industrialisierung und Globalisierung der Landwirtschaft ethisch und ökologisch unvertretbar ist.
Tierleid, Bienensterben, Zerstörung regionaler, traditioneller Landwirtschaftsstrukturen und Absatzmärkte durch Dumping-Importe bzw. Monokulturen, Verdrängung bzw. Aussterben einheimischer (Getreide-,Reis-,Obst-,Gemüse-)Sorten und Nutztierrassen , Abhängigkeit von Konzernen durch genetisch verändertes Saatgut, Regenwaldrodung für Weideflächen, großflächige Überdüngung, welche widerum Pflanzenarten aussterben lässt... um nur einige 'Nebenwirkungen' zu nennen.

Es braucht einen Umdenk- und Reifeprozess bei Produzenten und Verbrauchern, um für die Entwicklung und Durchsetzung alternativer Formen, abseits der Nische, den Weg frei zu machen. Eine Rückbesinnung auf Werte und Traditionen der Landwirtschaft und Viehzucht vergangener Tage wäre dabei sicher schon mal ein guter Anfang...
3 Empfehlungen zum Thema:

Empfehlung 1:
Berlin Freitag, 21. Januar 17 - 21 Uhr
MARKTGESPRÄCH mit NNIMMO BASSEY
Friends of the Earth (Nigeria) / Träger des Alternativen Nobelpreises 2010

Nnimmo Bassesy spricht um 17:30 mit Tanja Busse ("Die Ernährungsdiktatur") zum Thema "Machtkampf ums Essen. Bäuerliche Landwirtschaft contra Agrar-Industrie".
Die Prinzessinengärtner bereiten dazu eine leckere saisonale Gemüsesuppe. Außerdem gibt es lokales Bio-Bier und Musik.

Prinzessinengarten (Winterquartier)
Markthalle IX
Eisenbahnstr. 42/43 - Pücklerstr. 34
U1: Görlitzer Park



Empfehlung 2:
Berlin Samstag, 22. Januar ab 12 Uhr
Demonstration gegen Massentierhaltung und Gentechnik
Nein zu Gentechnik, Tierfabriken und Dumping-Exporten. Ja zu bäuerlicher, ökologischer Landwirtschaft.

taz-Beilage (PDF)

Wer mag, kann sich zuvor in der Markthalle IX bei den Prinzessinengärtnern mit einem Frühstück stärken. Selbstverständlich aus regionalen Produkten bereitet.

Start 12 Uhr am Hauptbahnhof
Organisation:
www.wir-haben-es-satt.de


Empfehlung 3:
Film Good Food. Bad Food. Kommt am Donnerstag in die Kinos.

Zum Inhalt:
Was haben französische Mikrobiologen, die Millionen Wanderarbeiter Brasiliens, Vandana Shivas experimentelle Bauernhöfe in Indien und die Landwirte der weltgrößten Bioplantage in der Ukraine gemeinsam? Alle verfolgen sie ein gemeinsames Ziel: die Verbesserung der
Bodenqualität und die Wiederherstellung der Saatenvielfalt – zum Schutz der Umwelt und für gesündere Lebensmittel.
Die französische Regisseurin Coline Serreau, („St. Jacques...Pilgern auf Französisch“) zeigt in ihrem neuen Dokumentarfilm Menschen, die dagegen kämpfen, dass unsere Böden durch chemische Dünger und Pestizide vergiftet werden. Und die sich dagegen wehren,
dass nur wenige skrupellose Konzerne weltweit das Saatgutangebot kontrollieren und die Bauern erpressen. In „GOOD FOOD BAD FOOD – Anleitung für eine bessere Landwirtschaft“ begegnen wir faszinierenden Persönlichkeiten, die vielfältige Lösungen für die intelligentere
Nutzung unserer begrenzten Ressourcen gefunden haben.

Es sind schon viele Filme über Katastrophenszenarien gedreht worden, die als warnende Appelle verstanden werden wollten. Sie haben ihre Berechtigung gehabt, doch jetzt ist es an der Zeit, den Blick darauf zu richten, dass es auch Lösungen gibt. Man muss jenen Bauern, Philosophen und Ökonomen Gehör verschaffen, die uns mit ihren Überlegungen nicht nur erklären, wie unser Gesellschaftsmodell in der ökologischen, finanziellen und politischen Krise versinken konnte, die uns allen bekannt ist, sondern die darüber hinaus nach Alternativen suchen und diese auch umsetzen.
(Coline Serreau)

Quelle: Pressemappe Good Food. Bad Food.

Film-Infos und Trailer:
www.goodfood-badfood.de


weiteres Material:
Pressemeldung: 300 Professoren fordern Ausstieg aus Massentierhaltung

Thursday,13. January 2011

*Liebster Blog - gibt's sowas denn?

Gestern wurde auch ich heimgesucht. Vom dem seit längerer Zeit die Blogosphäre durchziehenden 'Lieblingsblog-Award'.
(der früheste Eintrag, den ich per Suche aufspüren konnte, stammte von 2007, war aber noch nicht der der Initiatoren; sehr nebulös das Ganze...).
Die Auszeichnung, die - so man sie denn empfängt, möglichst weiter gereicht werden sollte, wurde mir von der freundlichen Daniela vom Blog lart-devivre verabreicht. Vielen Dank!

Diese Awardverleihung wurde übrigens mit dem Ziel in's Leben gerufen, empfehlenswerte, aber der breiten Masse noch unbekannte Blogs quasi an's Licht zu holen. Bis zu 5 Kandidaten darf man mit dem 'Lieblingsblog-Award' beglücken. Was schon mal schwierig ist. Lieblingsblog! Gibt es soetwas wie einen Lieblingsblog überhaupt? Ich habe so viele davon!

Aber gut, die Spielregeln sind klar. Die meisten meiner Lieblingsblogs zählen zu den Müttern und Vätern der deutschsprachigen Food-Bloggerszene und sind demzufolge weithin bekannt und beliebt... Bleiben die kleinen, feinen Blogs, die ich ebenfalls sehr schätze.

Spontan fällt mir 'Slow Travel Berlin' ein, aber, als englischsprachig-bisschen-deutscher Blog fällt er möglicherweise durch's Award-Raster (Wegen der einzubindenden Teilnahmebedingungen. Sind ja schon für Deutsch-kundige schwer zu verstehen :-) )

Keine Sorge, der Award bleibt aber nicht unvergeben. Die ebenfalls in's Auge gefasste Newcomerin Paule wurde bereits ausgezeichnet. Außer ihr haben sich aber noch einige weitere Food-Blogs wegen sympatischer Schreibe oder aber wegen phantastischer Fotos den Weg in Herz und Blogroll gebahnt. Diesen überreiche ich hiermit den 'Liebster Blog-Award':



- Utecht
- Peppinella (hält meine ganze Familie mit ihrem göttlichen Humor im Bann)
- Butter bei die Fische

Zusätzlich noch 2 Non-Food-Auszeichnungen für
- Slow Travel Berlin (trotz Sprachbarrieren)
mit genialen, entspannten Berlin-Tipps und den
- deutschen Etsy-Blog.
Hier werden allerlei kreative Menschen und was diese fabrizieren vorgestellt, sowie nicht-kreative Menschen (mit etwas Glück und Übung) zu kreativeren Menschen gemacht...

..................
Abschließend das Schräggedruckte:
“Dir wurde der Award verliehen und du möchtest ihn gerne weitergeben? Erstelle einen Post, indem du das Liebster-Blog-Bild postest und die Anleitung reinkopierst (= der Text den du gerade liest). Außerdem solltest du zum Blog der Person verlinken, die dir den Award verliehen hat und sie per Kommentar in ihrem Blog informieren, dass du den Award annimmst und ihr den Link deines Award Posts da lassen. Danach überlegst du dir 3 – 5 Lieblingsblogs, die du ebenfalls in deinem Post verlinkst und die Besitzer jeweils per Kommentarfunktion informierst, dass sie getaggt wurden und hier ebenfalls den Link des Posts angibst, in dem die Erklärung steht.
Liebe Bloggergemeinde: Das Ziel dieser Aktion ist, weniger bekannte, gute Blogs an’s Licht zu bringen. Deswegen würde ich euch bitten keine Blogs zu Posten, die ohnehin schon täglich 3000 Leser haben, sondern talentierte Anfänger und Leute, die zwar schon ne Weile bloggen, aber immer noch nicht so bekannt sind.”

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Aktuelle EinträgeAktuelle Einträge

Mohnkartoffeln auf Krankenbett
Wednesday, January 11 2012

Silvester-Happen mit Physikproblemen
Friday, January 6 2012

verkekst
Sunday, December 18 2011

Teltower Rübchen für Erwachsene
Tuesday, December 13 2011

Campus Cooking
Friday, December 9 2011

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